nach konto-und gehaltspfändung...

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Bei einer Kontopfändung ja, bei einer Gehaltspfändung nein.

Der Arbeitnehmer kann grundsätzlich bestimmen auf welches Konto er sein Arbeitsentgelt überwiesen haben will. Die Kontopfändung geht den Arbeitgeber ja auch nichts an. Bei einer Kontopfändung kann man natürlich ein P-Konto einrichten, dann gibt es einen Pfändungsfreibetrag auf den Konto.

Anders die Gehaltspfändung. Hier wird quasi an der Quelle gepfändet, d.h. der Arbeitgeber muß den gepfändeten Betrag an das Gericht oder den Gläubiger abführen.

Deine Antwort widerspricht sich.

Denn wie du richtig sagst, wird der pfändbare Betrag des Arbeitseinkommens vorab an den Gläubiger abgeführt. So kann es dem Arbeitgeber ebenfalls egal sein, auf welches Konto er den nicht pfändbaren Betrag überweist. Besteht der Schuldner darauf, den unpfändbaren Betrag auf ein anderes Konto als das P-Konto zu überweisen, schneidet er sich damit nur ins eigene Fleisch.

Nein, das darf er nicht - jedenfalls nicht, wenn er von der Kontopfändung weiß. Denn sonst macht er sich wegen Beihilfe zur Vereitelung der Zwangsvollstreckung strafbar (§ 288 StGB).

Ja, das darf er. Aber da du im aktuellen Fall auch eine Einkommenspfändung erwirkt hast, bringt ihm das nicht viel.

Ja aber das bringt ihn überhaupt nichts weil die neue Bank für das neue konto auch sofort eine Mitteilung über die Pfändung erhält ^^ (die geht vorsorglich an JEDE Bank. Pech gehabt) Wandle dein Konto in ein Pfändungsschutzkonto um. Das "auf Konto von Bekannten" ist übrigens strafbar

an jede bank? das kann ich mir gar nicht vorstellen, wieso sollte das gericht an JEDE bank den PfÜb schicken?

@Maloiya

immerhin wurde im antrag auch nur eine bank genannt?

@Maloiya

ich formuliers nochmal ganz korrekt - die ziehen die Schufa und lassen sich melden wieviele Girokonten du hast und bei welcher Bank. Und die Schufa meldet ihnen dann nach wenn noch andere Girokonten hinzugekommen sind (deswegen meinte ich "die neue Bank erhält auch sofort eine Mitteilung", das vorsorglich hatte da net reingehört) Also hast du keine Chance dass du "hinterrücks" an das Geld rankommst. (bei Sparkassen und Volksbanken ist es nicht die Schufa, sondern eine andere Auskunftei, die Namen von denen weiß ich nicht aber die machen ebenso solche Nachmeldungen)

@angeliclocket

Das ist Unsinn. Selbst wenn die Banken das tun würden (was ich nicht weiss, weil ich nicht aus diesem Sektor komme) würde sich die Kontopfändung nicht automatisch auf das neue Konto erstrecken und müsste vom Vollstreckungsgericht (auf Antrag) ausgesprochen werden.

@angeliclocket

deswegen meinte ich "die neue Bank erhält auch sofort eine Mitteilung", das vorsorglich hatte da net reingehört

Die neue Bank erhält keine Mitteilung, wird aber in der Regel eine Auskunft bei der Schufa einholen und sehr wahrscheinlich die Eröffnung des Kontos dann schlicht ablehen.

Sollte allerdings ein neues Konto eröffnet werden, erstreckt sich die Pfändung nicht auf dieses Konto. ein PfÜb gilt nämlich immer nur gegenüber einen Drittschuldner.

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