Muss unbedingt ein Erziehungsberechtigter den Kindegeldantrag unterschreiben?

5 Antworten

Du selbst kannst den Antrag nicht stellen. Antragssteller muss immer ein Elternteil sein. Du kannst das Geld allerdings auf dein Konto überweisen lassen. Wenn sie sich weigern wird die Sache interessant! Leider kann ich dir nicht sagen, wie das gehandhabt wird. Ich befürchte, dass du dann leer ausgehen wirst, weil ohne Antragssteller kein Antrag und man kann niemanden zwingen Geld vom Staat zu beantragen. Ruf mal bei der Agentur für Arbeit an und frag wie das geregelt ist.

Wenn dein Eltern sich weigern, den Antrag zu stellen, kannst du einen "Antrag im Berechtigten Interesse" stellen. Wie das geht, erzählt dir Familienkasse: www.familienkasse.de, da findest du die Hotline-Nummer. (Dann kriegen deine Eltern den Antrag von der Familienkasse zugeschickt, sind zur Mitwirkung verpflichtet).

Er kann selber den Antrag stellen mit der Begründung das er nicht mehr zuhause wohnt und kein Unterhalt vom Elternteil bekommt ,der Erziehungsberechtigte bekommt dann ein Schreiben wo er sich äußern kann,das heißt einspruch einlegen kann

Mein Sohn hat das auch gemacht als er 19 war und ausgezogen ist in seine wohnung ,wir haben aber immer eine Benachrichtigung vom Kindergeldkasse erhalten wenn es verlängert werden mußte aber auch als es eingestellt wurde,ach ja er ist zur Kindergeldkasse persönlich gegangen am besten noch die kindergeldnummer und geburtsdatum des vaters mit angeben

Es geht untergewissen Bedingungen:

"Auszahlung des Kindergelds direkt an das Kind Das Kind kann auch die Auszahlung des Kindergeldes an sich selbst verlangen, wenn es nicht im Haushalt der Eltern wohnt und wenn der Kindergeldberechtigte seiner Unterhaltspflicht ihm gegenüber nicht nachkommt (→ § 74 EStG). Das Kind erhält dann den durchschnittlichen Betrag aller zu berücksichtigen Kinder. Das "Abzweigen" des Kindergeldes wird bei der Familienkasse beantragt.

Es muss keine Unterhaltspflicht-Verletzung der Eltern vorliegen. Das Kindergeld kann auch mit Einverständnis der Eltern an das Kind abgezweigt werden. "

Aus: www.klicktipps.de/kindergeld.php#auszahlungdirektan_Kind

"Falls ja, was passiert wenn sich die Eltern weigern?" Sowas kann man durchaus einklagen, ob man das will wegen den 150-190 Euro, sollte man selber wissen.

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