Pflichtteil - Immobilie wurde überschrieben, lebenslanges Wohnrecht eingetragen?

4 Antworten

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Die Frage läßt sich nicht pauschal beantworten. Durch die Einräumung des Wohnrechts kann, muß aber nicht, der Beginn der 10 Jährigen Abschmelzung gehindert werden.

Entscheidend ist, in wie weit der Schenker sich tatsächlich entreichert, also die Nutzung des Hauses einschränkt. Kann der Schenker das Haus wie vor der Schenkung nutzen,sprich besteht die Schenkung nur auf den Papier, beginnt die Abschmelzung nicht. Auf der anderen Seite verhindert ein räumlich merkliche eingeschränktes Wohnrecht den Beginn nicht.

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=75236&pos=0&anz=1




zählt das Wohnhaus dazu, zu meinem Pflichtteilergänzungsanspruch oder fällt es ganz raus.

10 Jahre nach Schenkung ("Übertrag") entfiel dein Pflichtteilsergänzungsanspruch an dem Schenkungswert vollständig, § 2325 III 2 BGB :-(

(Nur zur Information: Bei einem Erbfall des Schenkers innerhalb dieser Frist hätte sich der Wert der Immobilie und damit dein Ergänzungsanspruch zunächst um den des eingetragenen Wohnrechts i. H. fiktiver Mieteinnahmen daraus geschmälert dargestellt und wäre ab dem zweiten Jahr nach Schenkung alljährlich um jeweils 10% abgeschmolzen, § 2325 III 1 BGB) .

Dein Pflichtteil durch Nichtberücksictung als Erbin bemäße sich nunmehr nur noch an dem, was die Schenkungsgeber außerdem noch bei deren Erbfall hinterlassen abzüglich der (im Erbfall der Erstversterbenden auch mit dessem Gatten hälftig gemeinsamen) Verbindlichketen und Bestattungskosten hinterliessen.

Es wäre ein Anspruch in Geld zu deiner hälftigen Erbquote, dem man gegen beide Nachlässe der Erltern und dann jeweils innerhalb von 3 Jahren gegen die jeweils eingesetzten Erben stellen müsste.

Meint, läge der Erbfall des erstversrobenen Elternteil läönger zurück, womit deine Schwester nunmher Schlusserbin würde, wäre er verfristet nicht mehr zu stellen.

Sofern außer deiner Schwester und dir von ihm keine weitern Kinder hinterlassen wurden, betrüge er  im aktuellen Erbfall des Länsgtlebenden 1/4.

Die Immobilie, also das bebaute Grundstück, ist spätestens seit 2014 aus deinem Pflichtteilsrechtsanspruch verschwunden :-O

G imager761


Nein das stimmt so nicht, kann nicht pauschalisiert werden!

@Rosenfee62

Was stimmt so nicht?

Das eine Schenkung mit Grundbucheintrag des Beschenkten nicht mehr dem Vermögen des Schenkers angehört? Natürlich ist das so :-O

Das eine Schenkung an Dritte 10 Jahre nach Übergang keinen Pflichtteilsergänzungsanspruch mehr hergäbe? Doch, § 2325 I, III BGB.

Das ein den Schenkungsnehmer belastendes Wohnrecht den Schenkungswert mindert, meint, diese Belastung i. H. d. ortsüblichen, fiktiven Jahres-Mieteinnahmen des Wohnrechts mal statistische Lebenserwartung des Schenkungsgebers und Wohnrechtinhabers abgezogen würde? Doch,  § 14 BewG, Anl. 9.

Diese Tatsachen sind belastbar und ein RA wird dir da nichts anderes sagen, allerdings kostenpflochtig.

G imager761

hallo,

das wohnrecht hat ja nichts mit der dauer zu tun. das wohnrecht ist lebenslang und bleibt demnach bestehen solange der oder die nutznießerin lebt oder nicht davon abstand nimmt.

sigrid

Ich habe jetzt alles an einen RA abgegeben!

Ziemlich wirr was du schreibst. Wieso mußt du ein Pflichtteil geltend machen wenn es schon längst überschrieben ist?

Ich muß meinen Pflichtteil geltend machen, habe nicht geerbt sondern meine Schwester!

@Rosenfee62

Na denn:

Fordere von ihr als Schlusserbin ein bewertetes Nachlassverzeichnis der Vermögenswerte, unter der das längst verschenkte Haus nicht mehr zählt, sowie der Verbindlichkeiten/Schulden einschl. Bestattungskosten, Trauerfeier und Grabpflegekosten an.

Von der Differenz dieser Aktiva (Vermögen) und Passiva (Verbinbdlichkeiten), dem  Reinnachlass, steht dir 1/4 in Geld zu, soweit keine weiteren Kinder hinterlassen wurden.

Diesen Betrag mus man ausdrücklich innerhalb von 3 Jahren nach dem Erbfall fordern.

G imager761

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