Muss man Weihnachtsgeld zurückzahlen?

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Soweit ich weiß muss man nicht,weil der Berechnung des Weihnachtsgeldes die Monate des Jahres zugrunde liegen,in dem Jahr indem man das Weihnachtsgeld erhält.

Für solche Fälle gilt üblicherweise der Grundsatz: Eine Rückzahlungspflicht muss vorher ausdrücklich vereinbart worden sein, wie der Stuttgarter Rechtsanwalt Michael Henn von der Deutschen Anwalts- und Steuerberatervereinigung für die mittelständische Wirtschaft betont.

Auch Bindungsfrist ist entscheidend Eine gesetzliche Pflicht zur Rückzahlung gibt es nicht. Handelt es sich um ein "echtes" 13. Monatsgehalt, muss es in keinem Fall zurückgezahlt werden. Denn das Entgelt ist für die Arbeit im abgelaufenen Jahr gezahlt worden, erklärte er. Anders kann es aussehen, wenn das Weihnachtsgeld als Gratifikation ausgeschüttet wurde. Diese wird den Angaben zufolge meist für vergangene und zukünftige Dienste gezahlt. In einem solchen Fall kommt es dann auf die Bedingungen des Arbeitsvertrags, auf eine Betriebsvereinbarung oder den Tarifvertrag an.

Eine Rückzahlung kommt dann in Frage, wenn diese explizit vereinbart wurde, so Henn. Dann muss eine entsprechende Klausel auch die Voraussetzungen für die Rückzahlung sowie den "Bindungszeitraum" regeln. Andernfalls ist sie unwirksam. Bei Gratifikationen von mehr als einem Monatsgehalt ist eine Bindungsfrist bis zum 31. März des Folgejahres zulässig. Bei bis zu zwei Monatsgehältern ist eine Frist bis zum 30.6. des Folgejahres erlaubt. Entscheidend kann auch das Datum des tatsächlichen Ausscheidens aus der Firma werden. Wer beispielsweise am 15. Februar zum 31. März kündigt, könne auch bei einer Bindungsfrist bis zum 31.3. sein Weihnachtsgeld behalten, erläutert der Arbeitsrechtler.

http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/sonderzahlung-weihnachtsgeld-bleibt-trotz-kuendigung-554420.html

...und was genau ist ein "13. Monatsgehalt"?

@Jessi1976

sorry ich meinte ECHTES 13. MONATSGEHALT!!!!!!

@Jessi1976

Ein 13. Gehalt stellt eine Sonderzuwendung dar, durch die grundsätzlich allein Leistungen der Vergangenheit abgegolten werden sollen. Das 13. Gehalt ist ein Teil der als Gegenleistung für die Arbeitsleistung geschuldeten Vergütung. Damit ist es grundsätzlich in das Austauschverhältnis Arbeitsleistung - Vergütung einbezogen. Bei so genannten Sonderzahlungen mit reinem Entgeltcharakter kommt es allein darauf an, dass eine Arbeitsleistung im Bezugszeitraum erbracht wurde, Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19-04-1995 - 10 AZR 49/94 Das 13. Gehalt wird demnach im gesamten Jahr anteilig "verdient" jedoch erst zu einem bestimmten Stichtag insgesamt fällig und ausgezahlt. Wenn es sich also um ein echtes 13. Monatsgehalt handelt, kann dieses nicht zurückgefordert werden, da Sie 2010 komplett gearbeitet haben.

Nur wenn sich hinter der Zahlung eine Gratifikation (wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, sonstige Sonderzahlung) verbirgt, hätte eine Rückzahlungsvereinbarung, soweit vertraglich vereinbart, überhaupt Bestand. Der Anspruch auf Zahlung einer Gratifikation kann auch durch Tarifverträge begründet werden, wenn diese durch vertragliche Vereinbarung auf das Arbeitsverhältnis einwirken. Hier wurde nach Ihrer Schilderung im befristeten Arbeitsvertrag (der insoweit auch auf das anschließende unbefristete Arbeitsverhältnis anwendbar sein dürfte) auf den Tarifvertrag Bezug genommen. Zudem müsste der Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine entsprechende Klausel enthalten, z.B. „Der Arbeitnehmer erhält ein Weihnachtsgeld in Höhe eines Monatsgehalts wenn das Arbeitsverhältnis im laufenden Jahr mindestens sechs Monate bestanden hat und ungekündigt zum 30.11. des Jahres (Stichtag) besteht. Das Weihnachtsgeld ist zurückzuzahlen, wenn der Mitarbeiter bis zum 31.3. des auf die Auszahlung folgenden Kalenderjahres durch Eigenkündigung oder durch firmenseitige verhaltensbedingte Kündigung ausscheidet" Nur in diesem Fall, also Ausgestaltung der Zahlung als "Treuebonus", könnte der Arbeitgeber die Zahlung zurückfordern Eine Stundung der Rückzahlung käme dann nur in Betracht, wenn der Arbeitgeber sich darauf einlässt.

www.frag-einen-anwalt.de/13-Monatsgehalt-nach-Kuendigung-zurueckzahlen-__f126461.html

Wihnachtsgeld wird nicht gesetzlich geregelt. Entweder ist es in Deinem AV vereinbart oder in einer Betriebsvereinbarung oder in einem Tarifvertrag. Da gibt es die unterschiedlichsten Regelungen. Oft muß es zurückbezahlt werden, wenn man nicht bis 31.03. des Folgejahres im Betrieb ist.

Frag in Deinem Betrieb auf welcher Grundlage es gezahlt wird. Sollte es im Arbeitsvertrag vereinbart sein und es gibt keine weitere Regelung dazu wird es wohl weiterhin Deins sein. :-)

Nein das mußt du nicht zurück bezahlen. Der AG zahlt es dir nur wenn es dir zusteht.

Je nach Vertrag, manchmal musst du anteilig zurückzahlen, wenn du vor dem 01.04. ausscheidest.

DH,ich hab dazu noch einen Text gefunden!

soviel wie ich weiss mußt du zurückzahlen wenn du selbst kündigst es sei denn du wirst gekündigt dann nicht.

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