Muss ein Testament notariell beglaubigt sein?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du hast hier ja schon viele Antworten bekommen, leider ist da auch einiges falsches dabei ...

Ein Testament kann vom Notar beurkundet werden, Beglaubigung ist etwas anderes. Du kannst dein Testament aber auch privatschriftlich (also Handschriftlich) verfassen und zu Hause aufbewahren.

Bei dem handschriftlichen testament sparst du jetzt die Notarkosten. Allerdings solltest du beachten, dass man sein Testament nicht verstecken sollte, sondern so aufbewahrt das es im todesfall gefunden wird. Du kannst es auch einer Vertrauensperson geben. Du kannst natürlich auch mehrere gleichlautende testamente verfassen und diese "verteilen".

 

bei der notariellen Beurkundung hast du zwar jetzt die Notarkosten, aber dafür bekommst du auch eine professionelle Beratung und kannst dch daruaf verlassen, dass du ein formgültiges Testament mit dem Inhalt hast, der tatsächlich gewünscht ist. Das Erbrecht ist nämlcih ziemlich kompliziert und Rechtsberatung beim verfassen des Testaments kann sehr vorteilhaft sein. Außerdem sparst du deinen Erben später die Kosten für einen Erbschein. Gibt es nämlich ein notarielles Testament, kann sich der Erbe auch durch Vorlage des Testaments nebst Eröffnungsprotokoll (Nachlassgericht) legitimieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass man ein notarielles Testament nicht einfach so "verschwinden lassen" kann. Das Testament wird außerdem automatisch an das Nachlassgericht verschickt.

Gibt es nämlich ein notarielles Testament, kann sich der Erbe auch durch Vorlage des Testaments nebst Eröffnungsprotokoll (Nachlassgericht) legitimieren.

Ich glaube nicht, dass man das so grundgültig stehen lassen kann. In den letzten beiden Erbfällen in der Familie (mit Immobilien) war jedes Mal trotz Testament und E-Protokoll ein Erbschein erforderlich.

@Duddits

Ja, das kann schon sein, dass trotzdem z.B.  Banken einen Erbschein verlangen. Grds. reicht das vorgenannte jedoch zu Legitimierung. Insbesondere bei Immobiliengeschäften genügt das zur Vorlage beim Grundbuchamt. Warum trotzdem ein Erbschein verlang wurde und von wem, weiß ich nicht.

Im Zweifelsfall kann ein NICHT Notariell Beglaubigtes Testament relativ leicht angefochten werden, es ist also immer sinnvoll es Beglaubigen zu lassen.

Kannst Du auch so schreiben. Allerdings sollte schon eine Person Deines Vertrauens wissen das es ein Testament gibt und vielleicht auch wo es sich befindet.

Du kannst ein Testament ohne notarielle Beurkundung schreiben, allerdings dann nur handschriftlich (nicht am PC!) und mit Datum und Unterschrift. Getippte Testamente sind im Streitfall nur dann gültig, wenn sie vom Notar beglaubigt wurden.

Nein, muss es nicht, aber eine notarielle Beglaubigung kann hilfreich sein.

Grundsätzlich gilt aber immer das letzte (also neueste) vorliegende Testament. Selbst wenn man eins beim Notar hat, kann man trotzdem (z.B. kurz vorm Ableben) ein neues verfassen (am besten handschriftlich) und nur das hätte Gültigkeit.

Was möchtest Du wissen?