Nebenkosten wann zahlen?

5 Antworten

Für ein Mehrfamilienhaus, ist eine unterjährige Abrechnung immer problematisch, da dann zum Zeitpunkt deines Auszuges in allen Wohnungen verbrauchsbezogene Daten, insbesondere Heizung betreffend, erfasst werden müssten. Es bleibt also bei der vereinbarten jährlichen Abrechnung, die natürlich einen im Verhältnis kürzeren Nutzungszeitraum beinhaltet. Wenn dein Vermieter ausschließlich nur Versicherung und Wasser abrechnen will und keine Heizkosten, dann ist das aber möglich. Die Wasserzähler können abgelesen werden, die Versicherung wird nach Wohnfläche dem Vermieter in Rechnung gestellt und kann demzufolge auch nur so auf den Mieter umgelegt werden. Hier kann ja unproblematisch zeitanteilig umgerechnet werden. Die Wasserpreise sind bekannt, Abwasser dito, Versicherungsbeiträge auch, so dass das Vorliegen von Jahresrechnungen diesbezüglich nicht von nöten sein dürfte. Du musst nur genau hinschaun, ob alles in Ordnung ist. Eventuell mit der vorjährigen Abrechnung vergleichen.

es gibt keine Vorjahresrechnung, es geht um sieben Monate, aufgelistet sind wasser abwasser oberfläcgenwasser vom gesamten Haus (610qm) ( ich wohnte in einem Anbau mit separaten Einang und hab mit dem haupthaus nichts zu tun ) Eine position mit Versicherung die durch Mietparteien gerechnet wir genauso wie Grundsteuer und Müll. Wasserpreise und Abwasser sowie Versciherungskosten sind dort nur aufgelistet nachgewiesen ist dort nichts.

Wenn ich dich richtig verstehe, hast du (noch) keine Abrechnung erhalten, demzufolge wäre abzuwarten und dann zu reagieren. Sollte aber doch eine „Abrechnung“ in der Form vorliegen, wie du sie beschreibst. bzw. es zu verstehen ist, dann wäre diese schlichtweg ein Schmarrn und deshalb nicht erfolgt, weil sie formal nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Du kannst dazu googeln und dich schlau machen. Ich will das nicht alles zum zigsten male wieder aufzählen. Oder schau in meinem über tausendfachen Antworfundus nach. Auf alle Fälle gegen die Abrechnung Einspruch einlegen, mit dem Hinweis, dass sie nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht und auf keinen Fall einer Nachzahlungsforderung nachkommen.

Die Abrechnung der Betriebskosten beinhaltet sämtliche im Abrechnungszeitraum angefallenen Kosten und muss alle abrechnungsrelevanten Umstände berücksichtigen. Von daher ist eine Abrechnung vor Ablauf des Abrechnungszeitraums kaum denkbar. Meines Wissens ist auch die eigene Abrechnung von umlagefähigen Positionen rechtlich nicht zulässig, wenn kein Abrechnungsbeleg dazu vorliegt. D. h.: Der Vermieter darf Wasser oder Müll etc. nicht selbst berechnen, denn das tatsächliche Aufkommen der Forderung ist maßgebend und wird durch einen Beleg dokumentiert. Es ist unzweifelhaft, dass der Vermieter in aller Regel durchaus in der Lage ist diese Kosten selbst zu berechnen. Formell ist dieses aber nicht zulässig. Darüber hinaus könnten auch Umstände eintreten, die bei der Berechnung zu berücksichtigen wären (z. B. Unterzähler weicht von Verbrauch lt. Hauptzähler innerhalb zulässiger Toleranz ab). Gruß, peuteneuer von ObjektV

