Muss man in Gaststätten bar zahlen (Feier) oder hat man als Gast auch ein Recht auf Überweisung?

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Meines Wissens müssen in Deutschland Gastronomen immer eine Computer-Rechnung machen. Grundsätzlich gilt: jede Leistung muss nach vorheriger Absprache berechnet werden und die Bezahlung kann wegen Mängeln zumindest teilweise zurück behalten werden. Man sollte allerdings den grundsätzlichen Zahlungswillen nie in Zweifel ziehen, denn ansonsten berechtigt das zur Klage und die Kosten muss der Zahlungsunwillige begleichen. Es wäre also ratsam, die Zahlung, zu der man bereit ist, zu bezahlen. Dann kann der andere noch wegen dem Rest klagen, wenn er deswegen aber verliert, zahlt er die Kosten. Wenn er nur zum Teil verliert, einen Teil aber bekommt, dann teilt man die Kosten.

Wegen nicht gültiger Rechnung kann man wahrscheinlich die Bezahlung zunächst ganz ablehnen.

Irgend eine Straftat, die zur Anzeige berechtigt sehe ich nicht, wenn die Adresse bekannt ist.

Nachtrag: mit einer Anzeige zu drohen würden viele Juristen als Erpressung bzw. Nötigung auslegen. Entweder man zeigt an oder nicht. Damit drohen darf man nicht. Und Bezahlung per Überweisung würde ich dringendst empfehlen, wegen der Belegkraft. Ausserdem klingt "handgeschriebene Rechnung" und "nur in Bar" irgendwie, als würde man gerne keine Belege hinterlassen fürs Finanzamt oder so.

ich bin bereit einen Teil (zunächst den Einkaufswert der Waren) zu begleichen. Vor Ort wurde es abgelehnt (entweder alles oder nix), also gingen wir heim. Nun möchte ich gern was überweisen, habe aber erneut keine Bankverbindung bekommen.

@joyleen81

Diesen Zustand SCHRIFTLICH (am besten mit Briefeinwurf unter Zeugen oder Einschreiben) festhalten und Zahlungswillen bekunden mit Angabe der Höhe) Kontodaten und ordentliche Rechnung gemäß Finanzamt-Vorgaben zur Bedingung machen (kann auch über die verlangte Höhe sein). Verhandlungsbereitschaft anzeigen. Nur Materialwert ist sicherlich zu wenig. Die Anzahl der Getränke ist ja wohl bekannt. Getrunkenes muss mangels vorheriger schriftliche Vereinbarung wohl nach Preisliste und tatsächlichem Aufkommen bezahlt werden. Speisen könnte man auf die Portionenzahl reduzieren, die man für geliefert/verspeist hält. Bediengeld ist vermutlich mit nicht mehr als 15% anzusetzen. Und davon kann man dann wieder nur einen Teil abziehen, wegen schlechter / nicht verfügbarer Bedienung.

@ITDAU

Getränke nach Preisliste bedeutet also doch den Gaststättenpreis? Hier ist doch aber auch der Servicepreis mit enthalten, oder? ich sprech jetzt mal mit Zahlen: erste Rechnung: 712,50€, zweite Rechnung 850€ (mit dem Hinweis, man habe sich mit der MWSt. verrechnet; diese hat man dann auf einmal auf die 712,50€ dazu gerechnet; in den Einzelposten auf der Rechnung sind aber die Preise aufgelistet, die die Gaststätte in der Karte stehen hat und die wir im Vorfeld - mündlich - besprochen haben, von denen wir also annahmen, sie sind Bruttopreise... wer macht schon ein Nettoangebot an Privatkunden?). Ich würde nicht mehr als 500€ zahlen wollen...

@joyleen81

Also Getränke nach Preisliste bedeutet mit Servicepreis. Der Service kann natürlich in Frage gestellt und ggf. gemindert werden. Preislisten sind immer inkl. MwSt. zu verstehen, ausser sie war an einen Gewerbetreibenden gerichtet. Auf den Preis der Speisekarte also einfach die MwSt. draufzurechnen ist ganz sicher nicht zulässig. Aber ob man von 712,50 auf 500 runter kommt ist natürlich fraglich, ausser man kann jetzt noch beweisen, dass z.B. statt 15 Portionen nur genug für 10 Leute da war. Dann kann man natürlich beim Essensteil nochmal reduzieren. Ich finde aber, dass 500,- von 712,- nicht weit entfernt ist, da sollte man sich doch einigen können oder? Die MwSt.-Draufrechnung kann der Wirt jedenfalls vergessen, wenn die Preise gemäß Angebot bzw. Speisekarte sind. Die musste drin sein.

@joyleen81

Es ist doch nicht richtig nur den Einkaufswert zu bezahlen,der Wirt hatte doch auch noch andere Ausgaben,also man sollte bezahlen und dann anfechten,wie gesagt wenn am ende eine Flasche Sekt zuviel rauskommt ist nicht schön aber am Essen kann jeder selbst kalkulieren,dass heisst Wareneinsatz mal 2 oder 2,5 oder 3,dass kann jeder für sich entscheiden,aber wenn ich sage es sind 40 Leute und ich biete an pro Person 13 € dann muß ich schondie 520 € einhalten,bin ich dann als Kunde unzufrieden werde ich das nächste mal nicht wieder in dem Haus feiern!

