Nochmalige Insolvenzfrage?

4 Antworten

Einfache Antwort alles pfändbare wird von deinem Lohn abgezogen. Heißt auf dem Konto darf nichts mehr gepfändet werden. Es wäre eine Doppelpfändung und ist nach §850 ZPO nicht zulässig. Da die Banken ein automatisiertes System haben wird es trotzdem gepfändet. Hole dir vom Amtsgericht schriftlich einen Beschluß über die Freigabe deines Konto und berufe dich auf den obrige §. Den Beschluß legst du der Bank vor und dein Konto wird freigegeben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bedenke Überstunden sind nur 50% pfändbar. Spesen , Nachtschicht usw. z.B. garnicht. Du kannst ohne Probleme weit über die Pfändungsgrenze kommen. An das Geld kommt keiner ran.

@CARLOWUM

Naja das Urteil sagt aber ja was anderes aus, durch dir öffentlich rechtliche verstrickung

Naja das Urteil sagt aber ja was anderes aus, durch dir öffentlich rechtliche verstrickung

@PhilippCol92

Es ist so wie du es besxhrieben hast. Dass was Netto auf deinen Lohnzettel steht gehört dir voll und ganz. Unpfändbare Beiträge darf der Insolvenzverwalter nicht einbeziehen..

@CARLOWUM

I ich glaube du verstehst mich gerade falsch.

Im oben verlinkten Urteil ist davon die Rede, das alles was über dem Pfändungsgrenze auf ein separierungskonto geht, da die pfändungen ja dennoch bestehen... verstehe das Urteil gerade nur nicht ganz

Solange die öffentlich-rechtliche Verstrickung nicht gerichtlich aufgehoben worden ist, kann das Pfändungspfandrecht nach Beendigung des Insolvenzverfahrens wieder wirksam werden. Letztlich spricht auch die Regelung des § 89 Abs. 3 InsO dafür, dass bei einer trotz Verbots durchgeführten Zwangsvollstreckung die öffentlich-rechtliche Verstrickung solange andauert, bis sie auf einem dafür vorgesehenen Weg beseitigt worden ist. Der Gesetzgeber hat die Norm gerade für die Fälle geschaffen, dass Vollstreckungsverbote im Einzelfall nicht beachtet werden. Hätte die Vollstreckung von vornherein keine Verstrickungswirkung, bedürfte es keines gesonderten Rechtsbehelfs über Einwendungen gegen die Zulässigkeit der Vollstreckung.

Es bleibt dem Schuldner überlassen, die Verstrickung zu beseitigen. 

Und wie soll ich das anstellen?

Mein Insolvenzverwalter meint ich könne darüber auch verfügen, da keine Kontopfändungen mehr ausgeführt werden dürfen.

Dein Insolvenzverwalter hat Recht, das angegebene Urteil hat einen anderen Hintergrund und ist nicht anwendbar.

Zum Kotzen, so ein Schmarotzertum! Hauptsache, so viel Geld wie möglich behalten, was die Gläubiger bekommen oder besser gesagt nicht bekommen, interessiert nicht mehr!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Natürlich nicht Digger :D

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