Nach Fahrerflucht Anzeige fallen lassen bzw. nicht aussagen und den Schaden privat klären?

7 Antworten

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Du musst unterscheiden:

Zivilrecht:
Hier geht es nicht um irgendwelche Straftaten. Ob du deinen Schaden ersetzt bekommst, hat mit der Fahrerflucht nichts zu tun. Der Schaden ist schließlich nicht durch die Fahrerflucht, sondern durch den Unfall vorher.
Die Versicherung des anderen müsste auch dann zahlen, wenn von einer Fahrerflucht nicht die kleinste Spur wäre. Es geht bei der Zahlung deines Schadens nur um den Unfall selbst, nicht um die Fahrerflucht.
Wahrscheinlich gibt es einen Unfallbericht, der von der Polizei ausgefüllt wurde. Dieser ist die Grundlage dafür, dass du den Schaden ersetzt bekommst, denn damit kannst du nachweisen, dass der andere den Schaden verursacht hat.

Strafrecht:
Eine völlig andere Seite ist die des Strafrechts.

1. Ob du den anderen angezeigt hast wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, § 142 StGB, ist egal. Eine Anzeige ist lediglich eine Benachrichtigung an die Polizei (oder Staatsanwaltschaft oder Gericht), dass eine Straftat vorliegt. In deinem Fall musstest du nicht einmal Anzeige erstatten, denn die Polizei war ja sowieso da und muss daher ermitteln.
Eine Anzeige kann daher nicht zurückgezogen werden!
Hat die Staatsanwaltschaft einmal von einer möglichen Straftat erfahren, dann muss sie ermitteln. Du kannst hier nichts mehr tun.

2. Wenn du von der Polizei zu einer Zeugenaussage aufgefordert wurdest, dann brauchst du auf diese Ladung nicht zu reagieren. Zur Polizei muss man nicht gehen! Du kannst also ohne weiteres die Vorladung der Polizei ignorieren.

3. Natürlich kannst du der Polizei auch deine Version erzählen. Aber das müssen sie dir ja nicht glauben. Außerdem hat, wie oben bereits erwähnt, die Tatsache, wie ihr das zivilrechtlich klärt, absolut nichts mit der Straftat zu tun.

4. Falls es gegen diesen Mann doch zu einer Anklage und Gerichtsverhandlung kommt, dann musst du a) zur Gerichtsverhandlung gehen, wenn du vorgeladen wurdest, b) musst du auch aussagen, was du zur Sache weißt (und auch hier wird es den Richter nicht interessieren, wie ihr das mit dem Schaden regelt), und du musst c) die Wahrheit sagen. Wenn du nicht die Wahrheit sagst (völlig egal, ob das zu deinem Vorteil oder Nachteil ist), dann machst du dich wegen Falschaussage (§ 153 StGB) strafbar!

FAZIT: 

Ja, du kannst Geld von der Versicherung des anderen bekommen, auch wenn die Sache von der Staatsanwaltschaft eingestellt wird. Die Ermittlungen beziehen sich schließlich auf die Tat des Kerls nach dem Unfall, und nur der Unfall ist für die Versicherung von Belang. Ob der Kerl hinterher noch über 20 rote Ampeln gefahren ist, 3 Menschen übern Haufen gefahren oder auch eben Fahrerflucht begangen hat, ist denen im Prinzip egal, es ist für die Schadensregulierung nicht von Belang. Allerdings kann die Versicherung natürlich auf die Idee kommen, nicht zu zahlen, mit dem Argument, die Einstellung der Strafsache zeige ja, dass ihr Versicherungsnehmer gar keinen Unfall begangen habe. Das sollte zwar mit dem Unfallbericht widerlegbar sein, aber dann hast du dich unter Umständen mit etwas mehr Papierkram und hin und her rumzuplagen.

Zu deinem Entschluss, was du der Polizei erzählen willst: Sage immer die Wahrheit - vor allem vor Gericht und der Staatsanwaltschaft. Denn dort machst du dich strafbar, wenn du nicht die Wahrheit sagst.

