Notar wechseln wegen Grundbucheintragung

4 Antworten

Für die Antragstellung an sich wird nicht einmal ein Notar benötigt. Lediglich für die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages, der Auflassung und Bewilligungen. Liegen diese Unterlagen dem Käufer/Verkäufer vor, könnte dieser also theoretisch auch die Eintragung mit einigen anderen Anlagen beantragen. Das Problem bei einem zweiten Notar wird jedoch sein, dass dieser nicht über die o.g. Unterlagen verfügt und zusätzliche Kosten verursachen würde. Der bisherige Notar hat auch trotz einer langsamen Arbeitsweise Vergütungsansprüche gegen die Auftraggeber. Ich würde daher an diesem festhalten. Veursacht er durch pflichtwidrige schuldhafte Verzögerungen einen Schaden, hat er diesen zu ersetzen bzw. seine Versicherung.

Das klappt nicht! In der Kaufvertagsurkunde haben die Parteien vereinbart, dass nur der amtierende Notar, sein Stellvertreter oder sein Rechtsnachfolger Anträge aus der Kaufvertragsurkunde stellen können.

Man soltle sich seitens der Käufer einmal persönlich oder auch telefonisch beim Notariat erkundigen, welche Hinderungsgründe der Umschreibung im Grundbuch entgegenstehen; danach ist man vermutlich klüger!

@schelm1

In der Kaufvertagsurkunde haben die Parteien vereinbart, dass nur der amtierende Notar, sein Stellvertreter oder sein Rechtsnachfolger Anträge aus der Kaufvertragsurkunde stellen können.

Solch eine Aussage zu treffen, ohne den genauen Inhalt des Kaufvertrages zu kennen, halte ich für sehr gewagt. Zumal ich eine solche Abrede in bisher keinem Vertrag gesehen habe. Ob eine Einschränkung des Antragsrechts nach § 13 GBO im Außenverhältnis überhaupt zulässig wäre, ist die andere Frage. Ich tendiere zu nein.

Man soltle sich seitens der Käufer einmal persönlich oder auch telefonisch beim Notariat erkundigen, welche Hinderungsgründe der Umschreibung im Grundbuch entgegenstehen

Wie der Fragesteller erwähnt hat, ging beim Grundbuchamt noch überhaupt kein Antrag ein. Aus diesem Grund kann dieses auch keine Eintragungshindernisse mitteilen. Der Notar scheint telefonisch zudem nicht erreichbar zu sein.

Du hast 1 Monat ab Tag der Grundbucheinschreibng Zeit, die Versicherung zu kündigen. Wenn also beim Grundbuchamt noch keine Änderung vorgenommen wurde, hast Du noch etwas Zeit. Trotzdem würde ich mal persönlich beim Notar vorbeigehen und dort so lange Theater machen, bis er Dich persönlich empfängt schließlich hast Du für seine Arbeit bezahlt und die soll er gefälligst erledigen.

Hier nochmal was zum lesen.

Timo Reimert, Experte für Versicherung: Ja. Bei einem Hauskauf geht die Versicherung (gemeint ist hier die Wohngebäudeversicherung) des Vorbesitzers automatisch auf Sie über.

Sie haben aber ab der Grundbuchumschreibung einen Monat lang ein außerordentliches Kündigungsrecht. Sie können den Vertrag entweder fristlos oder zum Ende des Versicherungsjahres kündigen.

Da der Versicherer jedoch Anspruch auf den vollen Jahresbeitrag hat, empfehlen wir Ihnen, nur zum Ende des Versicherungsjahres zu kündigen. Generell kann sich eine Kündigung für Sie lohnen, da viele ältere Verträge überteuert sind.

http://www.drklein.de/uebernehme-ich-beim-hauskauf-die-wohngebaeude-versicherung-faq.html

Vielleicht steht noch eine Antwort der Denkmalschutzbehörde zur Anfrage, ob hier steuerbegünstigte Mittel zur Denkmalpflege eingesetzt wurden aus!?! Ggfs muß die Denkmalbehörde hier eine Zustimmung zur Löschung erteilen oder die Zustimmung mit Auflagen für den Erwerber verbinden. Bei Denkmälern kann das schon mal etwa länger dauern!?! Ist das bei dem erworbenen Objekt der Fall?

Nein, das ist nicht der Fall.

Die außerordentliche Kündigungsfrist für die Gebäudeversicherung greift erst, wenn sie im Grundbuch als Eigentümer eingetragen sind; virher können sie eh´nicht machen. Lesen Sie einfach mal das, was sie unter anderem da bei ihrem Notar gemeinsam mit dem Verkäufer erklärt haben. Da steht u.a. dass alle Antragsrechte aus der Urkunde nur von dem beauftragten Notar bzw. den dazu namentlich benannten Mitarbeitern wahrgenommen werden können. Im Falle der Verhinderung oder des Todes des Notars, handeln an dessen Stelle sein Stellvertreter oder sein Nachfolger.

In der Tat, das steht da, danke für den Hinweis. Habe heute noch mal mit dem Grundbuchamt gesprochen, der Beamte versprach, den Notar nochmal aufzufordern, die Umschreibung zu beantragen (muss man sich mal vorstellen!). Unter diesen Umständen bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als noch ein paar Tage zu warten, möglicherweise wacht der Mann auch mal wieder auf.

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