Pflichtteil vom Erbe einfordern, wenn überhaupt kein Kontakt besteht?

5 Antworten

Wer mit seinem Vater nichts zu tun haben wolte, nicht einmal seinen Geburtstag kennt, sollte dies auch bei seinem Geld so handhaben wollen.

Da du die schamlose Pietätlosigkeit besitzen dürftest, es gleichwohl bei den Hinterbleibenen zu versuchen, dürfte der künftige Erblasser seinen Nachlass lebzeitig so gestaltet haben, das du davon tatsächlich nichts abbekommst: Die Hälfte von Null ist eben Null :-)

Was für ein Schwachsinn von dir. Lesen kannst du??? Wenn du meine ganzen Kommentare richtig gelesen hättest, würdest du nicht so einen Quatsch schreiben. ER wollte keinen Kontakt zu mir, ICH habe ihn von mir aus besucht und er wollte definitiv keinen Kontakt. So hat er es mir ins Gesicht gesagt. Also ich habe den Kontakt gesucht, kann meinen "Erzeuger" aber wohl nicht zwingen dazu.

Also was unterstellst du mir eigentlich? Ich hab mir meinen Vater nicht ausgesucht und bin somit für den Rest meines Lebens damit bestraft, ohne Vater zu leben.

Wahrscheinlich bist du auch jemand, der ein paar Kinder in die Welt gesetzt hat und nichts davon wissen will. Über deine Äußerungen kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Erst RICHTIG lesen, dann kommentieren.

Wenn du den letzten Wohnort und ein Sterbedatum kennst, kannst du dich mit deiner Geburtsurkunde bzw. einem Familienbuch an das zuständige Nachlassgericht wenden.

Soweit mir bekannt, steht dir dann als Pflichtteilsberechtigter auch eine Kopie des Testamentes zu. (sofern es eines gab).

Steht dein Vater nicht in deiner Geburtsurkunde benötigst du einen anderweitigen Nachweis.

Noch weiß ich ja nicht, ob er tot ist...sollte er noch leben, muss ich dann sozusagen alle paar Jahre beim Einwohnermeldeamt nachfragen, ob er noch lebt oder nicht, von alleine werde ich es wohl kaum erfahren. Anderes Problem ist, ich habe nur eine alte Abstammungsurkunde, die ich damals für meine Eheschliessung brauchte. Da steht nur sein Name drin. Ich weiß nicht mal sein Geburtsdatum. Kriege ich solche Infos bei meinem Geburtsstandesamt raus?

@susi2604

deine Geburtsgemeinde (Standesamt) sollte dir hier Auskunft geben können. Mit der Registernummer von der Abstammungsurkunde sollte dies funktionieren.

Ohne Geburtsdatum wirst du vermutlich auch beim Meldeamt scheitern.

Das Nachlassgericht informiert dich nur, wenn eine vielleicht neue Familie deines Vaters von deiner Existenz weiß, in seinen Unterlagen eine Geburtsurkunde von dir findet oder er dich in einem Testament erwähnt hat.

Wie hoch hier die Chancen stehen?

Solltest du nach ihm erben oder bereits geerbt haben, musst du ab Kenntnis innerhalb 6 Wochen seinen Nachlasswert in Erfahrung bringen. Wird so ohne Kontakt auch nicht einfach.

@kabbes69

Ich merke schon, dass es gar nicht so einfach werden wird. Ich habe mein Geburtsstandesamt per E-Mail angeschrieben und nachgefragt, ob im Geburtsregister eventuell sein Geburtsdatum steht. Als Antwort habe ich erhalten:

"ob generell mehr Informationen (Geburtsdatum/Ort) Ihres Vaters im Geburtsregister eingetragen sind, hängt vom jeweiligen Zeitpunkt der Beurkundung ab. Zu verschiedenen Zeitabschnitten gab es unterschiedliche Angaben dazu."

Wenn ich Pech habe, gibt es da keine weiteren Infos. Geburt liegt 35 Jahre zurück.

Die Vaterschaft wurde damals mit einem Vaterschaftstest gerichtlich festgestellt zwecks Unterhalt. Habe ich da irgendwie Möglichkeiten sein Geburtsdatum zu erfahren? Ob es dazu noch Dokumente gibt? Beim Familiengericht eventuell?

