Muss man nach sechs Wochen Krankheit auf jeden Fall zum Vertrauensarzt?

4 Antworten

Nein, auf keinen Fall. Das werden die vom Krankheitsbild abhängig machen. Die Krankenkassen halten bei langfristigen Krankschreibungen Rücksprache mit dem medizinischen Dienst. Der gibt denen dann wohl Auskunft, ob die Krankschreibung dem Papier nach berechtigt ist. Bei mir war es sogar schon mal anders herum: Die Krankenkasse hat bei mir angerufen. Als ich denen sagte, dass ich die folgende Woche wieder arbeiten wolle wurde mir gesagt, dass das doch zu früh sei... Da war ich aber schon drei Monate krank. Es wurde mir dann aber doch "erlaubt" :-)

Normalerweise kann dich der Hausarzt bis zu einem halben Jahr krankschreiben und alle müssen das hinnehmen. In Deutschland darf der Arbeitgeber den Kranken zu seinem vertrauensarzt zittieren, genauso wie die Krankenkasse. In beiden Fällen entscheidet der Auftraggeber, zu welchem Arzt man geht und nicht der Kranke. Der Sinn dieser Maßnahme ist die Überprüfung der Diagnose und notfalls eine sofortige "Gesundschreibung".

Nicht Vertrauensarzt, sondern Medizinischer Dienst.

''Der Arbeitgeber kann verlangen, daß die Krankenkasse eine gutachtliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes zur Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit einholt.''

http://kuerzer.de/qkHb9B3Ok

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Korrekt, ich weiß nicht, wer die Bezeichnung "Vertrauensarzt" ins Gespräch brachte. Der Patient fährt gut, sich nicht allzu vertrauensvoll an diesen "Vertrauensarzt" des Medizinischen dienstes zu wenden.

Das dürfte ganz auf das Krankheitsbild ankommen. Da nach sechs Wochen i.d.R. die Lohnfortzahlung endet und die Krankenkasse Krankengeld zahlt, wird diese auch entscheiden, ob ein Vertrauensarzt sinnvoll und notwendig ist!

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen ist in jedem Fall zuständig - egal, ob die Krankenkasse oder der Arbeitgeber eine Untersuchung verlangt. Auf keinen Fall aber erfährt der Arbeitgeber gegen den Willen des kranken Arbeitnehmers irgendeine Diagnose! Das wäre ja noch schöner...

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