Muss man eine Vorstrafe erwaehne, wenn man einen Job moechte?

8 Antworten

Kommt darauf an ob deine Vorstrafe in dein Führungszeugnis eingetragen wurde oder nicht. 

Wurde sie eingetragen, musst du dies auf direkte Frage hin auch zugeben, sonst hast du eine Falschangabe gemacht welche zur Kündigung führen kann.

Sofern der Arbeitgeber von dir ein Polizeiliches Führungszeugnis verlangt werden die Straftaten offen gelegt. Wenn er keins verlangt, dann hast du nochmal Glück gehabt.

Grüße

Viele Unternehmen verlangen ein Führungszeugnis von dir, wo deine Vorstrafen aufgelistet sind. Wenn sie nicht explizit danach fragen, würde ich es auch nicht erwähnen.

Zunächst einmal hängt das davon ab, ob man überhaupt "vorbestraft" ist. In das Führungszeugnis werden nämlich nicht alle Strafen aufgenommen. Nicht aufgenommen werden nämlich insbesondere Geldstrafen von bis zu 90 Tagessätzen sowie Gefängnisstrafen von bis zu 3 Monaten (siehe § 32 BZRG, auch für weitere Ausnahmen). Erst bei einer Strafe die darüber hinausgeht, gilt man als vorbestraft.

Doch auch eine Vorbestrafung muss man nicht zwingend angeben. Der Arbeitgeber darf nämlich nur nach solchen Vorstrafen fragen, die einen Bezug zu der konkreten Tätigkeit haben. Wenn man z.B. bei Lidl an der Kasse arbeitet dürfte es egal sein, wenn man mal wegen Alkohol am Steuer verurteilt wurde.

Eine genaue Beantwortung der Frage ist daher stark einzelfallabhängig, sodass weitere Infos von Dir sicherlich hilfreich wären!

Selbst auf nachfrage brauchst Du es nicht sagen.Allerdings währe dies ein Kündigungsgrund.

Soweit es für das konkrete Arbeitsverhältnis relevant ist, muss man natürlich wahrheitsgemäß auf die Frage antworten.

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