Muss eine beschlussunfähige außerordentliche Generalversammlung einer Genossenschaft stattfinden?

3 Antworten

  1. In der Satzung nachsehen, wie viele Mitglieder nötig sind um eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. (sh. § 45 GenG)
  2. Für den einzigen Tagesordnungspunkt dieser außerordentlichen Hauptversammlung (natürlich auch mit Ersatzwahl von anderen Aufsichtsräten) die nötige Anzahl Mitgliederunterschriften sammeln.
  3. Dem zuständigen Registergericht am Sitz der Genossenschaft die Liste mit den nötigen Unterschriften vorlegen, die Sachlage schildern und beantragen, dass die Antragsteller der außerordentlichen Generalversammlung zur Einberufung der a.o. HV ermächtigt werden. ( § 45 Abs. 3 GenG).
  4. HV abhalten und Tagesordnungspunkte wie gewollt abhandeln.

Das ist eine Frage an das Genossenschaftsrecht, die Du von einem Anwalt klären lassen solltest.

Deine Genossenschaft hat ja ihren Sitz in Deutschland, richtig? Dann muss sie einem genossenschaftlichen Prüfungsverband angehören. Wenn Du nicht weißt, welcher das ist, dann kannst Du es in jedem Fall über die veröffentlichten Geschäftsberichte im ebundesanzeiger.de herausfinden. Es sollte dort im Anhang der Blanz stehen.

Du könntest Dich bei dem Prüfungsverband um ein beratendes Gespräch bemühen.

Falls der Prüfungsverband Deiner Genossenschaft mauert, kannst Du bei anderen (konkurrierenden) Prüfungsvebänden nachfragen, ob sie Anwälte im Genossenschaftsrecht empfehlen können. Sie haben meistens selber welche.

Danke für die beiden Antworten.

Die Sache mit dem Registergericht ist zwar richtig. Aber zuvor muss man den Vorstand der Genossenschaft bitten und in Verzug setzen, eine solche Versammlung einzuberufen. Erst wenn der nichts tut, darf man sich ans Registergericht wenden....

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