Muss ich sonntags gratis für meinen Chef arbeiten?

5 Antworten

Wenn Du Sklave bist mußt Du.


Wenn Du einen gültigen Arbeitsvertrag hast, mußt Du nicht. Du kannst, wenn man Dich freundlich fragt und einen entsprechenden Sonntagszuschlag bezahlt.


Für die Sklaventreiber in diesem Thread:

Es gibt bestimmte Mindestanforderungen bzgl. bezahlter Arbeit in diesem Lande; wie man an manchen Antworten hier sieht, sind diese Mindestanforderungen auch dringend erforderlich, sonst ist dem Weg zur Sklaverei wieder Tür und Tor geöffnet.


Daß ist sicherlich nicht korrekt. Aber du möchtest den Job ja sicherlich behalten. Darum würde ich diesen Sonntag arbeiten, wie vereinbart, und kein Wort mehr darüber verlieren. Wenn du dich dann etwas eingearbeitet hadt, kannst du ja vielleicht einmal mit einem Kollegen darüber ein Gespräch führen. Z.B. daß du überrascht warst, das der Sonntag nicht abgegolten wird, oder so ähnlich. Vielleicht lohnt es sich ja auch, hin und wieder mal Sonntags zur Verfügung zu stehen, weil dies an anderer Stelle wieder wettgemacht wird? Natürlich arbeitet niemand gerne umsonst, aber an deiner Stelle würde ich zunächst die Füße still halten. Wenn wieder so ein Sonntags - Event ansteht, dann hast du eben beim nächsten Mal keine Zeit. Ich weiß ja nicht, ob du auf Provisionsbasis arbeitest, vielleicht ist diese Veranstaltung ja auch für dich ganz gut? Vielleicht kommen Kunden,die du an diesem Tag berätst, später zu dir, und wollen genau von dir beim Autokauf betreut werden? Das wäre dann bares Geld für dich, und der Sonntag wäre eine Art Eigenwerbung gewesen? Wie gesagt, ich würde erstmal abwarten. Ein Fass aufmachen und kündigen kannst du später immer noch...

Nein ich arbeite nicht auf Provisionsbasis. Ich arbeite schon lange in der Autobranche. Die Autoverkäufer haben wirklich etwas davon, wenn sie an diesen Events arbeiten. Ich habe schon mit zwei Kolleginnen aus dem Geschäft gesprochen, weil ich sie fragen wollte, ob das schon immer so war. Die beiden haben mir gesagt, dass niemand damit einverstanden sei (seit 15 Jahren), sich aber niemand getraut, etwas zu sagen. Ausserdem haben sie mir gesagt, dass sie von den Kunden immer angemacht werden... ich denke sowieso, dass die Mitarbeiterinnen hier nur danach ausgesucht werden, ob sie in den Minikleidern gut aussehen.
Hier sind alle gross und schlank.. die hälfte der Frauen spricht kaum Deutsch und hat keine Ausbildung..

"Aber du möchtest den Job ja sicherlich behalten. "

Ich kann das langsam nicht mehr hören/lesen. Merkst du denn, dass du damit dem Betrieb schlichtweg zugestehst, eine Erpressungsmethode anzuwenden?

"Es ist zwar gegen das Gesetz, aber wenn du es nicht machst, fliegst du."

Die Situation, dass es heute nicht leicht ist, einen Job zu finden, macht sämtliche Tore offen für solches Gutsherrengehabe jenseits vom Gesetz.

Wenn du antwortest, schildere doch schlicht und einfach die rechtliche Seite. Und erwarte nicht vom Fragesteller, dass er diese einfach ignoriert. Wie weit er das Rückgrat hat, sich dagegen zu stellen, bleibt ihm ja überlassen. Und ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Leute einem solchen Betrieb den Rücken kehren und ihm zeigen, dass er alleine sein Geld sicher nicht verdienen kann.

@PeterSchu

@ PeterSchu:

DH!!!

Sonntagsarbeit ist grundsätzlich verboten, Ausnahmen unterliegen strengen Vorschriften. Allerdings können auch Überstunden in gewissem Umfang durch das Gehalt abgegolten sein, das hängt dann vom Arbeitsvertrag ab. Zu verlangen, dass Mitarbeiter 13 Stunden unentgeltlich arbeiten (obwohl nur 10 Stunden erlaubt sind), halte ich persönlich für sittenwidrig. Wenn sich jemand weigert, muss er sich allerdings darüber im Klaren sein, dass der Arbeitgeber möglicherweise gegen ihn mit unlauteren Mitteln vorgeht. Bei so einer Firma würde ich nicht arbeiten wollen.