Nachsatz: Wenn eine in diesem Sinne formell ordnungsgemäße Abrechnung vorliegt, ist eine Nachzahlung nach Verstreichen einer angemessenen Prüfungsfrist (maximal 1 Monat) fällig, ein Guthaben des Mieters sofort. Soweit Beanstandungen bestehen, kann der Mieter die Nachforderung in Höhe des streitigen Kostenanteils zurückhalten. Der Mieter hat das Recht, beim Vermieter die der Abrechnung zugrunde liegenden Original-Belege

normal muß man wenn man die rechnung bekommt 14 tage danach überweisen. mein vater ist auch vermieter, und mit ihm kann man reden... wenn du nicht so flüssig bist, geh zu dem vermieter hin und sag ihm das und ob dus auf raten zahlen kannst. das machen die dann schon. ein vermieter ist auch nur ein mensch. ja die kosten werden per qm und verbrauch gezahlt ich glaube 50 zu 50. das hat auch alles seinen sinn. denn wenn du zb heizt und der über dir nicht, dann zieht es dir die ganze wärme raus und der über dir provitiert dann von deinem heizen. da gibt es bestimmte berechnungen wieviel außenwände und wieviel wände zu anderen wohnung usw. ist ziemlich kompliziert. lg chrissi

Stimmt nicht.
Zur Überprüfung der Nebenkostenabrechnung hat der Mieter anschließend 12 Monate Zeit, § 556 Abs.3 S.5 BGB. Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten, § 556 Abs.3 S.6 BGB. Zudem müssen die vom Mieter erhobenen Einwendungen ausreichend bestimmt und konkret sein. Zu beachten ist aber, dass die Nebenkostenabrechnung nicht erst nach Ablauf dieser 12 Monate zur Zahlung fällig ist, sondern gemäß § 286 Abs.3 BGB bereits 30 Tage nach Zugang.
http://www.anwalt-mietrecht.de/aktuelles/fristen-bei-nebenkostenabrechnungen.html

genau

Nachzahlung und Erhöhung der Nebenkostenpauschale

Ich sitze hier in meiner Studentenbude (200 Euro kalt, + 50 Euro NK-Pauschale) und ärgere mich über eine vom Vermieter geforderte Nachzahlung (360 Euro) auf die Nebenkosten für das Jahr 2012, und die entsprechende Erhöhung der NK-Pauschale um 30 Euro für die Zukunft. Die Abrechnung an sich ist sauber (mit Kopien und Rechenweg, usw).

Wortwörtlich steht im Vertrag:

§ 3 Miete, Nebenkosten, Zahlungsweise

3.1 [...] (betrifft nur die Höhe der "Kaltmiete" sowie der "Pauschale für Betriebskosten und Strom" in Zahlen)

3.2 Der Mieter hat neben der Miete die Betriebskostenpauschale vereinbarungsgemäß zu tragen.

3.3 Die Betriebskostenpauschale ist der ermittelte Durchschnittswert. Der Vermieter kann nachträglich keinerlei Nachzahlung diesbezüglich vom Mieter einfordern. Im Gegenzug verzichtet der Mieter auf eine eventuell anfallende Rückzahlung bei Geringverbrauch.

3.4 Miete und Betriebskostenpauschale sind vom Mieter monatlich im Voraus und zwar spätestens am dritten Werktag zu entrichten.

3.5 (betrifft nur die Kto.-Verbindung)

Das war's.

Hat mein Vermieter da irgendeinen Hebel?

Nebenbei, mein Vermieter tut mir leid. Das soll's geben. Die ursprüngliche Pauschale scheint fair gewesen zu sein, und er ist auch sonst ganz zuvorkommend. Die Kostenexplosion ist wohl gänzlich auf einen anderen Mieter zurückzuführen (natürlich hat das niemand schwarz auf weiß); ich bin fast 4 der 12 Monate überhaupt nicht in der Wohnung gewesen und verbrauche auch generell eher wenig. Ich würde auch der Erhöhung zustimmen (und dann bald ausziehen), allerdings kann ich die Rückzahlung auf keinen Fall aufbringen.

