Muss ich für die freie Mitarbeit für eine ausländische Firma Steuern zahlen/ sie irgendwo anmelden

5 Antworten

Sobald du in Deutschland lebst musst du dein einkommen versteuern, wenn du die Steuerfreigrenze von (diesjahr) rund 7800,- Euro überschritten hattest. Als Freelancer dürftest du auch einige abschreibungen vornehmen, so dass du im Endeffekt kaum Steuern zu zahlen hättest.

Die andere Sache, die zu bedenken ist, snd die Sozialversicherungsbeiträge. In Deutschland muss jeder versichert sein, zumindest eine Krankenkasse haben. Ob du dann als Familienangehöriger Mitversichert werden kannst oder sich "freiwillig" als Freelancer versicherst, das klärst du am besten bei der Krankenkasse. Ich empfehle eine Kasse zu wählen, die viele junge mitglieder auf dem flachen land hat. Da sind die Beitrge stabil.

Ich gehe davon aus, dass du eine Rechnung stellst und diese per Überweisung auf dein Konto bezahlt wird.

Diese selbständige Tätigkeit kannst du anmelden als Gewerbe ( kostet etwa € 10 - 15 ) und damit ist der amtliche Teil abgehakt.

Umsatzsteuer:

Falls das Finanzamt nachfragt, lasse deine Tätigkeit erst mal als Kleinunternehmer laufen. Damit ersparst du dir das Ausfüllen des Blattes Umsatzsteuer und die ganze damit verbundene Prozedur. Zu dem Thema kannst du googeln "Kleinunternehmer - Steuern"

Wichtig ist - und deswegen würde ich die Tätigkeit durchaus beibehalten, wenn du eine Festanstellung findest: Du kannst eine Reihe von Kosten dagegen stellen, z.B. Telefon, Porto, Papier, Druckertinte und Büromaterial. Es sollte aber kein Verlustgeschäft auf Dauer sein, sonst spielt das Finanzamt nicht mit. Eine schwarze Null reicht aber aus, um steuerlich keine Probleme zu bekommen.

Du kannst dich auch arbeitssuchend melden und dir dadurch die Krankenkassenbeiträge sparen. Es ist erlaubt, eine Nebentätigkeit auch in selbständiger Form auszuüben. Du darfst aber bestimmte Arbeitszeiten nicht überschreiten, weil du ja dem Arbeitsamt zur Verfügung stehen musst. Kontrollieren tut keiner die tatsächliche Arbeitszeit.

Ob dein Verdienst auf das ALG angerechnet wird, weiß ich nicht, aber du kannst dein Einkommen ja mtl. ermitteln, in dem du die Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellst ( wie gesagt die kleinen Kosten nicht vergessen! ). Das Arbeitsamt gibt dir da Auskunft. Du musst das in jedem Fall absprechen.

Ich hab das mit Hilfe einer excel-Tabelle gemacht, die ich mir selbst gestrickt habe.

Du brauchst die Zahlen ja am Jahresende sowie so für die Steuer.

Frohes Schaffen!

Hi. Vielen Dank für eure schnellen Antworten. Ich hab erst jetzt mit dieser Tätigkeit begonnen und hoffe wie gesagt bald eine Festanstellung zu bekommen, ich hab also keine Ahnung ob/ inwiefern der Steuerfreibetrag für mich relevant ist.... Was meine Tätigkeit betrifft: Es sind Übersetzungsarbeiten. KV zahle ich momentan selbst, eben weil ich nicht so recht weiss ob ich denn nun als arbeitssuchend gelte oder nicht. Danke! :)

Deine Einkünfte sind Einkommen- und Umsatzsteuerpflichtig. Leider schreibst Du nichts über deine Tätigkeit. Dies ist wichtig, ob Du Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb hast, oder aus freiberuflicher Tätigkeit hast.

Du kannst dich arbeitssuchend melden, aber einen Zuschuß zur KV bekommst du nicht, lediglich hilft man dir bei der Suche.

Auf jeden Fall mußt du zunächst ein Gerwerbe anmelden. Alles weitere ergibt sich aus der Art der Tätigkeit und dem Jahresumsatz, ob du z.B. Gewerbesteuern zahlen mußt ( vermutlich nicht ).

Ich fürchte, Du bist trotzdem auf dem Holzweg!

Viele Unternehmen überreden ihre Mitarbeiter, als sogenannte Freie oder Selbstständige zu arbeiten und ein Gewerbe anzumelden. Dann spart sich nämlich der Arbeitgeber die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung und der Arbeitnehmer ist als Scheinselbständiger nicht versichert, haftet jedoch möglicherweise für die nhicht abgeführten Lohnsteuern ujnd Sozialversicherungsbeträge.

Zur Umgehung dieser Scheinselbständigkeiten hat die Solzailversicherung genau festgelegt, wie man einen echten von einem Schein-Selbstständigen unterscheiden kann. Das solltest Du Dir erstmal genau ansehen, damit Du erkennen kannst, von wem die Sozialkassen sich die entgangenen Sozialversicherungsbeiträge holen werden, wenn sie den Arbeitgeber - weil er weit weg ist - nicht greifen können. Am besten mal googeln oder von der Krankenkasse ein Merkblatt besorgen. Die sind auch immer auf dem neuesten Stand.

Das Finanzamt interessiert sich nicht dafür, wo Dein Arbeitgeber seinen Sitz hat. Es interessiert sich nur dann für Deine Einnahmen, wenn Du hier Deinen Wohnsitz hast und oder in Deutschland Deine Einnahmen verdient hast.

Wenn Du zu wenig verdienst, dann hast Du möglicherweise Anspruch auf die Grundförderung nach HartzIV, jedoch erst ab dem Tag, an dem Du den Antrag gestellt hast. Von dem Grundförderungsbetrag wird dann ein Teil Deines Verdienstes abgezogen.

Also gleich am Montag anmelden gehen ! und den Arbeitsvertrag, bzw. die letzte Abrechnung mitnehmen.

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