Gruß Cosel

@Cosel

Naja, wenn ich sage 40 Leute und das Essen reicht (objektiv) nur für 20, dann kann man schon auch über die Summe diskutieren.

Aber auf keinen Fall bezahlen und dann anfechten! Bezahlung ist als konkludentes Handeln, also als Willenserklärung des Einverständnisses zu sehen.

Wenn, dann nur unter Vorbehalt zahlen.

bei handschriftlichen rechnungen die mwst zu vergessen klingt schon mehr als nur ein bisschen komisch. das würde vor gericht zur echten lachnummer werden. "äh unsere getränkekarte enthält nur nettopreise und wir rechnen die mwst immer im kopf aus..."

ich würde den ersten rechnungsbetrag ohne abzüge (wenn ihr unzufrieden wart, ist es einfach pech) bezahlen. wenn die chefin wegen der angeblichen mwst nen rechtsstreit einleitet, soll sie das ruhig machen.

wenn die verhandlung nämlich öffentlich ist, kannste das ganze dorf zur verhandlung einladen und dort haarklein schildern, was da alles so unzufriedenstellend war. das wird ihr gefallen - LOL. wenn es ganz blöd läuft, kann sie den laden einige monate später dicht machen und die immobilie kannst du evtl günstig ersteigern. vielleicht hattest du es ja vorher schon darauf abgesehen du spekulant. ein schelm, wer böses denkt :)

Wenn die Gäste andere Getränke bestellt und getrunken haben, müssen diese natürlich bezahlt werden.Ihr hättet,sowie auch das Servicepersonal eure Gäste darauf aufmerksam machen müssen,daß es nur die Getränke auf den speziell dafür angefertigten Karten gibt.Doch wer will das schon?

da wir erst später zur Gaststätte kamen (vorher kirchliche Veranstaltung, jeder machte sich von dort aus selbst auf den Weg), hatten schon einige Gäste Getränke bestellt (u.a. auch welche, die nicht auf der seperaten Karte standen). Zuvor wurde vereinbart, dass die Servicekraft auf die Karte aufmerksam macht. Wir taten das dann auch, aber, wie gesagt, wir kamen halt später dazu

Wenn bei uns größere Gruppen Essen kommen ist es möglich dass diese sofort bezahlen oder eine Restanten-Rechnung bekommen (am PC geschrieben per Post)

Die Gaststätte muß sich auch an Vorabsprachen halten.Wenn der Sekt glasweise bestellt wurde,so sollte er auch so abgerechnet werden.Doch verstehe ich die Gaststätte nicht,denn 7 Gläser sind meist teurer als der Flaschenpreis.Doch,ob eine Rechnung handschriftlich oder per Computerkasse erstellt wurde,ist dabei nicht wichtig-Hauptsache ist,sie ist richtig! Auf die Rechnung gehört:Datum,Anlaß,richtige Mengenangaben mit Preis und Anzahl,Summe und anteilige Mwst.,Datum und Unterschrift. Tschüß

die erste Rechnung, die ich persönlich bekommen habe, ist handschriftlich auf einem Werbeblock geschrieben. Zuerst steht das, was getrunken wurde, dann ist dahinter eine Strichliste, dann steht der Einzelpreis (der, der auch in der Karte steht) und dann hinten die Summe. Unten ist alles zusammen gerechnet, darunter steht die Mehrwertsteuer. Es gibt keinen Stempel der Gaststätte, keine Unterschrift, kein Ansprechpartner. Die zweite Rechnung, die mir auf Bitten um Korrektur der falschen Posten postalisch zugesendet wurde, ist eine Kopie von einer ebenfalls handschriftlichen Rechnung (nicht von der, die ich habe, aber ähnlich). Darauf stehen die Posten mit Strichliste, aber ohne Einzelpreis, nur die Gesamtsumme der einzelnen Posten. Korrigiert wurde nix (also keine Posten rausgenommen), dafür ist die Mehrwertsteuer, die unter der zusammengerechneten Summe steht, anders, als auf der erste Rechnung. Nur, dass die Gesamtsumme nun die Summe von der ersten Rechnung plus die neu berechnete Mehrwertsteuer ist. Auf dieser Kopie ist ein Stempel, keine Unterschrift und keine Bankverbindung. Dazu gibt es ein handschriftliches Schreiben, wo mir mitgeteilt wird, dass man sich bei der MWSt verrechnet habe. Ih solle den Betrag innerhalb von 3 Tagen bar zahlen sonst drohen rechtliche Konsequenzen. Hier liegt doch aber nahe, dass man 2mal die MWSt kassieren möchte... Das ist doch Betrug, oder? Schließlich kostet ein Bier doch 3€ laut Karte (inkl. MWSt) und nicht 3€+MWSt, oder? Hab ich ein Recht auf Überweisung oder muss ich da echt nochmal hin und (egal wieviel) bar zahlen?

@joyleen81

Du mußt nicht in bar zahlen und kannst auch einen Bewirtungsbeleg verlangen,da steht auch die Kontonummer drin,wenn der halbe Liter für drei Euro in der Karte steht dann brauchst du auch nur die drei Euro bezahlen und nicht nochmal Märchensteuer,es sei denn die Preise stehen in der Getränkekarte ohne Märchensteuer!

Gruß Cosel

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