Post von der Polizei würde ein einspruch da weiterhelfen?

3 Antworten

Der schlechtes Beweis vor Gericht ist der Zeugenbeweis. Kein Mensch kann zuverlässig und beweisbar eine Geschwindigkeit schätzen! Insofern hättest du mit einem Widerspruch sehr gute Aussichten, aus der Nummer heraus zu kommen. Falls es wirklich zu einen Gerichtstermin kommen sollte, wäre ein erfahrener Anwalt natürlich eine nützliche Stütze.

In Deutschland zählen messbare Beweise. Wer was gesehen hat ist bedeutungslos. Selbst wenns der Polizeipräsident gesehen hätte: ohne Messdaten kein Beweis.

sorry habe vergessen zu erwähnen bin aus Österreich

@Discopumper16

Obwohl ich die österreichische Gesetzeslage UND das Polizeischreiben dazu NICHT kenne:

Welche KONKRETEN Beweismittel belegen dieses Vergehen? Dazu zählen insbesondere: Radarmessung, Lasermessung usw. Die Zeugen sollten namentlich bzw. für den Beschuldigten NACHVOLLZIEHBAR genannt sein.

"Man hätte es gesehen": Erstens WER soll es gesehen haben? Zweitens sind blosse Schätzungen durch "Augenzeugen" bezgl. Geschwindigkeiten vielfach alles andere als zuverlässig bzw. korrekt.

Auch sind genaue Ortsangabe, Zeitangabe, Fahrtrichtung usw. zumindest in Deutschland zwingend notwendig.

Lt. Fragestellung spricht die Polizei eine Anschuldigung OHNE konkrete Beweise aus. Im Klartext: Behördenwillkür!

Allein dagegen würde ich anwaltlich vorgehen. Die Entscheidung dessen liegt natürlich allein beim Fragesteller.

@Dommie1306

Sorry für meine "kratzbürstige" Meinung dazu:

Mir war bisher nicht bekannt, daß diese Geschwindigkeitsschätzungen OHNE konkrete Beweise durch Österreichs Polizisten legitim ist.

Heißt für mich im Klartext: Die Polizisten dürfen nach Lust und Laune z.B. die Geschwindigkeiten schätzen und der Autofahrer darf dafür (auch ungerechtfertigt) die Strafe usw. zahlen.

Meinem Eindruck zufolge, mausert sich Österreich damit zu einem Willkürstaat wo z.B. wie in Kaisers Zeiten der Normalbürger auf die "huldvolle Gnade der Obrigkeit" angewiesen ist. Schon fast erstaunlich, daß Österreichs Staatsführung keine Verwandten von z.B. Kim Jong Un bzw. anderen Diktatoren hat.

@Brandenburg

Jup, das haben wir damals schon in der Ausbildung auch so gesehen... weiß auch nicht wie lange das schon ist, aber mindestens 11 Jahre... eben als ich in Bayern meine Ausbildung gemacht habe.

(Verstehe einfach ums Verrecken nicht, wie eine GESCHÄTZTE Geschwindigkeit vor einem Gericht anerkannt werden kann)

Wir haben übrigens während der Ausbildung dann auch mal versucht Geschwindigkeiten zu schätzen... also Kollegen sind mit zivilen Autos und unterschiedlichen Geschwindigkeiten an uns vorbei gefahren... holy shit! Das war so katastrophal schlecht, da war für mich klar, das wird nichts für mich :D

(Und jajaja, ist schon klar, dass das Erfahrungswerte sind, trotzdem halte ich es einfach nicht für gerichtsverwertbar...)

Wo war das? In Österreich?

in wien

@Discopumper16

In Österreich dürfen Polizisten schätzen. Das wird zwar kaum mehr gemacht, weil es zu viele Anträge auf gerichtliche Entscheidungen gab, was aber nicht heißt, dass es im Einzelfall zu einer Schätzung kommt.

@wiki01

würd ein einspruch etwas bringen deiner meinung nach?

@Discopumper16

Kann ich nicht beurteilen. Es gab viele Zweifel in der Vergangenheit, was die Zuverlässigkeit der Schätzung betrifft. Man kann eine weit überhöhte Geschwindigkeit (also 100 anstelle von 50) ganz gut einschätzen, aber gerade bei 30 oder 40 wird das schwer. Ich würde dagegen Einspruch einlegen.

@wiki01

es war eine 30 er zone

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