Muss meine Exfreundin Unterhalt zahlen für unser gemeinsames Kind?

5 Antworten

Ob du mit ihr verheiratet warst oder nicht, ist beim Kindesunterhalt egal.

Der neue Ehegatte ist nicht zum Unterhalt verpflichtet, das ist soweit eindeutig. Aber: Sie muss sich bei der Ermittlung ihres eigenen Einkommens durchaus auch den ein oder anderen Vorteil anrechnen lassen, den sie durch den neuen Gatten hat. Kann man sich ergoogeln oder Anwalt fragen.

Das andere Problem ist das geringe Einkommen. Generell hat jemand, der gegenüber einem Kind zum Unterhalt verpflichtet ist, eine erhöhte Erwerbsobliegenheit. Soll heissen: der soll gefälligst alles andere stehen und liegen lassen und erstmal zusehen, dass er seiner Unterhaltspflicht nachkommt. Da gibt es harte Regeln: mindestens x Bewerbungen pro Woche nachweisen etc.
Allerdings ist ein Kleinkind im Haushalt durchaus ein anerkannter Grund, nicht voll zu arbeiten. Das muss schließlich betreut werden. Dennoch muss man auch hier zusehen, was noch erreichbar ist. Sollte ein Ganztages-Kindergartenplatz verfügbar sein, muss sie das nutzen.
Was nun noch zumutbar ist und was nicht, ob sie sowieso nicht mehr als den Selbstbehalt verdienen kann, was das Jugendamt vorschießen kann: bei all dem Kram hilft nur ein Experte.

Sie ist eurem gemeinsamen Kind gegenüber Unterhaltspflichtig. 

Wenn die Betreuung ihrer vierjährigen Tochter gewährleistet ist, muß sie sich halt um mehr Arbeit bemühen um ihren Verpflichtungen nachzukommen. 

Sollte das alles nicht möglich sein geht das Jugendamt in Vorkasse. 

So oder so steht dir und eurem gemeinsamen Kind das Geld zu.

Setze dich mit dem Jugendamt in Verbindung, die werden alle möglichen Schritte in Bewegung setzen. 

Ja, sie muß Unterhalt zahlen.

Sie könnte doch aber den kindergartenplatz verlängern wo ihre 4 jährige tochter hingeht und vollzeit arbeiten oder nicht?

Die Ausrede mit den 4 Jährigen Kind greift nicht, weil beide Kinder im Rang gleich sind. Der Unterhaltsverpflichtete kann sich nicht aussuchen, welche Unterhaltspflicht davon er erfüllt. Sondern er muß beide, notfalls anteilig erfüllen.

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=37939&pos=0&anz=1

Es gibt hier zwei Ansatzpunkte, fiktive Unterhaltsberechnung, auf Grundlage einer Vollzeittätigkeit der Frau und Unterhalt an beide Kinder. Oder die Unterhaltsberechnung auf Grundlage des Nebenerwerbs. Wobei sich der Selbstbehalt durch des ehelichen Unterhaltsanspruch massiv reduziert.









Ja sicher, sie ist verheiratet und ihr Mann verdient genug,. Man kann sich nicht einfach vor dem Unterhalt drücken.

Wäre sie nicht verheiratet, sähe das anders aus.

Letztlich muss immer die Gesamtsituation geklärt werden. Du hast Anspruch auf unentgeltliche Prozesskostenhilfe.

Ihr neuer Mann kann aber nicht herangezogen werden für ein Kind dessen Vater er weder biologisch noch rechtlich ist.

@kevin1905

Da irrst du dich, sein Einkommen ist  zum Teil auch ihr einkommen.

@kevin1905

Das stimmt so nicht.  Sie hat einen Unterhaltsanspruch gegen ihren Mann, welcher den Selbstbehalt reduziert, so das der Nebenverdienst zumindest teilweise für den Kindesunterhalt zur Verfügung steht. Insoweit spielt ihr neuer Mann da indirekt eine Rolle.




@ichweisnix

Ob indirekt oder nicht, ist völlig egal. 

Ich würde mich mal bei ProFamilia informieren lassen, die kennen sich aus und ihre Beratung ist kostenlos! ;)

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