Muss ich als Mieter so viel Grundsteuer bezahlen?

5 Antworten

Nicht zwangsläufig. Zum Einen steigen die Nebenkosten seit Jahren nahezu ungebremst, weil die Kommunen (u.a. auch infolge der Tarifsteigerungen) ständig die Preise erhöhen, zum Anderen ist die Grundsteuer grundsätzlich umlagefähig. Zu prüfen wäre allerdings, ob sich der Betrag auf Deine Wohnung anteilig oder auf die Gesamtanlage bezieht. Das kannst Du ganz einfach durch einen Anruf beim VM klären, und freundlich um Einsicht in den Gebührenbescheid bitten (den die Kommune den Eigentümern nach Kauf zustellt).

Hallo Klara1, wenn die Grundsteuer im Mietvertrag als umlagefähig vereinbart ist, dann muss der Mieter diese auch für seine Wohnung übernehmen. Handelt es sich um eine Eigentumswohnungsanlage, in der Du Deine Wohnung angemietet hast, dann ist es möglich, dass der Vermieter (oder dessen Beauftragter) speziell für diese Wohnung einen separaten Bescheid erhalten hat, der Dir dann voll umgelegt wird (tagesanteilig, falls Du nicht über den gesamten Abrechnungszeitraum Mieter dort warst). Ist der Bescheid für die gesamte Hausanlage (alle Einheiten zusammen)ergangen, dann ist die Grundsteuer flächenanteilig, bezogen auf das Gesamtobjekt abzurechnen. Auf eines könnte man noch hinweisen: Ist die Eigentumswohnung als Gewerbeobjekt ausgewiesen oder in der Mietshausanlage Gewerbeeinheiten zulässig, so könnte die Grundsteuer daran orientiert höher als für ausschließlich Wohnraumnutzung liegen. Du musst aber nur den Satz der nichtgewerblichen Nutzung tragen! Gruß, peuteneuer von ObjektV.de

Diese Trennung Gewerbe / Mietwohnung muss in der Abrechnung konkret dargestellt werden! Sie wäre sonst mangelhaft. Gute Antwort: DH

110 euro grundsteuer? wow... ich würd mich mal beim deutschen mieterbund erkundigen, oder vll erst mal beim vermieter, und freundlich nachfragen ob es sein kann das da ein fehler passiert ist.

wir zahlen (zwar in bayern) für 1000 qm grund im vierteljahr ca. 11 euro. dh. im jahr 44 euro. allein.

Die Grundsteuer richtet sich aber in erster Linie nach dem Wert des bebauten Grundes (sofern es sich um ein Haus im innerstädtischen Bereich handelt). Das passt schon; bei Quadratmeterpreisen von € 3500.-- aufwärts (München z.B.) liegt die Grundsteuer selbst bei Appartments bei rd. € 170.--/Jahr. Ich vermute mal, Euer Grundstück liegt im Aussenbereich (Grün- oder Landwirtschaftsflächen) - da ist die Steuer minimal.

@FordPrefect

darf denn darauf gebaut werden??? Oder war der Antworter so klever und hat die Grundsteuer für ein unbebautes Grundstück genennt. Na - Vergleichen wir jetzt ein bishen Äpfel mit Birnen ;))) lol

Fast alles ist teurer geworden, Wasser Müll, Straßenreinigung, Gebäudeversicherung u.s.w.

Auch die Grundsteuer muss auf alle Mieter umgelegt werden, je nach Umlageschlüssel.

Wenn Wohnungen leer stehen sollten, dann muss eben der Vermieter die Grundsteuer für den Leerstand anteilig selbst tragen.

sie muss nicht umgelegt werden, nur wenn sie umgelegt wird, muss sie auf alle umgelegt werden.

@flirtheaven

Stimmt. Aber ich setze mal voraus, dass die Umlage im Mietvertrag fixiert ist und der Vermieter auch nicht kulanzweise darauf verzichtet.

Warum muss ein Mieter die Grundsteuer zahlen?

Hallo Leute.

Ich habe eine Frage zum Thema Mietrecht, Nebenkostenabrechnung, und hier speziell die Grundsteuer für die Immobilie. Warum kann der Eigentümer diese an seinen Mieter weitergeben?

Ich wohne zur Miete, und meine Vermieter haben mich informiert, dass sie mir ab sofort im Rahmen der Nebenkostenabrechnung die Grundsteuer in Rechnung stellen werden. Ich war etwas überrascht, aber anscheinend ist das erlaubt. Ich wohne schon länger in dieser Wohnung, und bisher gab es diesen Posten auf meiner Abrechnung nicht. Bei früheren Mietverhältnissen auch nicht. Ich habe das zum ersten Mal gehört, und finde es überhaupt nicht logisch!

Denn von allen anderen Posten auf der NK-Abrechnung habe ich direkt oder indirekt einen Nutzen. Heizung/Warmwasser, Kabel-TV, Müllabfuhr, Treppenhausreinigung, Winterdienst, Hausmeister, alles okay. Aber von der Grundsteuer habe ich weder einen verbesserten Kündigungsschutz, noch sonst irgendeinen Nutzen.

So, und bevor mir jetzt jemand mit dem Argument kommt: "Du lebst in der Wohnung, also musst du die Steuer zahlen!" Das haben die Eigentümer auch gesagt! Auch im Freundeskreis habe ich die Frage gestellt und diese Antwort gehört. Aber: Dafür, dass ich in den Räumen wohnen darf, zahle ich doch jeden Monat Miete...

Warum muss ich dann neuerdings zusätzlich Steuern zahlen für etwas, was mir nicht gehört? Ist das wirklich so, und was hat sich der Gesetzgeber dabei gedacht?

Ich freue mich auf eure kompetenten Antworten!

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