Obdachlos und Sanktion

5 Antworten

Man kann Widerspruch einlegen, allerdings scheint Dein Bruder Dir einiges zu verschweigen, denn ohne gewichtigen Grund werden Mittel nicht gekürzt oder gar gestrichen.

Es gibt also mit Sicherheit eine lange Vorgeschichte zu der Reaktion des "Amtes", die Dein Bruder selbst zu verantworten hat.

Das gilt auch für den Verlust der Wohnung - da war mehr als eine Miete im Rückstand 

Genau deswegen steht ja in jedem Bescheid eine Rechtsmittelbelehrung. Man kann Widerspruch einlegen und bei Nichtabhilfe dagegen klagen. Aber dass er 100 % Sanktion bekommen hat, zeigt, dass es auch früher schon Schwierigkeiten gegeben hat.

Und dass das Amt seine Miete nicht überwiesen hat, ist auch kein Argument. Wenn die Miete fällig ist, ann der Leistungsempfänger einen Vorschuss bekommen. Alerdings muss man sich dann dort hin begeben.

Hier drängt sich der Eindruck auf, dass der jungen Mann gerne den Weg des geringsten Widerstand wählt.

Aber dass er 100 % Sanktion bekommen hat, zeigt, dass es auch früher schon Schwierigkeiten gegeben hat.

Nö.
Unter 25 kann es bei erster (und einziger) Pflichtverletzung 100% geben.

@VirtualSelf

VirtualSelf: Richtig! Die Unterkunftskosten werden aber weiter gezahlt, erstmal.

@Kneetkopp

Soweit Unterkunftskosten tatsächlich anfallen. Leider geht das aus der Fragestellung nicht hervor.

Hallo, danke für die Antwort. Leider muss ich >Ihnen> beipflichten das mein Bruder vieles auf die leichte schulter genommen hat und es auch dazu viele probleme mit sich bringt. Nun ist es aber leider soweit gekommen und ich versuche nun alles zum Guten zu wenden und ihm zu helfen, darunter zählt auch die vergangenheit zu verstehen und viele wege zu gehen. Natürlich habe ich mit Sanktion und anderen Dingen nicht all zu viel erfahrung und daher miene Fragen. Warum das Amt keine Miete überwiesen hat verstehe ich auch noch nicht ganz. viele hartz4 bescheide fehlen auch in seinen Unterlagen. Bin jetzt schon so weit das ich zum Anwalt gehe um die Sachlage klären zu lassen. hauptproblem ist aber das er eine Sanktion bekommen hat und ihm dazu aber auch noch die Lebensmittelgutscheine verweigert werden.

lg steffi

Als erstes wohl Widerspruch einlegen. Notfalls zum Anwalt oder an einen entsprechenden Verein wenden, falls dieser abgelehnt wird.

Zur Pruefung der Sanktionen waere halt die Frage, was genau vorgefallen ist und ob der Leistungsempfaenger auch wirklich alle Pflichten erfuellt hat. Bis man die Wohnung verliert, das dauert ja mindestens mal 3 Monate. Wieso hat das Amt die Miete nicht bezahlt, da ergehen ja Bescheide, gegen die man Widerspruch einlegen kann, bzw. falls sich nichts tut, muss man eben dort hingehen und alle Unterlagen muss man auch rechtzeitig einreichen. Weiterhin waere zu pruefen, ob es wirklich notwendig war, eine Ausbildung abzubrechen, ob es nicht doch noch Alternativen gegeben haette (Unterkommen im Umfeld, Hilfe durch den Betrieb, Anreise vom jetzigen Wohnort). Die Ausbildung war die Grundlage fuer ein spaeteres unabhaengiges Leben, vielleicht ergibt sich jetzt nicht mehr so schnell was. Zeit ist auf alle Faelle verloren. Den Weg des geringsten Widerstandes sollte man nicht immer gehen. Es passieren bestimmt genug Fehler beim Amt, aber man muss auch dagegen angehen und das rechtzeitig und darf nicht alles schleifen lassen, bis es zu spaet ist.

Was in diesem Fall genau alles passiert ist, das wissen wir halt nicht und koennen das daher auch nicht beurteilen.

Hat das Amt wirklich nicht überwiesen? Wenn es so war, hätte sich dein Bruder dahinter klemmen müssen und das regeln. Man hätte auch die drohende Obdachlosigkeit verhindern können.....

Wenn der neue Bescheid da ist, könnt ihr Widerspruch einlegen (innerhalb eines Monats), dann wird weiter gesehen. Aber Geld kommt dann erstmal nicht.

Wenn dein Bruder keinen Blödsinn erzählt, soll er zu einem Anwalt für Sozialrecht gehen, der wird ihm weiter helfen.

Grundsätzlich kann Obdachlosigkeit natürlich ein wichtiger Grund sein, die Kommune zu wechseln, aber da spielen noch weitere Fragen eine Rolle: Warum hat das Amt nicht überwiesen, hat er sich um Wohnraum vor Ort bemüht, war die Kündigung notwendig, oder hätte er für die Wohnungssuche freigestellt werden können .. usw.?

Dennoch würde ich gegen solche Sanktionen immer Widerspruch einlegen (Übermaßverbot; Existenzminimun ... usw.) und klagen.

Hilfe ALG 2 30% Sanktion. Ist das Rechtens?

Hallo liebe Community.

Ich muss mal eine dringende Frage stellen. Es geht darum, dass ich ein Job gekündigt habe zum 30.04.2019. Der Grund war, dass Vereinbarungen seitens dem Arbeitgeber nicht eingehalten worden sind. Ich ziehe meinen 4 jährigen Sohn alleine groß. Es war mit dem Arbeitgeber so abgemacht das ich nur Frühschicht absolvieren kann. Jedoch hielt der AG sich nicht daran und wollte mich auch in die Spätschicht einsetzen. Nach mehreren erfolglosen Gesprächen blieb mir nichts anderes übrig als die Zusammenarbeit zu beenden.

Nun gab es natürlich Behördlichen Stress mit Anhörung und Papierkrieg.

Nun zu meinem Anliegen :

Wie auf dem Bild zu sehen habe ich eine 30%-ige Sperre bekommen. Obwohl ich alles nachweisen konnte, das ein Wichtiger Grund bestünde (Keine Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf), und das sogar von meinem alten Arbeitgeber schriftlich bestätigt wurde dass es nicht möglich ist mit Kind in die Spätschicht zu gehen, wurde mir trotzdem eine Sanktion verhängt. Die Agentur für Arbeit zahlt ab Mai Mein ALG1 in voller Höhe ohne Sanktion.

Also was gibt dem Jobcenter das Recht, ohne das Wissen, ob es zu einer Sanktion von ALG1 kommt, mich, mit einer Sanktion zu bestrafen? Und wird die Sanktion sofort aufgehoben wenn die Agentur für Arbeit (ALG1) mich nicht Sanktioniert hat? Und bekomme ich die Fehlenden 30% vom Regelsatz wieder wenn die Sehen das ich keine Sperre bei ALG 1 bekommen habe?

Dürfen die das überhaupt ohne ein Nachweis der Agentur, mich aus Wahrsagerei und Vermutung zu sanktionieren?

Tut mir leid das es ein bisschen durcheinander ist. Ich bin nur gerade so in Rage. Wenn etwas unklar ist, fragt mich ruhig.

Ich hoffe auf eine Antwort.

Liebe Grüße

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