Muss ich Probearbeiten anmelden?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du es nicht meldest, und der Betrieb wird kontrolliert, ist es Schwarzarbeit. Das könnte ja jeder behaupten, es handelt sich nur um eine Probearbeit.

In der Gastronomie bist du außerdem verpflichtet, IMMER den Sozialversicherungsausweis bei dir zu führen. Genau deswegen musst du den beim Leistungsbezug abgeben.

jo das stimmt schon, im Endeffekt könnte das dann jeder behaupten das er unentgeltlich zur Probe gearbeitet hat, das ist mal en Argument das ich nachvollziehen kann, ich werd dann morgen direkt mal hingehen und dehnen das mitteilen, hoffentlich machen die keinen Stress deswegen, ich will nur endlich arbeiten und mit dem Verein nix mehr zu tuen haben

ich kenne es nur so, dass man es meldet um dann auch versichert zu sein, falls man einen Arbeitsunfall hat......

Wenn man arbeitet - ob zur Probe oder zur Gaudi oder zum Geldverdienen, das ist egal -, dann hat man einen gesetzlichen Anspruch auf ein Gehalt von mindestens zwei Dritteln des tariflichen oder des ortsüblichen Gehalts für diese Tätigkeit.

Ein niedrigeres Gehalt – etwa auch Null Prozent – wäre „Lohnwucher“. „Eine wucherische Vergütungsvereinbarung ist nach § 138 Bürgerliches Gesetzbuch nichtig. Stattdessen hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die übliche Vergütung.“ (Wikipedia, Lohnwucher)

Bezieht man noch kein ALG I oder ALG II, muss sich nur der Chef Sorgen machen, ob der Probe-Arbeiter diesen „Anspruch auf die übliche Vergütung“ geltend macht, etwa vor dem Arbeitsgericht.

Bezieht man schon ALG II, darf man auf seinen „Anspruch auf die übliche Vergütung“ nicht verzichten, ja kann es noch nicht einmal: Denn der geht automatisch auf das Jobcenter über laut SGB II § 33 Übergang von Ansprüchen!

Eine Ausnahme gibt es, wenn der Chef dieses beantragt beim Jobcenter: § 45 Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach dem SGB III in Verbindung mit § 16 SGB II. Dann gilt aber auch: „(2) Die Dauer der Einzel- oder Gruppenmaßnahmen muss deren Zweck und Inhalt entsprechen. Soweit Maßnahmen ... von einem Arbeitgeber durchgeführt werden, dürfen diese jeweils die Dauer von sechs Wochen nicht überschreiten.“ http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__45.html

Dafür kann der Chef noch Zuschüsse kriegen für die Einarbeitung – oder aber nur einen Probe-Arbeiter ohne Gehalt: „Die Förderung kann auf die Weiterleistung von Arbeitslosengeld beschränkt werden.“ (ebenda)

Oder eben von ALG II im Sinne von § 16 SGB II. Wenn eben nach vorheriger Prüfung klar ist, dass der Probearbeiter kräftig eingewiesen werden muss und nicht sonderlich produktiv arbeiten kann.

Wenn ich aber einfach direkt zum Chef gehe und der sehen will, ob ich 150 Stück in acht Stunden produzieren kann oder nicht, dann muss er mich zumindest für diese 150 Stück bezahlen bzw. für diese acht Stunden.

Ergo: Problemkunden des Jobcenters bzw. des Arbeitsamtes (die „nach einer Arbeitslosigkeit von sechs Wochen innerhalb einer Frist von drei Monaten noch nicht vermittelt sind“; ebenda Absatz 7) können auf Antrag ihres Chefs gratis Probearbeiten. Auf Kosten des Amtes.

Alle anderen Kunden nicht. Mit ALG I schon, aber nur weniger als 15 Stunden in der Woche. Mit ALG II eben nur als Maßnahme – oder mal einen Nachmittag als reines Reinschnuppern mit Anfassen und Ausprobieren, ohne produktive Dauertätigkeit über den ganzen Tag.

Gruß aus Berlin, Gerd

Du hast zwar vollkommen Recht, Gerd. Aber leider sitzen die Arbeitgeber am längeren Hebel. Wenn jemand den Job haben will, muss er in den sauren Apfel beißen. Natürlich könnte man den Arbeitgeber im Nachhinein auf Zahlung des Lohnes verklagen - und bekäme sicher auch Recht. Aber auch das spricht sich dann bemerkenswert schnell herum. Auch die Gastronomen sind zuwar Konkurrenz, gehen aber häufig zusammen kegeln usw.

Du musst es nicht nur anmelden, Du musst es Dir genehmigen lassen, da es sonst illegale Schwarzarbeit ist.

Ja , musst du Erstens bist du dann für die Zeit über die Arge versichert und dir kann keiner wegen Schwarzarbeit

hmm jo das war auch meine Überlegung, aber es ist ja keine Schwarzarbeit, das ganze läuft ja unentgeltlich und vom Amt krieg ich ja auch nix

@Cairns

Schön und bei einer Zollkontrolle unendliech viel Ärger Um dies zu vermeiden solltest du das schon melden ! Wenn die dich dabei erwischen glaubt dir das leider kein Mensch und das kann sehr sehr teuer werden

@Alexuwe

Jo ok dann mach ich das mal, mal sehen wie die reagieren. Ich hab schon mal mitbekommen das mein direkter Anprechpartner beim Jobcenter in der Regel sowas nicht erlaubt, daher kam die Frage.

@Alexuwe

du kannst mir nicht zufällig sagen, ob es für sowas einen behördlichen Vordruck gibt oder ob ich da selber was ausformulieren muss bzw was ich dann angeben sollte?

@Cairns

Doch , das muss er erlauben ! Keine Frage sonst beschwer dich beim Amtsleiter !!!! Es ist ok wenn du dir eine Arbeit suchst und er muss dich dabei unterstützen Probearbeit ist was normales Viel Glück für dich

@Alexuwe

dank dir, hoffentlich wirds was^^

@Cairns

Nein musst du nicht , es reicht auch da anzurufen bzw beim Service bescheidzusagen , besser noch zettel mit adresse der firma , anzahl der Probetage mit genauem datum und uhrzeit Abstempeln lassen So zb Firma . Max Mustermann 000000 musterstadt Musterstrasse 00 Fleischerei Ich arbeite da von montag 01.01. Bis mittwoch 03.01. 0000 In der zeit von 8.00 uhr bis 16,30 uhr zur probe ! Bei rückfragen bitter herrn mustermann Mfg deine unterschrift Zwei mal Ein mal für die arge und einmal mit stempel für dich Dann bist du auf der ganz sicheren seite Lg

Was möchtest Du wissen?