Der springende Punkt ist, ob die Polizei nur aufgrund Deiner Anzeige handelt, oder ob sie im öffentlichen Interesse agiert. Im ersten Fall wäre die Rücknahme Deiner Anzeige zielführend, im zweiten Fall nicht.
Fahrerflucht ist idR ein Sache des öffentlichen Interesses, so dass ich ohnehin wenig Chancen sehe.

Ruf doch einfach mal bei der Polizei an und frag nach, wie das gehandhabt wird.
Im Zweifel kannst ja immernoch "positiv" für ihn aussagen, dabei aber bitte nicht lügen.
Ein "grundsätzlich kann es schon sein, dass er es wirklich nicht gemerkt hat" ist nicht gelogen, und entlastet ihn möglicherweise.
Allgemein wäre ich da aber sehr vorsichtig: Er wollte Dir das Ding anhängen, das ist nicht unbedingt die feine englische Art.

Die Zivilrechtliche Angelegenheit (Deinen Schaden) könntest Du natürlich außergerichtlich klären und Deine Anzeige (sofern Du eine gemacht hast) zurückziehen.

Fahrerfluch ist allerdings ein Straftatbestand. Der hat nichts mit Dir zu tun, sondern es ermittelt in diesem Fall die Staatsanwaltschaft (salopp ausgedrückt wird der Verursacher vom Staat angeklagt). Da kannst Du gar nichts machen.

Wenn der Unfallgegner glaubhaft versichern kann, daß er vom Unfall keine Kenntnis hatte, wird das sicher glimpflich ausgehen.

Ein Kollege von mir hat mal mit einem LKW einen Menschen überfahren und das nicht mitbekommen. Aufgrund eines Versuchs konnte nachgewiesen werden, daß dies gut möglich ist; dem Fahrer ist nichts passiert (außer einem Schock fürs Leben).

Also, unserer Staatsanwaltschaft hier nimmt gerne ein Zahlung von so rd. 100 bis 200 EUR und gut ist.

Der Schaden wird natürlich ohne Versicherung geordnet, denn die stuft zurück und nimmt bei solchen Taten Regreß und somit kann der VN gleich selber bezahlen und erspart sich die Rückstufung.

Erstens bist du verpflichtet, die Wahrheit zu sagen.

Außerdem, solltest Du die Aussage verweigern, könnte man dir evt. sogar daraus einen Strick drehen, denn dann liegt der Verdacht nahe, dass du den Unfall verursacht hast.

Auch darf man ein Fahrzeug nicht grundlos verfolgen, was du ja auch getan hast.

Auch darf man ein Fahrzeug nicht grundlos verfolgen

Das steht wo?

Nein, ich habe das Auto nicht grundlos verfolgt. Als ich bemerkte, dass er sich in Richtung Autobahn bewegt, habe ich die Polizei alarmiert. Der Polizist am Telefon meinte, ich solle ihn solange es ginge verfolgen, da ein Polizeiauto auf dem Weg zu uns sei und ich ihm sagen solle, wo wir uns befinden, um ihn ausfindig machen zu können. Das dauerte dann allerdings ca 1,5 Stunden. Er war auf dem Weg von Berlin nach Hamburg (Hamburger Kennzeichen) Und er hat dann als er zum Stehenbleiben gebracht wurde gesagt, er habe nichts mitbekommen, was vielleicht sogar stimmen kann, da er einen großen Mercedes Sprinter fuhr und ich einen kleinen Corsa (Er hat nur meinen Spiegel umgefahren, also war es kein richtiger aufprall, also kann es durchaus sein, dass er das wirklich nicht mitbekommen hat. Und in solchen Fällen gilt m.E. nicht die Strafe einer Fahrerflucht. Das ist das Einzige, was ich verhindern will

@OzanAbi

 Nein, ich habe das Auto nicht grundlos verfolgt. Als ich bemerkte, dass er sich in Richtung Autobahn bewegt, habe ich die Polizei alarmiert.

Dann wurde doch die Polizei in deinem Auftrag tätig und jetzt willst du keine Aussage mehr zu diesem Vorgang machen ???

