Nebenkostenabrechnung in Dachgeschosswohnung. Wieviel % dürfen berechnet werden?

5 Antworten

Hallo Juergenstade!

Deine Frage und deine Zweifel sind absolut verständlich, da dir trotz Dachschrägen die gleiche Wohnfläche als Berechnungsgrundlage zukommt, wie bei Wohneinheiten ohne selbige Besonderheiten. Insbesondere, weil - sofern im Mietvertrag nicht vereinbart - die Wohnfläche für die Nebenkostenabrechnung zugrunde gelegt wird. Anteilig zu der genutzten Fläche des Mieters werden dabei die verbrauchsabhängigen Betriebskosten aufgeteilt.

Die Flächenberechnung bei Dachschrägen regelt die Wohnflächenverordnung über ein eindeutiges Maß. Ab einer Raumhöhe von zwei Metern wird die volle Quadratmeter-Anzahl als Mittel genutzt, zwischen einem und zwei Metern Raumhöhe bezieht man von der Wohnfläche 50% mit ein und Flächen unter einem Meter Raumhöhe werden gar nicht bedacht.

Wenn du dir unsicher bist, ob deine Abrechnung richtig erstellt wurde, kannst du sie gerne von uns prüfen lassen. Schau dazu einfach auf unserer Seite vorbei: https://www.mineko.de/

Ich hoffe das hilft dir! Liebe Grüße, Josefine :)

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

leider sind alle bisher erfolgten antworten falsch. nach DIN 283 sind wohnflächen wie folgt anzurechnen (gemessen lichte höhe): bis 1 meter überhaupt nicht, 1 meter bis 2 meter 50%, ab 2 meter 100 %. dementsprechend sind nettomiete und nach wohnfläche umgelegte betriebskosten zu berechnen. ermittle also nach dieser vorgabe deine anrechenbare tatsächliche wohnfläche und prüfe ihre übereinstimmung mit deinem mietvertrag und der betriebskostenabrechnung. ich gehe davon aus, das du bisher zuviel gezahlt hast und nun erstattungsanspruch hast. bezüglich der nettomiete nur bei einer abweichung von mehr als 10%.

das gleiche hatte ich auch geschrieben

@Mismid

richtig, entschuldige bitte, dass ich das übersah.

eine präzise antwort, wie ich es von albatros gewohnt bin. allerdings hat er sich wohl von den vorrednern einlullen lassen und ist nur auf die berechnung der qm eingegangen. da der vermieter aber einen "billigen schlüssel" anzuwenden hat, wird meist nicht alles nach qm umgelegt. so nimmt man z.b. wenn keine uhren vorhanden sind für wasser und kanal gern die personenzahl, oder für die treppenreinigung die partei.

die so ermittelte qm-zahl ist auch für die miethöhe und mieterhöhungen maßgeblich.

@Obelhicks

hallo obelhicks, hast du übersehen, dass ich schrieb "nach wohnfläche umgelegte betriebskosten"?. natürlich heißt das im logischen umkehrschluss, dass für solche bk, die nach personen oder verbrauch abgerechnet werden, die wohnfläche nicht relevant ist.

ich muss mich dahingehend korrigieren, dass mit wirkung 1.1.2004 die wohnflächenverordnung vom 25.11.2003 in kraft getreten ist. damit findet die DIN 283 keine anwendung mehr. die angegebenen maße stimmen aber nach wie vor.

Abgerechnet wird immer nach Wohnfläche. Als Wohnfläche zäheln voll alle Grundflächen die mindestens 2 Meter Deckenhöhe haben, egal ob sie schräg sind oder nicht. Alle Flächen die zwischen 1-2 Meter Deckenhöhe haben werden zur Hälfte gerechnet. Alles unter 1 Meter Deckenhöhe gar nicht. Die Wohnfläche wird natürlich nur bei den Nebenkosten berücksichtigt die auch nach Wohnfläche abgerechnet werden. Es gibt ja auch verbrauchsabhängige Kosten oder Pauschalen nach Wohneinheiten (z.B Kabelkosten)

die wohnfläche ist dementsprechend geringer. Mit diesen m² wird die Abrechnung gemacht und das ist richtig

nicht nur die abrechnung, auch die berechnung der monatlichen vorauszahlungen für die entsprechenden bk-arten (z.b. versicherung etc.)

Sind die 50 qm die Grundfläche?

Entscheidend wäre die Wohnfläche.

Für die Wohnflächenberechnung gibt es Verordnungen, nach denen bis zu einem Meter Höhe nichts und zwischen einem und zwei Metern die Hälfte der Grundfläche berechnet wird. (Konkrete Zahlenangaben ohne Gewähr - mußt du nachgooglen.)

50 qm ist die grundfläche.

@Juergenstade

Ja, dann kannst Du schon mal die Nebenkostenabrechnung anzweifeln.

Welche Fläche steht denn im Mietvertrag?

Tatsächlich müssen alle quadratmeterbezogenen Nebenkosten mit der Wohnfläche berechnet werden.

Und wenn die Abweichung der Angabe im Mietvertrag zur tatsächlichen Wohnfläche erheblich ist, kann es sogar sein, daß Deine Quadratmeter-Nettomiete in den Bereich "Wucher" fällt.

Ich würde an Deiner Stelle mal mit den Unterlagen beim Mieterverein vorbeischauen. Das könnte sich womöglich lohnen.

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