Notlandung Flugzeug - wer zahlt?

3 Antworten

Hallo, da würde ich mir mal die Versicherungsbedingungen der Haftpflicht in einer ruhigen Stunde ganz genau durchlesen! Wahrscheinlich haftet sie nicht für Fahrlässigkeit und das kann man hier schon annehmen, da ja immer die Ansage kommt, Handys auszuschalten (die meisten haben ja auch einen Flugmodus). Außerdem kann man spätestens seit 2001 davon ausgehen, dass das Prozedere jedem Pax bekannt ist.

Da kommt auch noch einiges auf den Passagier zu. Schadenersatzansprüche der Air France, Strafanzeige der französischen und Schweizer Behörden wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, Ansprüche der Schweizer Behörden wegen der Durchsuchung des Fliegers, der Flugsicherung (schließlich musste der Flug mit Priorität behandelt werden), evtl. Ausweichmanöver anderer Flugzeuge mit dadurch bedingten höheren Treibstoffkosten. Das alles summiert sich schnell zu einem sechs- oder siebenstelligen Betrag. Ob da die Haftpflicht einfach zahlt? In dem Fall habe ich leichte Zweifel.

Wie sagt Konfuzius: Lernen durch Erfahrung ist der bitterste Weg zur Klugheit!

Das ist eine Sicherheitsmaßnahme die die Airline selbst verantwortet.

Wessen Haftpflicht soll das denn zahlen? Etwas anderes wäre es, wenn der Handy-Besitzer mit dem Ding rumfummelt und es selbst als Bombe bezeichnet. Dann geht der in den Knast und hat in Zukunft keine finanziellen Sorgen mehr. Eine Haftpflicht würde ihm da auch nicht helfen.

Die Kosten der außerplanmäßigen Landung gehen allein zu Lasten der Fluggesellschaft. Der Irrtum der Crew kann nicht etwa dem Passagier mit dem piependen Handy angelastet werden. Der müsste nur haften, wenn ihn ein Verschulden träfe - dieses ist hier jedoch nicht ersichtlich.

Was möchtest Du wissen?