Muss ich Unterhalt bezahlen?

6 Antworten

Das ist (fast) richtig.

Du musst deinen Selbstbehalt nicht antasten. Du kannst also nicht mehr Unterhalt leisten. Allerdings könnte von dir verlangt werden, dass du mehr arbeitest, um den Unterhalt für die Kinder zahlen zu können.

Und es gibt die Regelung, dass du alle deine Kinder gleich behandeln musst. Du kannst also nicht deinem großen Kind Unterhalt zahlen und deinem kleinen Kind nicht. Wenn die Kinder aber die gleiche Mutter haben, spielt das faktisch keine Rolle, da das gesamte Geld an sie geht.

Selbstverständlich musst du Unterhalt zahlen!

Deine beiden Kinder sind vorm Gesetz gleich. Da geht es nicht um erstes Kind, zweites Kind, drittes Kind...

Zur Zeit bist du bereits ein Mangelfall. Bedeutet, du kannst nicht mal den kompletten Unterhalt zahlen.

Nun kommt das zweite Kind. Das bedeutet: das Geld welches du nun "übrig" hast, wird der Unterhaltsansprüche entsprechend auf beide Kinder aufgeteilt.

Ob sich die Mütter allerdings damit zufrieden geben, sei mal dahin gestellt.

Denn du könntest dir auch einen Nebenjob suchen. Bis zu 48 Stunden die Woche sind drin. Im Grunde hast du Glück, dass Mutter 1 dich nicht vor den Kadi gezerrt hat, sondern sich offenbar mit den 75 Euro und aufstockendem Unterhaltsvorschuss zufrieden gibt.

Ich arbeite in Zwei Schichten und zwischen der alten und neue Arbeit müssen ja 9 Stunden liegen. Ich weiss nicht wie dads eine Beziehung verkraftet und ich pychisch wenn ich auch am Wochenende arbeite und kaum Freizeit und Zeit für das Kind haben werde...

Schichtdienst könnte ggf. ein K.O. Kriterium sein, warum dir keine Mehrarbeit zuzumuten wäre. Aber das würde im Fall der Fälle ein Richter entscheiden, ob er dir ein fiktives Einkommen anrechnet. Auch die Jugendämter gehen mitttlerweile zu dieser Maßnahme immer öfter über. Aber wie dem auch sei:

Ist also Kind 2 da, dann wird wieder eine neue Mangelfallberechnung aufgemacht.

Von deinem bereinigten Netto wird erstmal der Selbstbehalt abgezogen.

In deinem Fall also 1234 - 1160 = 74 Euro

Diese Summe wird anteilig auf die beiden Kinder verteilt und zwar entsprechend ihrer Unterhaltsansprüche.

Bedarf Kind 1: 424 - 102 = 322

Bedarf Kind 2: 369 - 102 = 267

Zusammen also 322 + 267 = 589 Euro

Du hast aber nur 74 Euro!

Also 74 : 589 x 100 = 12,56 %

Rechnung für die Kinder:

Kind 1: 322 x 12,56 % = 40 Euro

Kind 2: 267 x 12,56 % = 34 Euro

Damit hättest du wieder deine 74 Euro...

Es kann sein, dass du derzeit keinen Unterhalt bezahlen kannst. Dann beantragt einen Mutter zur Unterhaltsvorschuss. Wie das Wort "Vorschuss" sagt, leiht das Amt dir sozusagen das Geld, das du dem Kind nicht zahlen kannst. Du musst also damit rechnen, dass das Amt irgendwann mit Forderungen an dich herantritt. Das ist nur gerecht, schließlich müssen die Steuerzahler schon für ihre Kinder aufkommen, warum dann auch noch für deine?

Für das erste Kind bezahle ich ja Unterhalt. Wollte nur wissen, ob man dann für das zweites Kind zahlen muss/kann.

@Sturmbrand89

Ich wollte dir nur deutlich machen, dass du natürlich für jedes Kind zahlen musst. die Ausnahme wäre, wenn du nicht zahlen könntest. Dann wird das Geld vorgestreckt. Die Verpflichtung für seine eigenen Kinder aufzukommen besteht nun mal.

@Schuhu

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir zusammen sind, aber sie trotzdem Unterhalt beantragen möchte, da sie 2 Jahre Zuhause bleiben möchte. Ich arbeite in Zwei Schichten und zwischen der alten und neue Arbeit müssen ja 9 Stunden liegen. Ich weiss nicht wie dads eine Beziehung verkraftet und ich pychisch wenn ich auch am Wochenende arbeite und kaum Freizeit und Zeit für das Kind haben werde,

@Sturmbrand89

Offenbar kann die Mutter auch nicht für das Kind aufkommen. Schade, das kleine Würmchen hätte es verdient, nicht Kostenfaktor, sondern geliebter Mittelpunkt einer kleinen Familie zu sein. Im übrigen gilt alles, was ich geschrieben habe.

Doch, kinder gehen vor. Falls du nicht zahlst bekommt das kind vom jugendamt unterhaltsvorschuss gezahlt. Den holt sich das jugendamt von dir zurück.

Wenn ich aber für das erste Kind nur 75 Euro zahlen kann und der Selbstbehalt 1160 Euro sind, wie soll ich dann für das zweite aufkommen können?

@agitatorhunter6

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir zusammen sind, aber sie trotzdem Unterhalt beantragen möchte, da sie 2 Jahre Zuhause bleiben möchte. Ich arbeite in Zwei Schichten und zwischen der alten und neue Arbeit müssen ja 9 Stunden liegen. Ich weiss nicht wie dads eine Beziehung verkraftet und ich pychisch wenn ich auch am Wochenende arbeite und kaum Freizeit und Zeit für das Kind haben werde,

Warum denn nicht? Du kannst einer Nebenbeschäftigung nachgehen und davon den Unterhalt zahlen. Ein Unterhaltspflichtiger wie Du ist verpflichtet, notfalls bis zu 48 Stunden pro Woche zu arbeiten, um den Mindestunterhalt sicherstellen zu können.

Merke: Sind minderjährige Kinder vorhanden, kommen erst die Kinder dran, dann die Kinder, dann nochmal die Kinder, dann lange Zeit nichts, dann wieder die Kinder, dann noch mal die Kinder, und höchstens ganz zum Schluss geht es um Dich und dein Leben.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir zusammen (aber nicht wohnen) sind, aber sie trotzdem Unterhalt beantragen möchte, da sie 2 Jahre Zuhause bleiben möchte. Ich arbeite in Zwei Schichten und zwischen der alten und neue Arbeit müssen ja 9 Stunden liegen. Ich weiss nicht wie dads eine Beziehung verkraftet und ich pychisch wenn ich auch am Wochenende arbeite und kaum Freizeit und Zeit für das Kind haben werde,

Was möchtest Du wissen?