Nebenjob mit Hartz4?

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Wenn du mit deinen Eltern zusammen lebst hast du zumindest auch einmal ALG - 2 bezogen, es müsste dann bei der Anrechnung von deinem Einkommen erst einmal geklärt werden wie alt du bist, was deine Eltern an Warmmiete zahlen müssen, was du an Brutto und Netto Vergütung bekommst und wie viel du dann mit deinem Nebenjob monatlich tatsächlich an Brutto und Netto ausgezahlt bekommst !

Es könnte also bei guter Vergütung schon sein das du auch als unter 25 jähriges Kind nicht mehr zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Eltern gehörst, weil du deinen Bedarf schon aus eigenem anrechenbaren Einkommen decken kannst.

Deine Eltern würden dann also ggf.jetzt schon keine Leistungen mehr für dich bekommen und du zahlst jetzt schon selber an deine Eltern.

Ab 18 unter 25 stünde dir dann min.erst einmal dein Regelbedarf für den Lebensunterhalt von derzeit 339 € zu und dazu kommt dann min.noch 1/4 der Warmmiete, weil ihr ja 4 Personen im Haushalt seid, dass wäre dann dein Kopfanteil von der Warmmiete.

Mal angenommen deine Eltern würden 800 € zahlen bzw.mal vom Jobcenter bekommen haben, dann läge der Kopfanteil bei jeweils 200 € und dazu kämen dann min.noch deine 339 € Regelbedarf, dein Bedarf würde dann bei min.539 € im Monat liegen.

Unter 25 bekommen deine Eltern derzeit fürs 1 und 2 Kind jeweils 194 € und ab Juli dann jeweils 204 € Kindergeld, dass Kindergeld ist solange dein Einkommen, solange du es selber noch zur eigenen Bedarfsdeckung benötigst.

Auf deine Brutto Vergütung / Einkommen kannst du Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll geltend machen, dass wären zunächst 100 € Grundfreibetrag, ab 100 € - 1000 € Brutto kommen 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto 10 % an Freibetrag dazu.

Angenommen du hättest jetzt eine Brutto Vergütung von 600 € und würdest als Single mit Steuerklasse 1 um die 478 € Netto aufs Konto bekommen, dann stünden dir auf die 600 € Brutto ein Freibetrag von 200 € zu, diese würden vom Jobcenter theoretisch von deinen ca.478 € Netto Vergütung abgezogen und würden ca.278 € anrechenbares Erwerbseinkommen ergeben.

Zu diesen ca.278 € anrechenbaren Erwerbseinkommen käme das Kindergeld von 194 €, dann läge das gesamte anrechenbare Einkommen bei etwa 472 €.

Bedarf angenommen bei 539 €, davon gingen dann diese 472 € ab, es bliebe ein ungedeckter Bedarf von ca.67 € und diesen würden deine Eltern dann noch als Aufstockung für dich bekommen, in diesem Fall würdest du noch zur BG - deiner Eltern gehören, weil du deinen Bedarf noch nicht aus deinem anrechenbaren Einkommen decken könntest.

Deine Eltern hätten dann das volle Kindergeld von 194 € noch zur Deckung deines Bedarfs voll zur Verfügung und würden ja auch noch diese ca.67 € Aufstockung für dich bekommen, hätten dann also um die 260 € für dich zur Verfügung, damit könnten sie schon mal deinen Kopfanteil der Warmmiete von angenommen 200 € zahlen und deinen Kopfanteil für den normalen Haushaltsstrom und hätten ggf.noch ein paar Euro übrig die sie z.B. für Lebensmittel für dich verwenden könnten.

Dann hättest du deine ca.478 € Netto Vergütung und müsstest ihnen dann z.B. noch einen angemessenen Betrag für deine Lebensmittel ( Kostgeld ) geben oder dich ggf.dann alleine versorgen.

Was übrig bleibt ist dann deine !

