Nebenkostenabrechnung ist das rechtens?

Nebenkostenabrechnung 2013 - (Mietrecht, Nebenkosten, Nebenkostenabrechnung)

11 Antworten

Das ist die Nebenkostenabrechnung, die der vermieter erhalten hat. Diese kann er nicht einfach an Dich weiterleiten. Es gibt Posten, die er selbst tragen muss, die Euch einfach nichts angehen.

Ja das ist meine Vermutung, aber ich brauche Fakten, deswegen frage ich die Community.

@Schakal1109

Dazu brauchst Du keine großartigen Fakten. Das, was im Mietvertrag steht, das gilt. Sollte da nichts wegen Nebenkostenabrechnung stehen, dann gilt natürlich die gesetzliche Regelung. Reich dem Vermieter einfach die Abrechnung zurück mit der Bitte, eine neue und richtige Abrechnung zu erstellen. Sollte sich der Vermieter nicht auskennen, muss er sich eben kundig machen.

Die Rechnung ist unwirksam, weil der Umlageschlüssel fehlt. Damit ist sie nicht erfolgt. Du bräuchtest zunächst von Rechts wegen nur schweigen. Sollte der V. auf Zahlung klagen, verliert er.

Muss man es soweit kommen lassen? Es wurden Kosten verursacht. Das ist klar. Klar ist auch, dass man als Mieter bezahlt, was man bezahlen muss. Deshalb muss man keine Tricks erfinden, um sich vor der Zahlungspflicht zu drücken und dem anderen auch noch unnötig Kosten zu verursachen.

Man sagt, was man beanstandet und bittet um eine korrekte Abrechnung. Das ist fair und nicht das Verschweigen und Geld zurück halten.

@bwhoch2

Danke!

Ich nehme an, ihr habt das ganze Jahr drin gewohnt. Zu den einzelnen Positionen:

Wie der Allgemeinstrom aufgeteilt wird, läßt sich der Abrechnung nicht entnehmen. Gleiches gilt für Wasser/Abwasser, Niederschlagswasser, Versicherung, Biomüll, Kabelfernsehgebühren, Grundsteuer, Winterdienst Garage. Bei einzelnen dieser Positionen läßt sich noch erahnen, dass nach Wohnfläche (Anteil der Gesamtwohnfläche) aufgeteilt wurde. Ob das rechtens ist, ergibt sich normalerweise aus dem Mietvertrag.

Bei Kabelfernsehen und Winterdienst Garage ist völlig unklar, wie die Kosten verteilt wurden.

Reparaturen dürfen normalerweise nicht umgelegt werden. Das müßte schon ganz besonders begründet werden und eine solche Begründung fehlt offenbar vollständig.

Die Kontoführungsgebühren für das Nebenkostenkonto dürfen nicht umgelegt werden. Wenn der Vermieter meint, er müsse dafür ein eigenes Konto führen, ist das sein Privatvergnügen.

Einzig die Position Wasser/Abwasser ist nach Verbrauch und nachvollziehbar.

Die Abrechnung ist aufgrund der fehlenden Angaben zur Verteilung formell nicht korrekt.

Du solltest sie dem Vermieter wieder zurück schicken mit der Bitte, nähere Angaben zur Verteilung zu machen, damit die Abrechnung für Dich nachvollziehbar ist. Weise ihn vorsorglich darauf hin, dass Du mit der Umlage der Reparaturen ohne nähere Angaben und mit den Kontoführungsgebühren nicht einverstanden bist, da diese nicht umgelegt werden dürfen. Somit besteht die Chance, dass Du im zweiten Anlauf doch noch zu einer korrekten Abrechnung kommst, die dann immerhin schon mal um rund 180 € günstiger ausfallen dürfte.

Mit welcher Vorschrift/ Gesetz lässt sich das argumentieren?

@Schakal1109

Der Betriebskostenverordnung

Porto/Telefon Putzmittel, Reparatur und Gebühren Nebenkosten-Konto sind nichtumlagefähige Kosten.

Argumentieren kannst Du mit § 1 der Bertriebkostenverordnung.

Außerdem fehlen Angaben zum Umlageschlüssel .

Gehe ich recht in der Annahme das es eine Eigentumswohnung ist?

Hier nachzulesen die Mindestanforderungen an eine formell korrekte Abrechnung.

Also wir sind die Mieter, die meisten Wohnungen gehören verschiedenen Eigentümer.

Wenn du nicht damit klar kommst, frage mal die anderen Mieter, bzw. den Vermieter. die Schrift ist ziemlich klein u. schwer zu lesen, ginge es etwas größer?

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