Neuer Mieter und Mieterselbstauskunft - Schwangerschaft mitteilen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Über den Nachwuchs und weitere Familienplanung schuldet man dem Vermieter keine Rechenschaft noch Auskunft, darf sie gar wahrheitswidrig beantworten. Das ist mit der Frage auch garnicht gemeint :-)

Etwas anderes wäre anzunehmen, wenn der VM klar gemacht hätte, dass er Nachmieter sucht, die in die gewachsene Mietergemeinschaft älterer Menschen pasen usw. und insofern in diese Richtung nachfragte.

Ganz anders sieht es bei den Familieneinkünften aus, die man besser wahrheitsgemäß mit dem absehbaren Einkommen ab Elternurlaub angeben sollte, um eine Abfechtungsmöglichkeit wg. wegen Irrtums (§ 119 BGB) oder arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) ausschliessen zu können.

Was die finanziellen Verhältnisse anbetrifft, geht die Rechtsprechung von einer Offenbarungspflicht der Mietinteressenten aus, da es die Vermieterinteressen in einem solchen Maße betrifft, dass nicht angenommen werden kann, der Vermieter hätte den Mietvertrag auch bei Kenntnis der wirklichen Verhältnisse abgeschlossen.

G imager761

Selbst bei einem Arbeitgeber wäre die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft nicht erlaubt und es darf gelogen werden. Warum also soll man ausgerechnet einem Vermieter die Schwangerschaft freiwillig mitteilen? Rausschmeissen kann er euch deswegen nicht, das Baby auch nicht. Andererseits wäre es schon fair, wenn man von vornherein mit offenen Karten spielt, zumal deine Frau schon im 5. Monat ist.

Über Schwangerschaft und weitere Familienplanung muss mein keine bzw. keine korrekte Auskunft erteilen.

Die Geburt eines Kindes ist doch keine Aufnahme weiter Personen in die Wohnung.

Eine Schwangerschaft muß man dem Vermieter nicht mitteilen. Nur nach der Geburt das eine Person mehr in der Wohnung wohnt/lebt.

Ich habe hier folgendes gelesen:

Ganz anders sieht es bei den Familieneinkünften aus, die man besser wahrheitsgemäß mit dem absehbaren Einkommen ab Elternurlaub angeben sollte, um eine Abfechtungsmöglichkeit wg. wegen Irrtums (§ 119 BGB) oder arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) ausschliessen zu können.

Das sehe ich aber ganz anders! Es wird nach den derzeitigen Einkünften gefragt und nicht nach den zukünftigen, die sowieso NIEMAND beantworten könnte!!! Wer weiß schon, ob es viel. zu einer (ich will es nicht hoffen) Fehlgeburt kommt oder ob man in ein paa Monaten seinen Arbeitsplatz verliert oder einen schweren Unfall hat bei dem man erwerbsunfähig wird usw. nein nein, teilt ihm nicht mit dass sie schwanger ist und gebt eure derzeitigen Einkünfte an, darauf kann euch niemand kündigen, §119 oder 123 haben hier keine Chance.

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