Außerdem ein Tipp, wenn man hier im Forum Fragen stellt, sollte man die Texte nicht so gravierend ändern.

Es ist doch ein großer Unterschied,

 Ich hatte vor ca 1 Monat einen Autounfall, bei dem mein Wagen von einem anderen Wagen gerammt wurde.

ob man ein Fahrzeug rammt, oder nur den Spiegel abfährt.

 Er hat nur meinen Spiegel umgefahren

Ende!

@Apolon

Dann verstehst du etwas falsch. Er hat mich gerammt. Ob er nur meinen Spiegel mitgenommen hat oder nicht, tut eigentlich nichts zur Sache. Außerdem wusste ich, bis wir ihn hatten, nicht, was genau beim Unfall an meinem Auto kaputt gegangen ist. Ich hatte mir die rechte Seite meines Autos viel schlimmer vorgestellt, aber bis auf den Seitenspiegel ist alles heil geblieben. Ich möchte meine Aussage nicht verweigern, sondern den Fall so klären, dass er nicht wegen Fahrerflucht angeklagt wird, den Unfall hat er ja trotzdem begangen und dafür werde ich entschädigt, ich möchte nur nicht schuld daran sein, dass jemand seinen Job wegen mir verliert, zumal nicht wirklich nachweisbar ist, ob er etwas davon mitbekommen hat oder nicht. So ein Unfall kann leicht überhört werden, wenn man bedenkt, was für Größen- und Gewichtsunterschiede zwischen unseren Autos liegen. Er hat ja auch vor Ort gesagt, er habe nichts mitbekommen. Ich will nicht darauf bestehen, dass er bewusst geflüchtet ist sondern ihm entgegenkommen und auch von meiner Seite aus sagen, dass ich glaube, der Unfall sei ihm unbemerkt geblieben das wars!

@OzanAbi

 Er hat mich gerammt. Ob er nur meinen Spiegel mitgenommen hat oder nicht, tut eigentlich nichts zur Sache.

Noch einen letzten Hinweis.

Wenn du so einen Schaden der Versicherung meldest, wird man dich nicht ernst nehmen.

Also bitte in Schadensfällen alles wahrheitsgemäß schreiben und nichts übertreiben.

Ende.

@Apolon

wo übertreibe ich denn bitte? Er ist auf meine Spur gefahren, obwohl dort kein Platz war, hat dabei meinen Spiegel mitgenommen (hat mich gerammt - ich dachte die komplette rechte Seite wäre hin, war Gott sei Dank nur der Spiegel

Ich meine ob er beim Unfall nur meinen Spiegel trifft oder nicht ist doch egal, er hat mich im Endeffekt trotzdem gerammt und es ist trotzdem ein Unfall entstanden - nur mit nicht so hohem Schaden also verstehe ich dein Problem und deine klugscheißerische Art nicht

ENDE.

@OzanAbi

Bitte nicht mit Beleidigungen kommen!

 nur mit nicht so hohem Schaden also verstehe ich dein Problem und deine klugscheißerische Art nicht

Da du ja nichts lernen willst, warum stellst du hier im Forum überhaupt Fragen.

Du weißt doch alles besser.

Schreibe deine Schadensberichte so wie du willst und du wirst die entsprechende Antwort vom Schadensbevollmächtigten erhalten.

Von mir wirst du keine Antworten zu Fragen mehr erhalten.

@Apolon

Auf deine Antworten kann ich verzichten.

Wo war ich denn bitte beleidigend? Es ist WIE GESAGT zum Zusammenstoß gekommen (Unfall), wobei er jedoch nur meinen Spiegel erwischt hat also was ist das Problem ich erzähle weder Lügen, noch erfinde ich etwas dazu oder verschweige etwas bzw. Lüge. Ich kann auch nicht zu 100% sagen, ob der Fahrer bewusst oder unbewusst weitergefahren ist, daher wollte ich ihn lediglich entlasten, in dem ich sage, dass ich glaube, er habe den Unfall wirklich nicht mitbekommen!

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