Nebenkosten Eigentumswohnung

5 Antworten

Da ihr die Eigentumswohnung gekauft habt seid ihr in einer Mitglied in einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Die Eigentümer haben sämtliche Kosten zu tragen, auch z.B. die Haftpflicht, Schornsteinfeger, Wartungen für Heizung, Fahrstuhl usw., Gebäudeversicherung, Kosten für Wärmemengen und Wasserzähler, Eichkosten, Kosten für Gartenpflege, Winterdienst, Treppenhausreinigung, Verwalterkosten usw.

Die durchschnittlichen Nebenkosten betragen in Deutschland pro qm zwischen 2,- und 3,-€ monatlich, und zwar unterschiedlich je nach Region und persönlichem Verbrauch.

Allerdings ist es bei einer WEG sinnvoll Instandhaltungsrücklagen von Beginn an zu bilden. Zusätzlich zu den Nebenkostenvorauszahlungen von monatlich ca. 230,-€ (nach der Wohnungsgröße von 115,-€) könnten noch der gleiche Betrag für die Rücklagen anfallen.

Am Ende des Abrechnungszeitraums kann es dann auch zu Nachzahlungen kommen.

sorry meinte natürlich 115 qm - nicht €.

ok danke. aber 230 nur für rücklagen ist schon etwas sehr hoch denke ich..

@user1781

Nemissis rechnet sehr gut - zu gut.

Das könnte schon passen mit EUR 270 am Anfang. Ich würde an Ihrer Stelle aber noch etwa 20- 30 EUR monatlich zusätzlich beiseite legen, als private Instandhaltungs- Rücklage für Dinge, die irgendwann in der Wohnung (Ihr Sondereigentum) anfallen könnten - für Reparaturen in Bad/Küche/Toilette - da geht es nach ca 5-8 Jahren los mit tropfenden Wasserhähnen, erneuerungsbedürftigen Silionfugen... Nach 5-8 Jahren sollte die Eigentümergemeinschaft auch die Instandhaltungsrücklage (für das Gemeinschaftseigentum) erhöhen. Für den Anfang ist der genannte Betrag allerdings auch für Neubau mit 2 EUR/m² Jahr recht niedrig. Ich würde empfehlen, mit EUR 0,30/m²-Wohnfläche/Monat (entspricht EUR 3,60 m²/Jahr) einzusteigen, und diesen Betrag schrittweise nach 5-8 Jahren auf bis zu EUR 1,00 pro m² anpassen. Aber das sollte dann der Verwalter der Wohnanlage bei der Erstellung der Wirtschaftspläne den Eigentümern auf den Eigentümerversammlungen vorschlagen.

@babslouise

findest du meine Kosten die ich genannt habe realistisch.

bin nämlich echt überrascht das der Bauträger mal sagte mit so ca.250 könnte man hinkommen und nun schreiben mir mache das es 400 werden kann. da denkt man dann halt das der BT einen übers Bein legen wollte...

ich hoffe auch das wir so mit 270 hinkommen könnten und die Rücklagen sich halt im Laufe der Zeit etwas erhöhen dann ja....

Aber Strom , wasser , Heizung , Fahrstuhl usw. müsste doch ca. passen wie ich es beschrieben habe.

was man für Putzfrau und Hausmeister zurücklegt kann ich ganz schwer einschätzen...

danke schon mal...

Ihr werdet mit Sicherheit bei ca. €250-€290 landen.

Es ist ein etwas kleiners Haus. Was mir völlig schleierhaft ist, dass Ihr den Aufzug mitbezahlen sollt als EG-Bewohner, es sei denn der Fahrstuhl fährt in die Tiefgarage. Da hat jemand die Betriebskosten für den Aufzug schönschreiben wollen.

Leider ist eine Pelletheizung etwas kostenintensiver als es einem verkauft wird. Rücklagen fängt man meist mit €0,25/qm an und später erhöht die WEG diesen Posten meist auf mind. 0,5€/qm.

Pass bitte bei dieser Heizungsart auf. Fußbodenheizung ist dann wiederum gut, weil die mit Niedrigtemparatur arbeitet.

Du müsstest aber auch einen Wirtschaftsplan bekommen haben.

Hat man Ihnen nicht die Abrechnungen der beiden letzten Jahre und den aktuellen Wirtschaftsplan aus Anlaß des Erwerbs vorab zur Verfügung gestellt, wie das üblich ist? Ansonsten sprechen Sie den Verwalter darauf an. Hier kann Ihnen niemand etwaqs über die Kostenstruktur einer völlig unbekannten WEG berichten! Gleiches glt übrigens für die zur Verfügungstellung der Versammlungsprotkolle der beiden letzen Jahre, damit sie wissen, auf was Sie sich da eingelassen haben!?! - Ein Blick in die Teilungserklärung der Geminschaft dürfte auch nicht schaden! Sie scheinen da ganz schön "blauäugig" an die Sache herangegangen zu sein; bleibt zu hoffen, dass Sie hinsichtlich der Kosten keine üble Überraschung erleben!?!

Hier findest Du einen Hausgeldspiegel. Der ist von 2006. Das durchschnittliche Hausgeld lag damals bei 2,60 bis über 4 pro m² im Monat.

Das seid dem nichts billiger geworden ist weißt Du sicher selbst.

http://www.wohnen-im-eigentum.de/service/Hausgeld_transparent.html

Die Grundsteuer ist übrigens nicht im Hausgeld enthalten. Die muß jeder Eigentümer separat zahlen.

ok danke. dort steht aber auch das die kostengünstigste bei neubauten und unter 10 einheiten (wie bei uns) sind.

aber was ist im hausgeld berechent ? komplett alles außer strom ?

@user1781

Hausgeld = Betriebskosten (wie sie ein Mieter auch zahlen würde) aber ohne Grundsteuer und wenn eine Etagenheizung in der Wohnung ist, auch ohne Heizkosten + Verwaltungskosten und Rücklagen für Instandhaltungen/-setzung am Gemeinschaftseigentum.

Und natürlich auch ohne Rücklagen für Instandhaltungen/-setzung an/in der Wohnung selbst.

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