Pflegeheim-Abrechnung

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Ich versuche mal ein paar Fragen zu beantworten. Der Betreuer wird durch das zuständige Amtsgericht kontrolliert, dort muss auch einmal im Jahr ein Bericht abgegeben werden. Dieser Bericht umfasst nicht nur die Finanzen sondern auch das soziale d.h. Besuchsbericht, Allgemeinzustand und und und. Da Deine Tante hochgradig dement war und wahrscheinlich keine königiche Rente bezogen hatt, kann ich dir aus Erfahrung sagen das die Komplette Rente + Pflegestufe + Demenzgeld (200 Euro monatlich) komplett für die Heimunterbringung draufgegangen sind (evtl. wurd e auch Pflegewohngeld beantragt) . Die Heimkosten liegen je nach Ausrichtung und Spezialisierung zwischen 3200 und 4000 Euro im Durchschnitt (gemessen an 8 Pflegeheimen hier in NRW). In der Regel steht dem Heimbewohner ein monatliches Taschengeld i.H.v. 90-130 Euro zur Verfügung, diese wird für alle Sonderdienste benötigt, die das Heim nicht als Leistung anbietet (Flußpflege, Friseur, Cafetaria, Bekleidung, in Sonderfällen auch Pflegehilfsmittel mit Zuzahlung (Inkontinenzwindeln z.B.). Wenn keine Betreuung mehr benötigt wird die Person verstorben ist, gibt es einen Abschlussbericht an das Gericht, da der Betreuer "entlastet" werden muss. Die Heimkosten werden tagesgenau entrichtet, der Tag an dem der Pflegebedürfte verstirbt wird noch voll berechnet. Ob ihr nun Einblick in die Unterlagen des Betreuers haben dürft bzw. Einblick in die Berichte die an das Amtsgericht gegangen sind, weiss ich nicht. Da Du als Neffe nicht zur Verwandschaft 1. Grades zählst, muss dir auch keine Auskunft darüber erteilt werden, eine nette Nachfrage beim Betreuer kann aber nicht schaden.

DANKE! Das hilft mir schon ein ganzes Stück weiter. Wie bei einer anderen Antwort schon beschrieben, kann sich mein Dad da die notwendige Einsicht holen. Es geht hier auch nicht um mich - ich konnte meinem Dad nur auch keine Antwort geben, wie sowas abläuft. Hab ihm aber versprochen, mich zu erkundigen (er ist auch schon knapp 80). Also Danke nochmals!

@Operngaenger

Gern geschehen, ich weiss wie das ist / war, habe die Betreuung selbst in die Hand genommen und die Anträge gestellt, weder Pflegekasse noch Krankenkasse helfen einem. Man weiss am Anfang nichtmal was man wie in welche Reihenfolge machen muss.

Nein - bzw. weiß ich das noch gar nicht, keine Ahnung. Mein Dad ist ihr kleiner Bruder und aus gesundheitlichen Gründen auch nicht so richtig in der Lage, sich um sowas zu kümmern (auch allein durch die Entfernung nicht). Wir suchen eigentlich nur Antworten. Sie bekam ja Rente - geht das dann anteilig an das Heim? Was ist mit dem Rest? Wir reden hier nicht über große Summen oder so - er will einfach nur wissen, ob alles rechtmäßig abgelaufen ist, wonach man vielleicht nachfragen muß... sowas. Man bekommt irgendwie keine richtige Auskunft.

Hallo! DU bist also Erbin Deiner Tante? Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Betreuerin Unterschlägt Vermögen einer Demenzkanken 10 Jahre lang.

Unsere Tante und Ihr Mann, schwer Demenz, waren vermögend. Ende 2004 tauchte mit einmal eine weitläufige Verwandschaft auf. die meine Tante und Onkel erst mit Ihrer Demenz kennengelernt haben. Sie waren sehr bemüht die Betreuung zu übernehmen und schalteten sogar eine Anwalt ein, damit sie auch ganz schnell einen Einwilligungsvorbehalt erhielten. Wir hatten keine Chance, da zu diesem Zeitpunkt meine Schwiegermutter mit Krebs im Sterben lag. Auch wussten wir es nicht, das diese amtlichen Sachen innerhalb von 8 Wochen passieren können. Im Jahr 2013 merkten wir, das etwas nicht stimmt. denn wir entdeckten, wertvolle Gegenstände durch Zufall in dem neuerworbenen Haus bei der Betreuerin. Wir haben 2 mal versucht ein vernünftiges Gespräch zu suchen. Wurden aber abgeblockt. und hatten von nun an Kontaktsperre bei unserer Tante. Ihr Mann ist 2006 gestorben. am 5.2.2014 verstarb unsere Tante. und nun tauchte ein Testament auf, wo der angebliche Neffe alleiniger Erbe ist und die echten Neffen jeweils eine kleine Summe bekämen. Jetzt haben wir die Betreungsakte bekommen und sind vom Glauben abgefallen. Diese Betreuerinund ihr Mann haben auf Kosten meiner Tante gelebt. Das Erbe ihres Verstorbenes Mannes haben sie einfach unterschlagen, es steht in keiner Akte. Ihr Mann arbeitet bei der Bank, wo unser Tante und Onkel ihr Vermögen hatten.Im Jahr 2008 führte sie bei der Abrechnung fürs Amtsgericht versehentlich das Erbe ("200.000,00) auf. Sie hat sich im Durchschnitt zwischen 20.0000-30.0000 pro Jahr nachweislich bereichert. Sie ist sogar bereits 2006 mit dem Testament im Gericht hausieren gegangen um Ihre Rechte auf mehr Geld zu bekommen. Als wir uns um die Beerdigung unserer Tante kümmern wollten, bekamen wir einen ganz bösen Anruf von einem Beerdigungsinstitut, das er den Auftrag schon seit 2012 von der Betreuerin habe. Wir waren schokiert. Jetzt haben wir eine Anzeige an die Staatanwaltschaft gestellt. Wie ist die Verjährungsfrist in diesem Fall? Wenn ich das zusammen rechne komme ich auf eine Summe von ca. 400.000,00 € Die gekündigten Lebensversicherungen nicht mit eingerechnet. Da sind wir noch am suchen und haben bisher eine gefunden, wo mein Schwager, der Bruder meines Mannes bezugsberechter war.Diese wurde auch mit hohem Verlust gekündigt, finanziele Not bestand nicht. Die anderen Versicherungen sind weg und wir wussten, dass es mehrere gibt, diese hatte sie uns mal gezeigt.

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