Pendlerpauschale & Insolvenz

1 Antwort

Der Pendlerpauschbetrag kann nicht gepfändet werden, weil er nicht Teil Deines Gehaltes ist. Wenn Du Dir die Werbungskosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte usw. als Freibetrag eintragen lässt, wird Dir weniger Lohnsteuer abgezogen, und Dein Nettogehalt steigt, und damit auch der pfändbare Teil Deines Einkommens. Wenn Du den Freibetrag nicht eintragen lässt, wirst Du am Jahresende eine Steuererklärung abgeben und eine entsprechende Erstattung erhalten. Diese Einkommensteuererstattung des Finanzamts führt ebenfalls zu einem höheren pfändbaren Einkommen, es sei denn. der Insolvenzzeitraum ist inzwischen abgelaufen. Also- was Du machst, der Insolvenzverwalter wird sich kümmern.

Vielen Dank für diese hilfreiche Antwort.... Ich habe sowas befürchtet..... Also werde ich die Fahrtkosten von dem was mir nach der Pfändung bleiben wird zahlen müssen..... Hm.... Mit dem IV Rücksprache halten um eine direkte Vereinbarung mit ihm zu treffen wird vermutlich von wenig Erfolg geprägt sein?? LG

@Genia74

Ich würde trotzdem den Freibetrag beantragen oder hinterher die Einkommensteuererklärung machen. Und ein Gespräch mit dem Insolvenzverwalter kann durchaus hilfreich sein. Ich kenne mich im Insolvenzrecht nicht so gut aus; aber möglicherweise erkennt er ja an, dass die Fahrtkosten den Pfändbaren Teil des Einkommens mindern müssen, denn: ohne Fartkosten kein Gehalt.

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