Würdest du nun angenommen zu deinen 600 € Brutto Vergütung im Monat noch 400 € Brutto verdienen und diese auch ohne Abzüge auf dein Konto bekommen, dann würden diese 400 € Brutto zunächst zu deinen 600 € Brutto Vergütung addiert, denn du würdest deine Vergütung + Lohn aus deinem Nebenjob ja im selben Monat auf dein Konto bekommen, deine Vergütung in der Regel am Ende des Monats und den Lohn aus dem Nebenjob angenommen Mitte des Monats.

Hier gilt dann das sogenannte Zuflussprinzip, also Einkommen wird im Monat des Zuflusses auf den Bedarf angerechnet.

Du hättest dann angenommen 1000 € Brutto, darauf stünden dir dann 280 € an Freibetrag zu, bekommst du dann deine 400 € aus dem Nebenjob Netto auf dein Konto, dann hättest du angenommen deine 478 € Netto Vergütung + 400 € aus dem Nebenjob = ca.878 € Netto gesamt.

Zu diesen ca.878 € kämen die 194 € Kindergeld = ca. 1072 € und davon gingen deine 280 € an Freibetrag ab, es blieben dann angenommen noch um die 792 € anrechenbares Gesamteinkommen übrig.

Von diesen ca.792 € ginge dein angenommener Bedarf von 539 € ab, es blieben dann ca.253 € die du zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würdest, da aber außer dem nicht mehr benötigtem Kindergeld, welches du zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würdest kein Einkommen von dir auf den Bedarf der übrigen BG - angerechnet werden darf, würde also nur das Kindergeld wieder zum Einkommen eines Elternteils und auf den Rest der BG - dementsprechend angerechnet.

Wenn also angenommen deine Mutter dein Kindergeld bekommt und sonst kein weiteres Einkommen hat, auf das sie schon Freibeträge geltend macht, dann könnte sie vom Kindergeld das als sonstiges Einkommen gilt min.30 € Versicherungspauschale in Abzug bringen.

Es würden dann statt 194 € max.164 € als Einkommen auf den Rest der BG - angerechnet, sie würden dann max.164 € weniger für den Rest der BG - bekommen, hätten aber durch dein Kindergeld auf keinen Fall weniger, evtl.sogar min.diese 30 € mehr und du würdest nicht mehr zur BG - gehören.

Nun könnte also vom Kindergeld nichts mehr für deinen Bedarf verwendet werden, du hättest dann also angenommen deine 478 € + 400 € = 878 € und zahlst dann deinen Kopfanteil der Warmmiete, Strom usw.und ggf.angemessenes Kostgeld selber an deine Eltern und das was du übrig hast ist deine.

Danke dir für deinen Stern !

wenn gekürzt wird - dann die Leistungen für Dich an Deine Eltern - wenn Du überhaupt noch zur Bedarfsgemeinschaft gehörst und nicht durch Dein Ausbildungseinkommen schon rausgefallen bist

Da beide Eltern von ALG II leben und du noch zuhause wohnst, wird soweit ich weiß, der Verdienst vom Minijob angerechnet und dir bleibt am Schluss noch ein Freibetrag von 100,00€ übrig.

Vllt. stöberst du hier mal durch und wirst fündig, oder stellst deine Frage hier:

https://www.hartziv.org/

Soweit Du nur diese 400 Euro verdienen würdest - also keine Ausbildungsvergütung erhältst, so wären die ersten 100 Euro anrechnungsfrei, von jedem darüber hinausgehenden Euro düftest Du weitere 20 Prozent anrechnungsfrei behalten.

Bekommst Du Auszubildendenentgelt stellt sich die Frage - wie hoch ist dieses - brutto !!

160 euro sind anrechnungsfrei. 240 euro werden von deinem bedarf abgezogen, die du an deine eltern zahlst in form von anteile miete, strom, lebensmittel,.

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