nicht bezahlte miete von kaution abziehen?

5 Antworten

Wenn ihr euch darüber einigt, geht das natürlich. Du solltest die Wohnung im Auge behalten. Wenn er vorher vermietet, muss er dir die Miete erstatten. Er darf natürlich nicht doppelt kassieren Bereicherungsverbot

Könnte er, wird er aber mit Sicherheit nicht machen, da die Kaution für andere Zwecke gedacht ist. Du bekommst die Kaution natürlich komplett zurück wenn alles in Ordnung ist.

das kann und das darf er nicht. Sie sind verpflichtet zur Mietzahlung bis zum Ende des Mietvertrages. Erst nach Ende des Mietvertrages kann der Vermieter sich, wenn überhaupt aus der Kaution bedienen. Sie wurden also erstmal drei Monate Miete Schulden.die Kaution dient in erster Linie dazu, Ansprüche aus Schönheitsreparaturen zu befriedigen. Ich empfehle dringend, die Miete für die drei Monate zu bezahlen, da ansonsten erhebliche Kosten für die Rechtsverfolgung anfallen.

Eine Kaution (auch Mietsicherheit gennnt) dientdem Vermieter zur Befriedigung aller rechtmäßigen Geld-Forderungen gegenüber dem Mieter, so diese noch nicht anderweitig abgegolten sind. Das wäre mal ein cleverer Versuch, hier die noch fälligen Mieten bis zum Auszug einzubehalten und mit der Kaution aufzurechen. Kann aber für dich doch noch teurer werden, weil nämlich die Kaution nicht von der Mietzahlung (auch nicht binnen Kündigungsfrist) freistellt, Du damit also zum Mietschuldner würdest und der Vermieter auch kostenträchtig mit 'nem Anwalt gegen dich vorgehen könnte. Weil: die Kaution dient eigentlich für solche Forderungen, die der Mieter - aus welchen Gründen auch immer - pflichtwidrig noch erfüllt beließ oder aber slche, die für die Zukunft noch anstehen - Stichwort: Betriebskostenabrechnung. Ich an deiner Stelle würde besser für lückenlose Mietzahlungsflüsse sorgen. Das kann ja z.B. auch so geschehen, daß man einen Nachmieter findet und mit dem Vermieter übereinkommt vielleicht sogar zur Übernahme der Renovierung schon durch diesen neuen Mieter; weil: der hat schließlich den Vorteil,sogleich nach seinem Wunsche renovieren zu können. Be angemessener Kostenverteilung versteht sich, sollte dir diese Aufgabe vor Auszug noch zukommen. Auch ein (gerichtsfestes) Übergabeprotokoll sollte dann nicht fehlen. Manche - zuvor noch so liebe Menschen - vergessen dann plötzlich, worauf sie sich eigentlich geeinigt hatten. Wenngleich der ziehende Mieter aber besser davonkäme, weil eine odentliche Übergabe bzw. Übernahme auch dann angenommen wird (konkludent), wenn nicht sogleich evtl. Mängel moniert wurden. Auf späteres Erwachen (im Verlangen einer Verschönerung, Ausbesserung, Reparatur zu Lasten noch des Vormieters) läßt sich ein Richter regelmäßig nicht ein.

Es könnte schlimm enden, wenn dies einfach angenommen wird. Der Vermieter wird das nicht freiwillig machen. Sollten Sie dann die Miete einbehalten und dem Vermieter mitteilen, er möge dies von der Kaution abziehen, besteht die Möglichkeit, dass der Vermieter die Miete gerichtl. einfordert. Damit haben Sie nichts gewonnen. MfG

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