p-konto verfügungsrahmen

4 Antworten

Wenn du zwar ein P-Konto, aber keine Pfändung darauf hast, dann darf es KEINE Einschränkungen geben. (!)

Wenn du ein P-Konto mit einer Pfändung hast, dann steht dir ein Freibetrag von mindestens 1.045,04 € mtl. zu.

Innerhalb dieses Freibetrags darfst du unbegrenzt Geld abheben, überweisen und Lastschriften einziehen lassen.

Nehmen wir an du bekommst 900 € Gehalt. Dann kannst du nach Belieben innerhalb dieser 900 € überweisen und Lastschriften einziehen lassen. Beides zählt nicht als Einkommen, da es ja Zahlungsausgänge sind.

Wenn die Bank sagt, dass du nur über soviel verfügen kannst wie eingegangen ist, dann stimmt das erst einmal.

Hast du von den 900 € bereits 700 € abgehoben und 100 € überwiesen, sind nur noch 100 € übrig. Wolltest du dann, dass eine Lastschrift in Höhe von 150 € eingezogen wird, geht das nicht weil nur noch 100 € zur Verfügung stehen.

Freibetrag ist nicht immer gleich Guthaben. Natürlich kannst du über dein gesamtes Guthaben verfügen.

Es wäre am besten, wenn du alle Einnahmen und Ausgaben für Juli hier auflistest. Und: Hast du eine oder mehrere Pfändungen auf dem P-Konto?

Wäre schön, wird aber in der Praxis leider nicht immer so gehandhabt. Das Problem ist, dass Du als P-Konto Inhaber sowieso nicht Geld "würdig" bist. Hier werden beim P-Konto oft sogar Gebühren eingezogen, über die man den Kopf schütteln muss.

@Cougar

Stimme ich dir vollkommen zu Cougar. Jedoch sind zusätzliche Gebühren beim P-Konto unzulässig. Zahle ich für das Girokonto 3 € monatliche Kontoführungsgebühr und lass es in ein P-Konto umwandeln, dann darf das P-Konto auch maximal 3 € mtl. kosten.

Die Umwandlung muss kostenfrei sein. Auch für die Bearbeitung der Pfändung an sich, darf die Bank keinerlei Gebühren berechnen.

Ergibt sich alles aus dem Gesetz § 850k ZPO und den 2 Urteilen des Bundesgerichtshof ( BGH ) vom 13.11.2012 und 16.07.2013 .

Wer es googeln möchte:

"BGH 13.11.2012" oder "BGH 16.07.2013" oder "§ 850k ZPO" googeln. :-)

Bei einen P- Konto wird auch die Rücklastschrift angerechnet.Du bekommst meinetwegen 800 € Hartz4,dann die Rücklastschrift 300 €.So hast du deinen Rahmen um 55 € überschritten ,und bekommst dieses Geld ,diesen Monat nicht mehr.Man sollte bei einen P- Konto drauf achten ,das möglichst sowas wie eine Rücklastschrift nicht passiert,den dies wird alles an den Freibetrag gerechnet.

1.) Darf eine Rücklastschrift NICHT auf den Freibetrag angerechnet werden! Denn eine Rücklastschrift bedeutet nur die Wiederkehr eines ( Teils von ) Guthabens, welches schon einmal da war.

Es ist also faktisch keine NEUE Einnahme. Rechtssprechungen gibt es dazu wohl noch nicht, so das man auf die Meinungen der Rechtspfleger bei den Vollstreckungsgerichten angewiesen ist.

2.) Lies die Frage richtig! Die Lastschrift wurde nicht ausgeführt, obwohl diese offenbar im Rahmen des Freibetrags und mit ausreichend Guthaben eingelöst wurde!

Da sind die Banken oft im Unrecht, das Problem ist dass sich kein Anwalt an solche Fälle ranwagt. Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit solchen Fällen. Ein befreundetes älteres Ehepaar bezieht Grundsicherung und die haben bei der Bank auch nicht über alles Guthaben verfügen dürfen. Es kam zum Bankwechsel weil sich die Bank unmögliche Dinge geleistet hat.

Deine Erfahrungen sind in der Sache hier NICHT hilfreich! Unverdiente 10 Punkte!

Auch bei einem Pfändungsschutzkonto hat der Inhaber das Recht sein gesamtes Guthaben zu verfügen. Vielleicht hat sich valutarisch irgendwas überschnitten so dass die Bank das Geld zurück gegeben hat.

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