@susi2604

Gib deiner Gemeinde erst mal Chancen auf die Suche zu gehen. Kann etwas dauern. (=unbeliebte Tätigkeit) ;-)

Dann hast du doch noch eine Anschrift: wenn du noch weißt wann er dort gewohnt hat, geht unter Umständen auch der Weg

Was ist mit deiner Mutter: kannst du diese nicht mehr fragen, vielleicht hat sie auch noch die Unterlagen von damals.

Inwieweit du über das Gericht noch Chancen hast: keine Ahnung, älter als 30 Jahre? Aber Versuch macht klug, nur wie diese Unterlagen sortiert sind, auch keine Ahnung. In welchem Zweig des Gerichts die Dinge damals behandelt wurde?

Mein Gefühl sagt mir, dass sassenach4u dies vielleicht besser weiß:-)

Warum den Pflichtteil? Wenn der Vater tot ist, hat der Sohn/die Tochter Anspruch auf den gesetzlichen Erbteil. Wende Dich ans Rathaus seines letzten bekannten Wohnsitzes.

Da er nie Kontakt wollte, er hat es mir so direkt ins Gesicht gesagt, gehe ich davon aus, dass er mir als Tochter wohl nicht freiwillig ein Erbe überlässt. Es existieren auch noch andere Kinder, dass weiß ich. Verstehe ich das richtig, gibt es kein Testament, habe ich Anspruch auf den gesetzlichen Erbteil. Hat er mich im Testament vom Erbe ausgeschlossen, steht mir der Pflichtteil zu.

@susi2604

Genau so ist es. Wenn Du in einem Testament nicht berücksichtigt wurdest, bekommst Du den Pflichtteil. Ohne Testament ist der gesetzliche Erbteil fällig

Beim Nachlassgericht kannst du den Pflichtteil nicht einfordern. Das kannst du nur bei den Erben. Du kannst beim zuständigen Amtsgericht nachfragen, ob es ein Temstament gab, dazu musst du allerdings dein berechtigtes Interesse nachweisen, z.B. in Form einer Vaterschaftsanerkennungsurkunde. Denn sonst könnte ja jeder kommen...

Dann musst du den Pflichtteil bei den Erben einfordern. In der Regel die Ehefrau und ggf. Kinder aus einer späteren Ehe oder eben nur dich als Kind.

Eine Vaterschaftsanerkennungsurkunde? Ich weiß nur, dass meine Mutter damals bis vors Gericht gehen musste und ein Vaterschaftstest gemacht wurde. Er war der Meinung, er ist nicht mein Vater. Also freiwillig wird er die Vaterschaft wohl nicht anerkannt haben. Muss ich mich ans zuständige Jugendamt wenden? Reicht keine Geburtsurkunde, wo er drin steht?

Sehr geehrter Fragesteller.

Ich beantworte Ihnen ihre Frage gerne wie folgt:

wenn Ihr Vater verstorben ist, dann können Sie (soweit Sie enterbt worden sind) den Pflichtteil geltend machen. Anspruchsgegner ist in diesem Falle der Erbe Ihres Vaters. Gegen diesen können Sie Ihren Anspruch auf Auskunft über den Bestand des Nachlasses und darauf aufbauend den Pflichtteilsanspruch geltend machen.

Bitte beachten Sie, dass Ansprüche auf den Pflichtteil binnen 3 Jahren ab Kenntnis höchstens aber nach 10 Jahren verjähren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

alles gute!

Wie sieht es denn aus, wenn es ein Testament gibt, ich als Tochter aber nicht erwähnt bin? Steht mir dann auch der gesetzliche Erbteil zu? Pflichtteil nur, wenn ich schriftlich vom Vater enterbt würde?

Und wie bekomme ich den Erbe raus? Ich kenne den Namen der Frau und von den anderen Kindern nicht. Erhält man diesbezüglich Auskunft beim Nachlassgericht?

Und wenn es gar kein Testament gibt? Wie läuft es dann ab?

Was möchtest Du wissen?