Muß ich eine Elektrikerrechnung dem Vermieter als Schadenersatzforderung gegen mich bezahlen, wenn jener Elektriker trotz Nachfrage zur Ursache schwieg?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn es keine Rep.-Klausel im MV gibt, dann muss der Vermieter als Auftraggeber bezahlen, was er wohl auch getan hat. Die Schadensersatzforderung des Vermieters an dich setzt voraus, dass du als Mieter einen Schaden verursacht hast.

Die Ursache des Schadens wurde nicht benannt, also kannst du die Forderung des Vermieters ablehnen.

Zudem erscheint mir der Rechnungsbetrag zu klein, denn jede Reparatur an der Hauselektrik ist mit Fahrtkosten verbunden, die wohl hier nicht ausgewiesen sind. Rechne ich die Mwst. von 19% aus der Schadenssumme heraus, dann wird die Leistung des Elektriker noch unglaubhafter.

Wenn der Vermieter eine Schadenersatzforderung stellt, muss er diese natürlich auch begründen.

In der Regel wird der Auftragnehmer/Elektriker einen Arbeitsnachweis an die Rechnung heften, in welchem auch die Schadenursache beschrieben ist.

Ob der Elektriker Dir nun vor Ort die Schadenursache benennen muss, steht auch einem anderen Blatt. Du bist ja nicht der Auftraggeber und es ist auch nicht dein Eigentum.

Meine Handwerker sind da (zurecht) immer etwas vorsichtig, wenn es um solche Äußerungen gegenüber Mietern geht.

Was hätte es geändert, wenn der Elektriker gesagt hätte, das es dein Verschulden ist?

Im Zweifel lässt sich das aber auch jetzt noch über eine Rechnung nachweisen. Angenommen, der Elektriker hat keine Arbeiten an der Unterverteilung oder an dem Lichtschalter, sondern nur am Lampenauslass gemacht, liegt der Schluss nahe, dass die Ursache in der Lampe zu finden ist.

Nein. Eben nicht.

  1. Erstmal kann der Mieter prüfen, ob es an seiner Lampe liegt und der Elektriker gibt Auskunftdarüber. Das ist Kundenbindung. Denn falls ich als Mieter mal später einen eigenen Auftrag habe, dann nehme ich diesen freundlichen Mann. Denken Sie mal daran!

Die Fa. Preugschat in Salzwedel nehme ich nun nie mehr!

  1. Am Deckenauslaß hängt die Lüsterklemme, die ist immer im Eigentum des Vermieters. Wenn also dieser Elektriker am Deckenauslaß rumgewerkelt hat, weiß ich eben nicht, ob er den Teil der Drähte, die zur Lampe führen repariert hat oder die Drähte am Deckenauslaß, im letzteren Fall ist es Sache des Vermieters.

Ein maulfauler, überheblicher, ignoranter, arroganter, geistig verwirrter Elektriker, der sich noch nicht mal vorstellt wer er ist und von welcher Firma er kommt, der ist völlig fehl am Platze, Er bringt Schaden über die Firma, den Vermieter und mich.

Na der Vermieter schickt den ja nicht aus Spaß, eher hast Du das ja über den Vermieter veranlasst.

Wenn der Vermieter Geld dafür haben will, bestehe allerdings auf eine Rechnungskopie.

Aus heiterem Himmel heraus würde ich das nicht zahlen.

Gibt es in Deinem MV eine Kleinreparaturklausel.

Meist müssen dann Kleinstreparaturen vom Mieter getragen werden. Die Pauschale liegt je nach Miethöhe zw. 90 und 150 Euro.

Aber nur für Dinge, die der Mieter selbst regelmäßig benutzt, wie z. B. Wasserhähne, Lichtschalter, ...

Nein. Der Elektriker hat dem Vermieter offenbar erklärt, das die Ursache des Schadens auf Mieterseite liegt. Und das kann ich nun nicht mehr nachprüfen, der Vermieter ist aber in der Beweispflicht, oder?

Es gibt zudem keine Kleinreparaturklausel.

150 € sollen zulässig sein?

Ich kenne noch kein Urteil was 150 Euro als Rechnungsbetrag für wirksam erklärt wurde, nach meinem Kenntnisstand 100 Euro zuzüglich Mwst. also 119 Euro.

Falls Du etwas anderes weißt, bitte nenne mir die Quelle.

@johnnymcmuff

Das letzte Urteil, dass ich kenne und 120 € für angemessen hält, ist schon wieder 2-3 Jahre alt. Wenn man nun die allgemeinen Preissteigerungen/Inflationsraten berücksichtigt, könnten 150 € mittlerweile in Ordnung sein.

@ChristianLE

Mir ist das auch nur mit den 120 € bekannt.

Ich persönlich pfände es gut wenn man diese Grenze jährlich anheben würde, denn auch viele Löhne werden jährlich angehoben und das Material wird auch nicht billiger.

Man sollte nicht nur das Nehmen dürfen was im Mietvertrag vereinbart sondern das man die Höhe anpassen darf wie bei den Nebenkosten.

Ein Mieter der jetzt einzieht und 100 € als Betrag stehen hat, der lacht dann in zwanzig Jahren darüber, weil er nie etwas zahlen muss.

Ich frage erst mal andere Details, dann erübrigt sich das vielleicht.

Gibt es eine wirksame Kleinreparturklausel in Deinem Mietvertrag? 

Wie hoch ist der dort angegebene Betrag einer einzelnen Rechnung? 

Wie hoch ist der Rechnungsbetrag?

Ist der Schalter defekt, könnte es unter Kleinreparatur fallen, ist es aber die Kabelleitung oder die Fassung der Birne, dann fällt das nicht darunter. Deine Nachfrage ist daher auch berechtigt.

Nein. Keine. Die Rechnung lautet auf 35 Euro.

@matzevalentin

Du machst Dir wegen 35 Euro so einen Stress?

Wäre mir ehlich gesagt zu blöd.

@matzevalentin

Wenn es keine Kleinreparturklausel gibt, muss der Vermieter die Rechnung bezahlen, es sei denn Du hättest den Schaden verursacht.

Weil man Dir Dir auch keinen Nachweis über den Grund des Defekts gibt bzw. nicht nachweisen kann dass Du der Verursacher bist, musst Du auch nichts bezahlen.

Die Rechnung an den Vermieter zurückschicken dass Du aufgrund fehlender Rechtslage nichts bezahlen musst.

@alarm67

Wenn man von HartzIV lebt, ist das viel Geld! Außerdem geht es hier um mein Recht!

Zunächst mal ist der Vermieter gemäß §535 BGB zur Instandhaltung verpflichtet.

Will der Vermieter einen Schadenersatz geltend machen, muss ein schuldhaftes oder fahrlässiges Verhalten beim Mieter vorliegen. Ob dies bei dir gegeben ist, kann ich natürlich nicht wissen. Aber wenn schon der Elektriker die Ursache nicht benennen kann, wie soll es dir dann der Vermieter sagen können.

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