Nach der Insolvenz komplett schuldenfrei?

4 Antworten

Schulden, die aus vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlungen entstanden sind (Bußgeld wegen Steuerhinterziehung z. B.) können von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen werden.

Selbst wenn eine Restschuldbefreiung ausgeprochen wird, bleibt diese bis zu drei Jahre in der Schufa eingetragen. Banken und andere Unternehmen können sich diese Information also durchaus noch beschaffen.

Außerdem bleiben nach Erteilung der Restschuldbefreiung Verfahrenskosten zu tilgen - die nicht wenig sind (rund ca. 1500 €).

Erst, wenn die Einträge aus der Schufa und die Verfahrenskosten getilgt sind, bist Du offiziell komplett "schuldenfrei".

Schulden nicht bezahlen wollen oder können, sich aber nach einer Insolvenz ein Haus kaufen wollen.

Sorry, aber dafür habe ich kein Verständnis.

Beim Kauf eines Hauses fallen ja wieder Steuern an und wie willst du diese dann zahlen?

Glaube nicht, dass das Finanzamt dafür Verständnis hat.

Zumal Du ja nicht einmal zu wissen scheinst, ob du in der Insolvenz bist, was in meinen Augen nicht sein kann. Siehe meine Antwort in deinem anderen Posting.

Bei Steuerhinterziehung glaube ich auch kaum, das unser Staat da nicht schon längst etwas gegen dich unternommen hat.

Für mich klingt das alles nicht sehr glaubwürdig.

Es gibt Schulden, die sich durch eine Privatinsolvenz nicht beseitigen lassen. Das sind sogut wie alle Schulden beim Staat, also Rentenversicherung, Krankenkasse, aber auch Steuern.

Das heißt, eine lange Privatinsolvenz nützt dir nichts.

Nachtrag: seit 2014 werden die Steuerschulden, wenn sie aus einer Straftat kommen - z.B. Steuerhinterziehung-, durch die Privatinsolvenz nicht mehr gedeckt. Ist aber gegenüber der Allgemeinheit nur fair.

Die Privatinsolvenz greift nicht bei solchen Sachen, zumal du bei Steuerhinterziehung auch eine Straftat begangen hast.

Die Privatinsolvenz hat diesen Zweck, Schuldnern es zu ermöglichen wieder schuldenfrei zu sein, wenn diese durch Umstände nicht mehr in der Lage waren, zu zahlen.

Eine Steuerhinterziehung und die daraus folgende Rückzahlung ist bei der Privatinsolvenz nicht abgedeckt...Schulden beim Staat oder bei der Stadt werden auch nach der Insolvenz weiterhin verlangt und müssen bezahlt werden.

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