Mutterschaftsgeld beantragen, trotz ALG II?

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Vorrangige Leistungen (Kindergeld, Unterhalt, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Rente, BaföG, etc.) müssen immer in Anspruch genommen werden.

Grundsätzlich ratsam: Was du von anderen Stellen beantragen kannst solltest du beantragen. Es wird ja das, was du zusätzlich an Einnamen hast, vom ALG II abgezogen. Jedoch hast du ja einen Freibetrag von (ich glaube) ca. 130€. Die hättest du dann also im Monat mehr.

Dazu kommt: Wenn du solche Möglichkeiten nicht wahrnimmst, könnte dir das ALG II trotzdem auf das Mutterschaftsgeld abgerechnet werden, weil du es ja bekommen könntest und demnach auf weniger ALG II angewiesen wärst.

Also einfach beantragen. Entweder bekommst du es oder auch nicht. Aber du hast es dann versucht.

Genauso dachte ich auch. Dann mach ich das mal.

@Surgarpiehoney

Der Freibetrag von 100.- € gilt nur bei Arbeitseinkommen.

Allenfalls 30.- € lässt der Gesetzgeber zu, wenn man kein Arbeitseinkommen hat. Und beides zusammen schon gar nicht, entweder 100.- € oder 30.- €. Nur bei sozialversicherungspflichtiger Arbeit und entsprechend nachgewiesenen Werbungskosten kann man einen höheren Freibetrag bekommen.

@Claud18

Also ich war damals während meiner Arbeitslosigkeit Taxifahrer auf 400€-Basis. Davon wurden ca. 130€ nicht berechnet, die ich dann mehr hatte im Monat. Wie sich das genau zusammengesetzt hat weiß ich nicht, aber ich weiß, dass es bei diesem Betrag lag.

Aber vielleicht hat sich das in etwas über 2 Jahren schon wieder geändert.

Doch, musst du, leider. Denn das ALG II ist eine nachrangige Leistung, zunächst musst du alle anderen Einkommensquellen ausschöpfen. Auch wenn es für dich nur bürokratischen Aufwand bedeutet.

Mach es doch einfach. Solltest Du keinen Anspruch haben, bekommst Du einen Ablehnungsbescheid.

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