Polizei, Anzeige.. zurückziehen? Was jetzt?

5 Antworten

Sie bekommt richtig Ärger.

Eine Anzeige wegen Körperverletzung kann man nicht so einfach zurück nehmen. JETZT hat sie sich selbst beschuldigt, eine falsche Verdächtigung zur anzeige gebracht zu haben.

"§ 164 Falsche Verdächtigung

(1) Wer einen anderen bei einer Behörde oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Amtsträger oder militärischen Vorgesetzten oder öffentlich wider besseres Wissen einer rechtswidrigen Tat oder der Verletzung einer Dienstpflicht in der Absicht verdächtigt, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Die Anzeige wegen Körperverletzung wird weiter verfolgt, die KANN NICHT zurück gezogen werden! Eventuell macht der Staatsanwalt noch eine wegen Nötigung drauf, da es einen Grund haben muss ,warum sie die Anzeige zurückziehen will. Und da unterstellt ein Staatsanwalt prinzipiell erst mal eine Nötigung.

Oderer ermittelt halt wegen obigem §

Herzlichen Glückwunsch du , äh, deine Nachbarin hat richtig fett Ärger an der Backe..

Und ihr, hoffentlich, Ex-Verlobter erst recht.

Sie sagte, dass ein Strafantrag ohne Grundangaben zurück gezogen werden kann?! Soll sie von der Polizei haben? Nicht Du, ehm, deine Nachbarin.

@beautifulliar1

Bei einfacher KV handelt es sich um ein Antragsdelikt, das kann zurück gezogen werden, in dem Fall wie du ihn schilderst und mit der Art und Begründung, wie die Frau das zurück ziehen will, wird der Staatsanwalt eine Nötigung dahinter vermuten.

Dann sit es nicht mehr zurück ziehbar.

Ein Antragsdelikt ist eine Straftat, deren Verfolgung nur vom Verletzten selbst beantragt werden kann. Ist es einmal beantragt, geht es seinen Gang. In der Regel Hausfriedensbruch, Beleidigung, Lärmbelästigung usw. Diesen Antrag kann man jederzeit zurückziehen.

Die (fahrlässige) Körperverletzung ist aber eine Mischung aus Antrags- und Offizialdelikt. Erstmal angezeigt, besteht hier meist von Seiten der Staatsanwaltschaft ein öffentliches Interesse. Damit ist der Staat als "Kläger" mit im Boot und eine Einstellung kann der Geschädigte dann NICHT mehr erwirken.

Es kommt also drauf an, wie die Staatsanwaltschaft die Sache einstuft. Bejaht sie das öffentliche Interesse, kann deine Nachbarin es nicht mehr aufhalten.

Es kommt dann also vor Gericht. Was dort passiert und welche Konsequenzen es gibt, bleibt ja immernoch offen. Ihre Zeugenaussage - denn sie ist dann ZEUGE - gestaltet sie selbst.

Gruß S.

Warum will sie sagen, dass es keinen Grund gab?

So ein Verhalten spricht meist für Frauen, die Gewalt in ihrer Beziehung verharmlosen. Falls dem so sein sollte, solltest du sie darin bestärken, ihre Anzeige NICHT zurückzunehmen. Denn wenn sie die Handgreiflichkeiten weiter deckt, wird es nur noch schlimmer.

Weil sie nicht realisiert hatte, dass sie ihn im Laufe des Abends terrorisiert und provozieren hatte. Er lief wohl mehrmals weg , von Zimmer zu Zimmer. . Aber sie hatte wohl immer weiter provoziert und beleidigt und nach 4 oder 5 Stunden eskalierte es. Aber sie hat im nahinein gesagt, es wäre ihr Schuld, da bei ihrem Benehmen jeden zur Weißglut bringen könnte. Auf jeden Fall sagte sie es So.

@beautifulliar1

Typisch für misshandelte Frauen. Sie drehen das immer so.

Gruß S.

Die Sache läuft auf jeden Fall über den Staatsanwalt. Polizisten dürfen Verfahren nicht einstellen. Und nun könnte daraus ein Verfahren wegen "Vortäuschung einer Straftat" werden.

ja. genau.

Neeeein. Sie soll nicht sagen das sie falsche Angaben gemacht hat sondern das sie die anzeige schlicht zurückziehen will .

Blöd gelaufen. Sie hatte eine Panik gehabt, du... und dann schrieb sie so ein Driss. .

Jetzt kann auf sie zukommen das sie einen Vermerk im Register bekommt oder auch ein Ordnungsgeld aufgebrummt bekommt . In jedem Fall wird sie eine strafe erwarten

@Sparafucile

Man kann eine Anzeige wegen KV nicht zurück ziehen..

Mit Grund schon .

@Sparafucile

Man kann eine Anzeige auch mit 20 Gründen nicht zurückziehen. Das einzige, was sich zurücknehmen lässt, ist ein Strafantrag. Die Anzeige wird der Staatsanwaltschaft trotzdem vorgelegt.

@redelephant

Es gab soweit ich weiss auch einen Strafantrag und keine Anzeige.

@beautifulliar1

Wenn ein Strafantrag gestellt wurde, während die Polizei da war, dann bedeutet das automatisch dass ein Strafverfahren (= Anzeige) eingeleitet wird.

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