Neue Gastherme in Mitwohnung-kann moderne Therme höhere Miete zum.teilweise ausgleichen?

5 Antworten

Der Ersatz einer kaputten Therme ist kein Modernisierungsaufwand, der eine Mieterhöhung rechtfertigt. Dass ein gleichwertiges altes Modell nicht mehr zur Hand ist, ist natürlich klar. Trotzdem ist das Erhaltungsaufwand, den der Eigentümer zu tragen hat.

Der Hauseigene Gas-Wasser Install. hat uns vor die Wahl gestellt die Therme auf ein neues zu reparieren, oder eine neue Therme einzubauen.

Wie so Euch? Ich denke Ihr seid Mieter.

Mieterhöhung wegen einer moderneren, kostensparenden Therme wäre möglich.

Nicht aber wenn die alte auf Grund von Altersschwäche erneuert werden muß.

Ja; na immerhin wird mir die Wahl gelassen mich für eine neue u.U. sparsame oder eine reparierte und u.U. bals wieder kaputte Therme zu entscheiden. Der schmale Grad zwischen Modernisierung und Instandhaltung ist halt..schmal.

das kann man auf die schnelle nicht beantworten stelle deine neue einfach so ein wie die alte war mit den Raumtemperaturen dan machste nach einnem jahr rechnungs mässig den vergleich

Ich sehe hier keine Modernisierung sondern vielmehr die Wiederherstellung des vertragsgemäßen Zustands. Dazu ist der Vermieter verpflichtet und das auf seine Kosten. Ob dieser durch Reparatur oder Ersatz hergestellt wird, liegt in der Entscheidung des Vermieters.

Danke, siehe unten

Es kommt auf die Wahl der Gastherme an. Wenn er bei der Wohnungsgröße wieder eine Kombitherme einbauen will, dann wird die Einsparung marginal sein, wenn überhaupt, denn diese Kombithermen sind bauartbedingt nicht für kleine Wohnungen geeignet, da sie sich nicht an den Wärmebedarf der Wohnung anpassen kann. Eine 90m² Wohnung hat einen ungefähren Wärmebedarf von 9 kW. Die Kombithermen haben eine Wärmeleistung von 7 bis 18 kW. In diesem Bereich können die Thermen ihre Leistung an die Wärmeanforderung anpassen. Da aber der Bedarf so niedrig ist, muß die Therme darauf eingestellt werden, D.h. daß die Modulationsspanne der Leistung zwischen 7 und 9 kW liegen wird. Die Therme wird also kaum ihre Vorteile der Energieeinsparung durch die Modulation der Wärmeleistung ausnutzen können. Das wird immer ungünstiger, wenn man bedenkt, daß die Wohnungen meistens nicht voll geheizt werden, also der Wärmebedarf im täglichen Leben noch geringer ausfällt. Dann ist die Therme schnell unterfordert und fängt an zu takten, wie der Fachmann sagt, d.h. die Therme versucht zu starten, heizt auf und bevor sie so richtig auf Touren kommt, wird der Brenner gestoppt, weil die Vorlauftemperatur zu schnell im Gerät ansteigt. Das macht die Therme immer wieder, genau 3 Mal und dann wird sie erst einmal für ca. einehalbe Stunde gesperrt. Da bei jedem Starten mehr Gas verbraucht wirdl, als im normalen Betrieb, kann man sich ausrechnen, daß die Kosten in die Höhe gehen und die Therme schneller verschleist. Für eine 90m² Wohnung empfehle ich eine Minitherme mit 11kW Heizleistung der ein Schichtenspeicher oder normaler Speicher beigestellt wird. Dadurch kann die Therme besser sich auf den Wärmebedarf der Wohnung einstellen und durch den Boiler verbessert sich der Warmwasserkomfort. Die Kosten für die Kombination sind kaum höher als eine Kombitherme. Empfehlen würde ich eine CERAMINI ZSN 11-7 von Junkers mit einem 120l Speicher. Diese Thermen gibt es auch in raumluftunabhängiger Ausführung. Sollte es allerdings eine Brennwerttechnik sein, empfehle ich eine Junkers Cerapur ZSB 14-4,  auch mit einem Speicer kombiniert. Mit Junkers habe ich in meiner langjährigen Kundendienstzeit im Vergleich mit den anderen Herstellern kaum Probleme hatt und die Reparaturen hielten sich auch in sehr erträglichem Umfang für den Kunden. Für den Installateur ist dagegen Vaillant günstiger, da er hier mit den Reparaturen sein Geld verdienen kann. Bei den Brennwertgeräten ist zu beachten, daß hier eine besondere Abgasführung installiert werden muß, was die Installation teurer macht. Wobei man hier das größte Einsparpotential an Energie und damit Kosten hat. Noch Fragen? Dann los!

Danke für die ausführliche Antwort!! Ich gehe davon aus, dass es eine Kombitherme werden würde. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Insofern lohnt es sich eher nicht.

Danke!

VG

@Kellerkind1055

Na vielleicht lässt der Vermieter noch mit sich reden, denn ihm muß es ja auch gelegen sein, daß die Reparaturen minimiert werden und der Energieverbrauch so gering wie möglich ist, weil er die dann wenn Du mal ausziehst besser vermieten kann. Eins kommt noch hinzu, wenn man die Energieeinsparverordnung genau nimmt, dann muß er sogar auf eine Kombitherme verzichten, da sie Energie verschwendet! Dies nur mal als Diskussionsgrundlage.

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