Nach 5 Semester Jurastudium Ausbildung als Industriekaufmann - Tipps?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo derfreshedude,

  1. Richtig. Aber wenn Du von Deinem Jurastudium irgendwelche Zeugnisse hast, kämen die auch in Frage (zusätzlich natürlich).
  2. Der gleiche Rat wie immer in solchen Fällen: schreib einenEntwurf und stell ihn hier zwecks Verbesserungsvorschlägen ein! Anregungen findest Du z. B. hier: karrierebibel.de/bewerbung-fuer-ausbildung/ und hier: karrierebibel.de/bruche-im-lebenslauf/
  3. Ich empfehle die klassische Bewerbung per Post, sofern unternehmensseitig nichts anderes gewünscht ist. So hast Du die Qualität Deiner Drucksachen selbst in der Hand. Vor allem, was das Foto betrifft, ein Vorteil.

Was sollte ich eigentlich schreiben, was ich derzeit mache? Ich bin zwar noch immatrukuliert, aber ist es wirklich sinnvoll zu schreiben, dass ich noch Student bin?

@derfreshedude
  1. Was spricht dagegen?
  2. Was ist die Alternative?
@judgehotfudge

1. Ich wüsste nicht, wie ich vernünftig formulieren soll, dass ich im Moment noch im 5. Semester studiere, aber vorhabe das Studium abzubrechen, wenn ich die Stelle bekomme. 

2. Mir fallen leider keine vernünftige Formulierungsalternativen ein.

@derfreshedude

Ich denke, jetzt ist der Punkt gekommen, wo Du einfach mal einen Entwurf schreiben solltest. Dann können wir weitersehen. Schau Dir bitte noch mal Punkt 2 aus meiner ersten Antwort an.

@judgehotfudge

Hier ist mein Entwurf. Es ist eine Bewerbung an einen namenhaften Medienkonzern. Dort wird einem nahegelegt, dass man sich online bewerben sollte und folgendes könnte ich in dem "Anschreiben"-Feld hinschreiben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund einer persönlichen Recherche, habe ich erfahren, dass Sie Ausbildungsplätze als Industriekaufmann in Ihrem Hause zu vergeben haben. Mit großem Interesse möchte ich mich deshalb um eine Stelle bei Ihnen bewerben.

Momentan studiere ich Rechtswissenschaft an der ... und befinde mich im fünften Fachsemester. Allerdings habe ich von Semester zu Semester, in denen es jeweils immer tiefer in die Materie ging, erkannt, dass mir das nötige Interesse fehlt, um eine aussichtsreiche Karriere im juristischen Bereich anstreben zu können. Stattdessen bin ich aufgrund eines Moduls meines Studiengangs, in dem es auch um betriebswirtschaftliche Verhältnisse ging, auf diesen Bereich aufmerksam geworden. Anhand von Recherchen und Erfahrungen meines Umfelds, will ich mich jedoch praxisbezogen fortbilden und bereits aktiv an einem Unternehmen mitwirken, weshalb ich mich für eine Ausbildung als Industriekaufmann entschieden habe. 

Desweiteren bin ich sehr medieninteressiert und halte eine Ausbildung bei einem der weltgrößten Medienkonzernen für die ideale Möglichkeit, mein privates Interesse mit meinem beruflichen aktiv zu verknüpfen und so die bestmögliche Produktivität zu erzielen. Auf der Arbeitsebene bin ich sehr lernfähig, offen für neues und versuche meine Aufgaben stets ordentlich und gewissenhaft zu erfüllen.

Über ein persönliches Gespräch zur Klärung weiterer Details oder Fragen, würde ich mich sehr freuen.

Mitfreundlichen Grüßen,

..."

Meinst du, der Erklärungsteil ist etwas zu lang geraten? Und sollte ich erwähnen, dass ich noch einen Nebenjob in der "Essenslieferungsbranche" habe? Oder ist das viel zu irrelevant?

@derfreshedude

Anrede und Einleitung zeigen mir, dass Du Dich mit der von mir empfohlenen Website noch nicht beschäftigt hast.

Grundsätzlich lieber klassisch per Post.

Was spräche gegen ein Studium an einer Fachhochschule, etwa BWL?

Die letzten paar Male wurde ich an meinen gewünschten Standorten wegen meines NCs nicht angenommen. Losverfahren hat auch nichts gebracht. Inzwischen halte ich es für sinnvoller, direkt in einem Betrieb zu arbeiten, berufliche Erfahrung zu sammeln und quasi mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Danach kann ich immernoch BWL auf Teilzeit studieren, um meine Qualifikation zu erhöhen, ohne den Druck zu haben, dass ich ansonsten nix in der Hand habe. Schließlich werde ich mit der Zeit ja auch nicht jünger.

@derfreshedude

Eben dr um. Ich bbrach nach fünf Semestern mein Theologiestudium ab und studierte Sozialwesen und wurde Diakon. Habe ich nie bereut. Allerdings war das Studium zwar das Richtige, andererseits war es auch ein Schnellschuß, weil ich mich nicht vorher umfassend genug informiert hatte.

@Eustachio

Nach 5, immer frustrierender werdenden, Semestern Studium, würde es mir aber sicher gut tun, wenn ich etwas praxisbezogenes mache und direkt in einem Betrieb arbeite. Zumal es keine verschwendete Zeit wäre, da BWL, was ich danach studieren möchte, immernoch in den Bereich fällt. So habe ich eine ganz andere Motivation, Berufserfahrung und Kontakte. Die letzten beiden Punkte sind elementar für eine erfolgreiche Karriere nach einem Wirtschaftsstudium.

@derfreshedude

...Karriere?

... bist Du da der Typ für?

@Eustachio

Ja. Wie kommst du darauf, dass ich nicht der Typ dafür bin. Bzw. was an meinem Plan, veranlasst dich zu diesem Denken?

@derfreshedude

Nun, ich kenne dich ja nicht! ;o)

Aber es hängt von sehr vielen Faktoren ab, die dazu führen, daß man in der Gehaltsleiter höher kommt.

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