Notarkosten Verjährt?

4 Antworten

Gegen die Kostenberechnung (§ 154), einschließlich der Verzinsungspflicht (§ 154a), die Zahlungspflicht und gegen die Erteilung der Vollstreckungsklausel kann die Entscheidung des Landgerichts, in dessen Bezirk der Notar den Amtssitz hat, beantragt werden. ...

Aus § 156 KostO

Ich verstehe das so, dass Du die Verjährungseinrede also nicht gegenüber dem Notar, sondern gegenüber dem Landgericht erklären musst.

Da dies kostenfrei ist, solltest Du das auf jeden Fall tun. Dort erhältst Du möglicherweise auch eine Auskunft darüber, ob die Verjährung tatsächlich eingetreten ist oder nicht, dan:

An anderer Stelle habe ich auch gefunden, dass die KostenOrdung der Notare eine vierjährige Verjährung vorsieht. Dies würde auch die Hektik des Notars erklären, weil so die regelmäßige Verjährung in die dreißigjährige umgewandelt wird.

also so wie ich das im hinterkopf habe beginnt die verjährungfrist erst mit dem jahr das auf das ereignis folgt hier also 2008 somit hätte sie am 31.12.2011 geendet, somit musst du zahlen ( angaben ohne gewähr)

ups drei statt vier jahre also nehme ich zurück müsste 31.12.2010 gewesen sein (immer noch ohne gewähr)

Zwei Wochen später rief der Notar bei mir an u drohte sofort mit dem Gerichtsvollzieher wenn ich nicht sofort zahle.

Spätestens jetzt wäre deine Frage für dich kostengünstiger zu beantworten gewesen :-(

Ist dies wirklich so? Hab dann die Einrede der Verjährung eingelegt.

Zu unrecht :-(

Hoffe mir kann jemand helfen!

Die regelmäßige Verjährung beträgt drei Jahre: § 195 BGB.

Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt mit dem Ende des Jahres in dem der Anspruch entstanden ist ( § 199 BGB).

Der Anspruch enstand allerdings nicht mit Auftrag am 27.12.2007. sondern erst mit Rechnungslegung der Angelegenheit irgendwann in 2008 :-O

Folglich beginnt die dreijährige Verjährung erst mit Ablauf des 31.12. 08 und endet, drei Jahre später, am 31.12.11, 24.00 Uhr.

Mit fristgerechtem Zugang am 22.11.2011 schuldest du die Rechnung - nunmehr leider mit Kosten des GV :-(

G imager761

Also irgenwas kann da aber doch nicht stimmen ! Denn dann würde es ja bedeuten, dass wenn er vergisst eine Rechnung zu stellen und es fällt ihm 5 jahre später ein, dass dann die Verjährungsfrist erst beginnt. Gerade auch das sehr vehement Vorgehen des Notares spricht ehr dafür das er versucht einzuschüchtern, weil er seine Felle davon schwimmen sieht !

Absolut ohne Sinn!

Sonst könnte man nach Jahrzehnten Forderungen stellen, einfach nur, weil man nie ne Rechnung gestellt hat und somit gäbe es die Diskussion der Verjährung nicht mal!

Wenn er also am 27.12.2007 eine Leistung eines Notars in Anspruch genommen hat und dort keine weitere Leistung erfolgt ist in dem Sinne (und dazu zählt ganz sicher nicht die Rechnungslegung!!), dann wäre die Sache mit dem 1.1.2011 verjährt.

Weitere Infos unter http://www.juraforum.de/forum/baurecht/verjaehrung-von-rechnungen-bzw-leistungen-58765

Wenn's verjährt ist musst du nicht mehr zahlen und außerdem hat er ja erst nach Jahren eine Rechnung geschickt, selbst schuld wenn im egal war!!!

er ja erst nach Jahren eine Rechnung geschickt, selbst schuld wenn im egal war!!!

Nun, es könnten auch nachvollziehbare Gründe vorliegen: Datenverlust, Akten falsch abgelegt, ...

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