neu verlegtes Laminat beult sich aus - unsere Rechte als Mieter?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dakönnt ihr von Glück sagen, dass ihr diesen Mangel bereits vor dem Einzug entdeckt habt. Hier handelt es sich offensichtlich um Pfuscharbeit. Da ist es mit Nachbessern nicht getan. Das wird unter erheblichem Aufwand komplett erneuert werden müssen. Der Vemieer muss für sämtliche Kosten in dem Zusammenhang aufkommen. Ob er das an seinen Lieferanten weiter leiten kann, ist sein Problem.

Ihr solltet den Vermieter SCHRIFTLICH in Verzug setzen. Eure Möbel müssen eingelagert werden, und ihr selbst braucht eine Unterkunft (zur Not im Hotel).

Pfusch wurde entweder beim Verlegen gemacht oder das Material selbst ist Pfusch. In jedem Fall gibt es eine Gewährleistung für beides, wobei wenn es nur am Verlegen liegt und der Eigentümer hat das selbst gemacht, hat er natürlich keinen Anspruch. Falls die Böden neu verlegt werden müssen, muss der Vermieter für das Abbauen, Rausräumen und danach wieder Aufbauen aufkommen. Wenn es Zimmer für Zimmer gemacht wird, ist wohl kein Hotel notwendig. Insofern ist von Euch auch eine Schadensminderungspflicht zu beachten.

richtig: zuerst den Vermieter informieren. Je nach dem, wie der drauf ist (mit privaten Vermietern kann man manchmal etwas "lockerer" sein), u.U. schriftlich und detailliert den Mangel beschreiben. Am Besten mit Fotos. In dem Schreiben auch darauf hinweisen, daß man sich eine Mietminderung in angemessener Höhe vorbehält. Wie hoch die sein kann, lasst Euch dafür beim Mieterverein beraten.

Hört sich an, als ob zu den Wänden zu wenig Platz gelassen wurde. Das passiert oft bei Laminat. Oft kann man mit einer Spezialsäge einen schmalen Streifen an Türschwellen heraussägen, dann legt sich das Laminat wieder. Hab' ich bei mir gemacht und hat super funktioniert.

Die Arbeiten vor unserem Einzug, als das Laminat nur an 1 Stelle hochkam, wurden mit diesen Streifen an der Türschwelle zum Schlafzimmer erledigt und dann mit diesen Tritt-Fußleisten verkleidet - hat ja aber offenbar nicht so wirklich geholfen.

Sehe ich auch so.

Es fehlen offenbar die Dehnungsfugen rundherum an allen Wänden, und in Türdurchgängen und an den Türzargen. Das läßt sich nachträglich durchaus vom Fachbetrieb herstellen. Allerdings müssen die Möbel zulasten des Vermieters von den Wänden abgerückt werden.

Meine Frage ist jetzt: Muss der Vermieter den Mangel beseitigen?

Selbstverständlich ist dieses offensichtlich nicht sachgerecht verlegte Laminat ein Mangel der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch, der behoben verlangt werden darf.

Wie soll das ablaufen wenn das Laminat sogar komplett neu verlegt werden muss? Wohin mit den ganzen Möbeln?

So weit sind wir dann doch nicht. Der Fallschilderung nach ist das Laminat IMHO lediglich ohne den erforderlichen Wandabstand verlegt und schiebt sich bei Ausdehnung durch höhere Luftfeuchtigkeit im Raum entsprechend hoch, was man dürch Kürzung an den Rändern mit einer Oszillations- oder besser noch Tauchsäge rel. einfach beheben könnte. Dafür müssen die Abschlussleisten entfernt und die Möbel in die Mitte gerückt werden, dass man etwa einen Meter von den Wänden entfernt arbeiten kann.

Können wir sogar Mietminderung verlangen?

Ja, wenn man denn auf die stundenweise eingeschränkte Nutzbarkeit einzelner Zimmer an ein, zwei Arbeitstagen angewiesen wäre, die sich im zweistelligen Eurobereich bewegen dürfte.

G imager761

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