Muss Unterhalt nachgezahlt werden bei falschen Angaben?

5 Antworten

er muss nachzahlen, wenn sich später rausstellt, dass er mehr verdient hat. es wird ja immer der verdienst der zurückliegenden 12 monate als berechnungsgrundlage genommen. sobals auskunft eingefordert wurde, ist der uh pflichtige in verzug gesetzt. wenn deine schwester wenig einkommen hat, sollte sie pkh beantragen, aber erstmal beratungsschein vom amtsgericht, dann kann sie einen anwalt ihrer wahl aussuchen.

er muss nachzahlen. das linke ist allerdings: hätter er zu viel bezahlt, würde der unterhalt als "verbraucht" gelten, d. h. zurückfordern dürfte er in dem fall nichts.

Vorweg: Ihre Schwester hat das Recht, jedes Jahr eine neue Unterhaltsberechnung durchführen zu lassen. Der EX muß dann die Verdienste vom vorangegangenem Jahr vorlegen. Er muß aber nicht nachzahlen sondern vom Verdienst des Vorjahres neu erechneten Unterhalt des gegenwärtigen Jahres zahlen.

er muss doch normalerweise nachzahlen da der vereinbarte betrag nicht auf den wahren zahlen beruht. Oder??

Muss Unterhalt nachgezahlt werden bei falschen Angaben ?

Ja, zumindest ab dem Zeitpunkt, ab dem Auskunft über das Einkommen gefordert wurde.

Der noch Mann meiner Schwester hatte im letzten Jahr angegeben, dass er ein Jahreseinkommen von 40.000 Euro hat.

Hierbei handelt es sich ganz streng genommen um Betrug. http://dejure.org/gesetze/StGB/263.html Nur müßte man die Falschauskunft nach Möglichkeit auch beweisen können.

Hätte er keine Angaben zu seinen Einkommen gemacht und einfach einen gewissen Betrag überwiesen würde die Sache anders aussehen.

Im Endeffekt ist das aber wegen des Zugewinnausgleichs möglicherweise aber sowieso egal.

Außerdem hat die Ehefrau u.U. selbst auch einen Anspruch auf Unterhalt.

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