(Nebenbei: Wenn der VM eine Abrechnung vorlegt, kann man dann überhaupt noch von einer Pauschale sprechen? Die Pauschale soll ihn doch gerade von den Abrechnungen und dem Einsichtsrecht des Mieters in die Rechnungen entbinden. Nicht?)

Um eines nochmal rauszustellen, weil bei ähnlichen Fragen immer nachgehakt wird: Nein, es steht sonst absolut nichts zu den Nebenkosten im Vertrag.

Vielen Dank im Voraus

...zur Frage

Mieter und Vermieter erkennen Nebenkostenabrechnung nicht an: Was darf alles geändert werden?

Eine etwas komplexere Frage zum Mietrecht. Wäre sehr froh wenn jemand die verzwickten Sachverhalte etwas beurteilen könnte. Ich selber versuche eine Zwist zwischen zwei Freunden von mir zu schlichten, ich war es der das Mietverhältnis vermittelte :/

Kurz vor Jahresfrist wurde die Nebenkostenabrechnung raus gegeben.

Im Gegensatz zum Vorjahr hat der Vermieter, ohne Rücksprache, einige Faktoren und Kostenstellen (in Summe sehr zum Vorteil des betreffenden Mieters) geändert.

Der Mieter hat Unstimmigkeiten in der Abrechnung erkannt und daher ein Klärungsgespräch gefordert.

Dem Vermieter gestand den Fehler ein. Weiter fiel ihm auf, dass da mehere Fehler in der Abrechnung waren. Falsche Faktoren, falsche Summen So hat der Vermieter die Abrechnung in mehreren Punken überarbeitet.

Hier ein grobes Beispiel mit frei gewählten Zahlen und Posten, zur Veranschaulichung

Wohnblock mit 5 Wohnungen ABRECHNUNG (Vorjahr) gesamt Vorhaltekosten Heizung: 800 € / Jahr (pro Wohnung 160 €) gesamt Vorhaltekosten Warmwasser:: 500 € / Jahr (pro Wohnung 100 €)

ABRECHNUNG (aktuelles Jahr, nach Fläche, betreffende Wohnung habe halbe Größe der übrigen, also 1/9)

gesamt Vorhaltekosten Heizung: 800 € / Jahr (kleine Wohnung 88,89 €) gesamt Vorhaltekosten Warmwasser: 500 € / Jahr (kleine Wohnung 55,56 €)

ABRECHNUNG (wie Vermieter es eigentlich dieses Jahr machen wollte)

gesamt Vorhaltekosten Heizung: 800 € / Jahr (kleine Wohnung 88,89 €) gesamt Vorhaltekosten Warmwasser: 500 € / Jahr (pro Wohnung 100 €; da der Warmwasserbedarf nicht zwangsläufig von der Wohungsgröße abhängt)

Also insgesamt hat die Rechnung sich in mehreren Punkten geändert. Die einzelnen Rechnungen kann der Vermieter vorlegen, die Aufteilung, welche in der ersten Neuerung sehr zum Vorteil des Mieters war, hat sich wiederum geändert.

Kann der Mieter darauf bestehen die Korrekturen nur einseitig, also zu seinen Gunsten, durchführen lassen?

Laut eines Gerichturteils kann der Vermieter einen Fehler in der Abrchenung innerhalb einer Jahresfrist nach Ende der Abrechnungsperiode ändern (siehe Link). In diesem Fall sei die Jahresfrist seit Neujahr abgelaufen. Läuft der Mieter durch das nicht anerkennen der ersten Abrechnung Gefahr die Änderungswünsche des Vermieters trotz Fristablauf auch hinnehmen zu müssen?

Leider sind beide Seiten plötzlich recht Stur und vermuten vom anderen jeweils nur das schlechteste. So hoffe ich mit sachlichen Argumenten im Einzelgespräch meine Freunde etwas beruhigen zu können.

http://ratgeber.immowelt.de/wohnen/recht/urteile-mietrecht/nebenkosten/artikel/artikel/vermieter-kann-betriebskostenabrechnung-nachtraeglich-korrigieren.html

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?