"Bei so einer Firma würde ich nicht arbeiten wollen."

Bin ganz auf deiner Seite.

Rechtens ist das nicht. Und ich finde solche Arbeitgeber asozial! Aber wenn du es nicht machst dann wirkt das sehr negativ. Umsonst arbeiten würde ich niemals tun. Warum sollte ich einem Arbeitgeber was schenken? Tut er ja auch nicht.

Mach es oder lebe mit einem negativ gefaerbten Einstieg in den neuen Job, der unter Umstaenden groessere Folgen haben koennte. Man muss auch ab und an mal dazu bereit sein, Opfer zu bringen.

Niemand muss ein Sklave sein, außer wenn er's will...

@maulwuff

Naja, dann stoert es den Fragesteller ja auch nicht, wenn die Chefin waehrend der Probezeit sagt, dass er sich nach einem neuen Job umsehen kann, weil sie das Gehalt dann doch lieber in jemanden stecken moechte, der auch mal bereit ist, etwas fuer seine Arbeitsstelle zu tun.

Wie man in den Wald reinruft, so kommt es irgendwann zurueck.

@M1603

@M1603: Kommst Du aus dem Urwald? Wir leben im Jahr 2015!!!

@AlderMoo

Nein, ich komme nicht aus dem Urwald und ich weiß auch, dass wir 2015 haben. Und was soll mir das sagen?

@M1603

@ M1603:

der auch mal bereit ist, etwas fuer seine Arbeitsstelle zu tun.

Wie man in den Wald reinruft, so kommt es irgendwann zurueck.

Das ist ja wohl blanker Schwachsinn!!!!

Warum genau sollte man mehr tun als man muss?  Warum sollte man sich aufopfern müssen? Der Chef tut doch auch nichts umsonst für einen. Zumal man für seine Arbeit entlohnt werden sollte! Warum mehr tun als seiner Arbeit nachgehen? Das muss genügen. Geschenkt gibt es in dieser Welt nichts mehr. Also warum sollte ich meinem Arbeitgeber meine Zeit schenken ohne Entlohnung? Zeit ist das wertvollste auf der Welt und man bekommt sie nie mehr zurück

@Blueangel1717

Wer mit den Konsequenzen leben kann, soll gerne seine Freizeit geniessen und sich direkt mit dem Chef schlecht stellen. Mir waere mein neuer Job hier wichtiger, und ich wuerde nicht nach einer Woche direkt mit der Anwaltskeule schwingen, zumal der Fragesteller ja auch (verbindlich) zugesagt hat (ohne weitere Zwischenfragen zu stellen). Ein Tag bei einem sicherlich eher lockerem Event wird einen schon nicht umbringen und kann gleich gut dazu benutzt werden, um die Kollegen besser kennenzulernen.

Aber jeder so, wie er will.

@M1603

Wer hat denn gesagt, dass der Event locker ist?! Ich muss 13 Stunden in einem Minikleid mit High Heels den Kunden hinterherrennen und denen ihre Geschenke in den Wagen reichen, Getränke und Essen servieren und schmutziges Geschirr kistenweise rumschleppen... ich will ja sehen, wie Du das locker machst... aber das ist wohl Ansichtssache...

Ganz ehrlich?

Wenn ich mich jetzt nicht wehre, wird sich das doch nie ändern.. dann spielt es keine Rolle, wie lange ich schon dort arbeite.. dafür ist die Probezeit ja eigentlich da...

Und noch was.. wenn sie mich fragt, ob ich sonntags arbeiten komme, gehe ich doch (blauäugig) davon aus, dass sie wenigstens das Gesetz beachtet... oder nicht??

@M1603

"...zumal der Fragesteller ja auch (verbindlich) zugesagt hat..."

Er hat zugesagt, zu arbeiten. Und arbeiten tut man in der Regel gegen Lohn. Wenn der Betrieb hier eigene Regeln gegen Recht und Gesetz aufstellt, muss man das ja mal hinterfragen dürfen.

13 Stunden sind zu viel. Höchstarbeitszeit sind 10 Stunden. Sie macht sich strafbar wenn sie dich länger arbeiten lässt. Ein Verstoß gegen das arbeitsschutzgesetz kann bis zu 15000€ Ordnungsgeld Kosten Oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe.

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