Muss ich Mahngebühr bezahlen wenn ich keine Mahnung bekommen habe?

4 Antworten

Hallo,

es benötigt keine Mahnung, um dich in Zahlungsverzug zu setzen. Natürlich darf man dir keine Kosten für eine Mahnung in Rechnung stellen, die du nie erhalten hast, aber sobald du nicht die Ware/Dienstleistung in verlangter Zeit gezahlt hast, bist du automatisch im Verzug und man kann dir zusätzliche Kosten in Rechnung stellen.

Das machen aber die wenigsten, da es ja auch im Interesse des Unternehmens liegt, das Geld zu bekommen. Wenn keine Mahnung ankommt, sind es daher oft Betrüger.

Gruß Bloodmoon

"es benötigt keine Mahnung, um dich in Zahlungsverzug zu setzen"

Hast du einmal den §286 BGB gelesen? Vermutlich nicht.

Mit einem Paragraphnen kommt man sich gleich besser vor, oder? Die Info mit dem Zahlungsverzug hatte ich von einem Anwalt, als mir Mahnkosten in Hoehe von ueber 500 Euro nach 4 Jahren ohne Mahnung in Rechnung gestellt wurden. Bei dem Gespraech hies es ganz klar das es nach einer Rechnung nichts braucht um jemandem in Verzug zu setzen - was beim ueberfliegen auch der Paragraph besaetigt.

@BloodmoonV

Nein, der bestätigt gerade das nicht. Sicher, es gibt Ausnahmen, welche auch alle in Absatz 2 genannt werden. So generell ist deine Aussage aber einfach falsch. Wie dein Fall im speziellen aussah, weiß ich ja nicht - vermutlich war eine der Ausnahmen erfüllt. Nebenbei: nach 4Jahren ist normalerweise Verjährung eingetreten.

@BloodmoonV

500€ Mahnkosten nach 4 Jahren? Das klingt für mich nach einer frei erfundenen Geschichte.

Garantiert hat dir kein Anwalt wörtlich gesagt, dass es nie einer Mahnung bedarf. Wenn doch, sollte der Anwalt sich einen neuen Job suchen.

Die Rechnung gehört nicht zum Vertrag und gegenüber Verbrauchern ist das bloße Nennen eines Termins auf der Rechnung nicht ausreichend, um automatisch den Verzug auszulösen. So einfach ist das und so steht es auch im Gesetz.

Hallo

das kommt darauf an warum du die Mahnung nicht bekommen hast.

- Poststreik

- Nachbar klaut Post

- In Werbemüll verloren gegangen

wären keine Gründe die Mahngebühren nicht zu bezahlen. Überweise erst einmal die geforderte Summe ohne Mahngebühren, wenn dann immer noch darauf bestanden wird musst du sie zahlen wenn nicht Glück gehabt sie legen keinen Wert mehr darauf. Kommt öfter vor als man denkt.

Lieben Gruß

"das kommt darauf an warum du die Mahnung nicht bekommen hast."

Nein, das warum interessiert nicht. Wird eine Mahnung nicht zugestellt, können keine Gebühren gefordert werden.

Der Gläubiger muss nachweisen, dass die Mahnung den Schuldner erreicht hat. Wenn er während dem Poststreik den Dienst des streikenden Unternehmens nutzt, nimmt er im Kauf, dass der Brief nicht oder verspätet ankommt. Pech für ihn, aber das kann dem Schuldner egal sein.

Schon das erste Schreiben nach dem Fälligkeitstermin kann eine Mahngebühr fordern - oder gleich zum Inkassounternehmen! - Niemand muss dich auf seine Kosten freundlich "erinnern".

Die erste, verzugsbegründende Mahnung ist kostenfrei. Im übrigen braucht man i.d.R. immer eine Mahnung um Verzug auszulösen

oder gleich zum Inkassounternehmen

Wieso verbreitet ihr ständig diesen Unsinn?

Fälligkeit und Verzug sind zwei grundverschiedene Dinge. Um den Verzug auszulösen bedarf es im Regelfall immer einer Mahnung. Die Ausnahmen stehen ausdrücklich im BGB. Die Inkassokosten gehören zu den Verzugsschäden und solange man nicht in Verzug ist, sind Inkassogebühren ganz grundsätzlich nicht erstattungsfähig. Da gibt es keine zwei Meinungen, da gibt es keine Diskussion.

Mahngebühren werden mit der Mahnung festgesetzt. Woher sollen die sonst kommen?

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