Nachbarn beim Jugendamt melden. Tipps?

5 Antworten

Vielleicht bietest Du dem Vater mal Deine Hilfe an, damit der Vater mal aus der Wohnung ohne Kind heraus kommt. Wahrscheinlich ist der Vater nervös und das überträgt sich dann auf das Kind. Aber vom Jugendamt würde ich abraten, dass Kind ist nicht gefährdet.

Eine anonyme Anzeige ist so "hintenrum" und unterstellt dem Vater praktisch eine Böswilligkeit, so dass ihm eine Kontrolle ins Haus geschickt wird.

Hilfreicher wäre es, wenn du dich darüber informieren könntest, wie überforderte Eltern von sich aus Hilfe anfordern können, und dem Vater dann einen Hinweis geben würdest. Dann könnte er selbst entscheiden und sich an eine Institution wenden.

Wie du selbst schreibst, hast du einen guten Draht zu dem Mann, warum willst du ihn dann anonym anschwären? Mach ihn darauf aufmerksam, dass er Hilfe bekommen kann (Krankenkasse) und biete ihm deine Hilfe an.

Wie wäre es denn, wenn du dich erstmal mit dem Vater darüber unterhälst, ob er nicht Unterstützung brauchen könnte? Und ob er nicht selber beim Jugendamt nachfragt, wie die seine Familie unterstützen können? Offenbar bist du ja nah genug dran, um mitzubekommen, was genau da läuft.

Das hilft dem Kleinen wahrscheinlich mehr, als wenn du da jetzt anonym was meldest. Was genau soll denn das Jugendamt dann tun? Was erwartest du davon? Sollen die dann hingehen und sagen "so geht das aber nicht, die Mutter muss gefälligst wieder gesund werden, Sie sind uns als unfähiger Vater gemeldet worden?"

Ja das ist es ja eben, ich weiß nicht was ich da erwarten kann. Deshalb frag ich ja lieber erstmal hier die Leute. Ich hab so was auch noch nie getan. Aber ich kann ja erst noch mal mit ihm reden.

Bitte IMMER DARAN DENKEN dass es um hilflose kleine Menschen,--Kinder!-- geht. Vielleicht wäre zweigleisig fahren gut. Erstens SELBST Hilfe anbieten undzweitens tatsächlich melden, denn das Jugendamt nimmt ja Kinder nicht einfach weg sondern bietet weitere Hilfe an. Bei "wellcome-online.de" werden übrigens nachbarschaftliche Hilfen für Eltern fast umsonst angeboten, das mehrmals in der Woche jemand für wenige Stunden kommt und hilft. (5,- die Stunde, die aber auch ersetzt werden können. ) Die Krankenkasse gibt bei Krankheit der Mutter bestimmt auch für eine Haushaltshilfe Zuschüsse.

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