Muss sich der Arbeitgeber an dem Zwischenzeugnis orientieren?

5 Antworten

Wie weit das Zwischenzeugnis Bindungswirkung auf das Abschlusszeugnis entfaltet, hängt davon ab, wie lang die jeweiligen Beschäftigungsabschnitte waren.

Wurde im Zwischenzeugnis z.B. ein Beschäftigungszeitraum über 5 Jahre beurteilt, dann darf sich ein Leistungsabfall in den letzten 6 Monaten nicht gravierend auf das Zeugnis auswirken. Denn es entspräche nicht der Wohlwollenspflicht, wenn eine Unzufriedenheit zum Schluss das ganze Beschäftigungsverhältnis überschattet. War der im Zwischenzeugnis beurteilte Zeitraum aber ähnlich kurz, dann sieht das Ganze natürlich ganz anders aus.

In jedem Fall empfehle ich Ihnen, das Zeugnis von einem Experten (z.B. bei der VEJA-Zeugnisberatung) prüfen zu lassen - auch wenn es dem Zwischenzeugnis entspricht. Denn in diesem kann es auch schon Mängel gegeben haben.

Wenn sich deine Arbeitsleistung in der Zwischenzeit verbessert oder verschlechtert hat, darf sich das selbstverständlich dementsprechend im Zeugnis bemerkbar machen.

Sollte die Bewertung aber erheblich abweichen, könnte der AG in Erklärungsnot kommen.

"Weil viel schlechter darf es in der Zeit ja nicht werden."

Stimmt nicht,w enn Du gravierend nachgelassen hast, kann es natürlich ganz anders aussehen.

Sprich: es muss immer ehrlich sein. Hast Du nachgelassen, fällt es schlechter aus. Bliebst Du gleich- bleibt es "gleich".

Wirst Du besser - muss es natürlich auch (noch) besser werden.

Ausruhen a la "aha passt ja" darf man keinesfalls.

Nein, wenn sich deine Leistung verschlechtert hat dann kann der Arbeitgeber dies natürlich auch im Zeugnis so festhalten.

warum

vielleicht wurden deine Leistungen schlechter

von einem zum anderen Tag

wäre doch möglich ???

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