Nach 1 Jahr hatt sich die Barmer Gek gemeldet und will zahlungsbeitraage + saumnis.

4 Antworten

Ich bin kein Fan von Krankenkassen, das ist aber berufsbedingt :-) Leider KANN die Kasse das wirklich tun - es herrscht krankenversicherungspflicht in Deutschland, egal ob dein Vater berufstätig ist, arbeitslos mit oder ohne Bezug von "Entgeltersatzleistungen" - er muss immer krankenversichert sein und auch seinem Status entsprechend Beiträge bezahlen - umgekehrt hat er auch den entsprechenden Leistungsanspruch und kann mit seiner Karte zum Arzt gehen.

Sobald er nicht mehr berufstätig ist muss - eigentlich - eine Meldung vom Arbeitgeber an die Kasse kommen dass der Arbeitnehmer abgemeldet wird wegen Ende des Beschäftigungsverhältnisses. Ist in diesem Fall wohl unterlassen worden, die Arbeitgeber-Beitragszahlungen hat man aber eingestellt (hier hätte auch ein Kassenmitarbeiter aufmerksam werden können, ist aber wohl nicht passiert...). Wenn er im Anschluss ALG 1 oder ALG 2 beantragt hätte wäre die Meldung auch entsprechend vom Amt an die Kasse gegangen - war hier nicht der Fall, also wusste die Kasse von nichts, dein Vater war aber dennoch weiter versichert. so oder so ist es aber eine sog. Bringschuld, nicht die Krankenkasse muss euch fragen ob sich was geändert hat, sondern ihr seid verpfichtet solche Änderungen unverzüglich zu melden...

Ich würde euch raten bezüglich der Säumnis nochmal das persönliche Gespräch in einer Servicestelle der Kasse suchen und die Situation erklären, ihr habt ja nicht aus "böser Absicht" die Meldung versäumt, und dass weder der ehemalige Arbeitgeber tätig geworden ist noch ein Antrag auf ALG gestellt wurde ist schon eine eher seltene (unglückliche) Konstellation. Um die Nachzahlung der Beiträge kommt ihr definitiv aber nicht herum.

ich hab zwar kA. aber ich hab mal was gegoooogelt, was wohl auch hier passt:

Die Neuberechnung unterliegt keiner Frist, so dass die Neufestsetzung auch jetzt noch möglich ist.

das heißt, selbst wenn der Arbeitgeber bei der Entlassung gemeldet hat, dass der Vater nun nicht mehr beschäftigt ist, hat die KK Zeit, die neuen Beiträge zu errechnen.

Sollte Ihr Einkommen falsch zugrunde gelegt worden sein, müßten Sie Widerspruch erheben.

Auf was sollen denn die Beiträge gezahlt werden, arbeitet der Vater selbstständig, Minijob od er bekommt er ALG 1 oder 2?

Auch die Zahlungsfrist [von zwei Wochen[ ist nicht zu beanstanden. Sie können und sollten jedoch versuchen, mit der Krankenkasse eine Ratenzahlungsvereinbarung zu treffen um weitere Säumniskosten zu vermeiden.

das wurde schon versucht?

Am besten wenden Sie sich im persönlichen Gespräch an den Sachbearbeiter und stellen Ihre aktuelle finanzielle Situation dar.

DAS ist doch immer mal ein guter Tipp, oder? frag-einen-anwalt.de/Krankenkasse-Beitragsveraenderung-nach-einem-Jahr-Nachzahlung-sofort-__f50773.html

Bei ALG 2

Nur wenn Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, werden Sie durch den zuständigen Träger der Grundsicherung kranken- und pflegeversichert. Dies erfolgt vorrangig im Rahmen einer Familienversicherung, das heißt, Sie werden bei einem bereits krankenversicherungspflichtigen Angehörigen mitversichert. Die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung werden direkt an den Sozialversicherungsträger überwiesen.

Oder war der Vater etwa PRIVAT versichert? Das hat sicher mal wieder nur Nachteile, besonders wenn es Brüche im Lebenslauf gibt ...

und sind privat krankenversichert, kann für Sie max. der halbierte Beitrag im sog. Basistarif der privaten Krankenversicherung und max. der halbierte Höchstbetrag für eine angemessene private Pflegeversicherung als Zuschuss übernommen werden.

Quelle BAfürArbeit, http://www.frag-einen-anwalt.de/Krankenkasse-Beitragsveraenderung-nach-einem-Jahr-Nachzahlung-sofort-__f50773.html

und auf der Seite gibts noch einen Link zu einem Merkblatt : Zuschuss zu Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung für Leistungsbezieher nach dem SGB II.

Link im Kommentar

Vielleicht hat der Arbeitgeber tatsächlich versäumt, die Abmeldung zu schicken. Das wäre die Chance für deinen Vater da einigermaßen raus zu kommen. Damit könnte er die Säumnisgebühren versäumen.

MitAbzocke hat das nichts zu tun. Seit 2007 besteht in Deutschland Versicherungspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung.

Wenn er sich ein Bein gebrochen hätte, hätte er ja auch erwartet behandelt zu werden. Dass das nicht kostenlos geht, sollte ja wohl logisch sein.

Was ist daran bitte Abzocke? Was ist an dem Wort GESETZLICHE Krankenversicherung nicht zu verstehen - zudem schützt Unwissenheit vor Strafe nicht...!?

Wenn er sich zuvor freiwillig versichert hat, dann muss er das auch nach Ende der Beschäftigung tun - und das erst Recht wenn er keinen Anspruch auf Leistungen nach SGB II oder III hat...

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