Muss ein KFZ-Schaden über die Versicherung abgewickelt werden?

5 Antworten

Speziell unter Freunden, Bekannten oder Vereins-/Arbeitskollegen ist es mMn üblich, dass man solche Schäden, sofern es nicht unbedingt sehr hoch ist, unter sich reguliert. So kenne ich es zumindest & so hat meine Freundin das im Frühjahr auch gehandhabt, als eine Bekannte ihr Auto leicht verkratzt hat (war auch beim Ausparken). Sie hat aber auch ein älteres Auto, bei dem ein Kratzer mehr egal ist.. es lief am Ende auf die Übernahme einer Rechnung des Ford Autohauses über die Farbdosen heraus (ca. 30 Euro waren das).

Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde mit dem betr. KOllegen drüber sprechen & konkret erfragen, warum die Versicherung das übernehmen sollte. Speziell, wenn es ein recht altes Auto ist macht das eigentlich keinen Sinn ---------> aber dann liegt der (nicht verwerfliche) Verdacht vor, dass er Profit schlagen möchte & den Schaden gar nicht mehr reparieren lässt - was er dürfte, speziell bei "Kleinschäden".

Spreche auch mal mit deinem Versicherungsagenten drüber & lasse ggf. ihn mit deinem Kollegen sprechen.

Wenn du es ohne Versicherung regeln möchtest, dann musst du dich mit dem Geschädigten entsprechend einigen.

Grundsätzlich darf der Geschädigte sich selber aussuchen, bei wem er seine Schadenersatzansprüche geltend macht:

  • Versicherung (der Geschädigte hat hier einen gesetzlichen Direktanspruch)
  • Fahrzeughalter
  • Fahrer

Daher hilft dir nur eins rede mit ihm, ansonsten musst du mit seiner Entscheidung zurechtkommen,

Ich kenne keine Rechtsgrundlage die das bestätigen würde. Wenn Sie sich bereit erklären die Haftung zu übernehmen muss dem unfallgegner das eigentlich reichen. Zumal ihm der Gang zur betreffenden Fahrzeug Versicherung jederzeit offen steht Für die spätere Meldung bei der Versicherung müssen allerdings die Beweise und Fakten anhand von Fotos, evtl. Von beiden unterzeichnete Beschreibung des unfallzeitpunkt und Hergang, sowie Kostenvoranschlag gesichert werden. Wenn er dennoch zu ihrem Arbeitgeber oder zum Risikoträger geht, werden sie ihn leider nicht abhalten können. Nichts desto trotz, haben sie die Möglichkeit ihrem Arbeitgeber den Schaden zu erstatten um ihm die hochstufung der SF klasse zu ersparen Ich drücke Ihnen die Daumen.

Ich kenne keine Rechtsgrundlage die das bestätigen würde.

und was ist mit dem Pflichtversicherungsgesetz?

@H2Onrw

Die Pflichtversicherung sagt ja nur aus das jedes Kfz das ein deutsches Kennzeichen trägt auch versichert sein sollte. Soweit mir bekannt ist, ist man als Verursacher auch nicht verpflichtet einem Unfallgegner mitzuteilen wo der Versicherungsschutz besteht, er jedoch auf rechtlichem Wege darüber Auskunft erhalten würde. In den Bedingungen steht, das ein Schaden innerhalb einer Woche dem Versicherer mitgeteilt werden muss sofern er voraussichtlich 500 Euro übersteigt.

- Ein Unfall muss nicht über eine Versicherung abgewickelt werden, § 823 BGB, § 7 StVG

- Das Ansinnen des Geschädigten ist unverständlich; es ist völlig unerheblich, von wem die Überweisung getätigt wird.

- Notwendig einzig Reparaturrechnung, Kostenvoranschlag oder Sachverständigengutachten (teuer)

- Grundsätzlich kann ein Schaden auch über die Haftpflichtversicherung reguliert werden und dar Betrag dann innerhalb eine Jahres zurückgezahlt werden um den Schadensfreiheitsrabatt nicht zu verlieren.

Ich kann das so weitgehend bestätigen. Abgesehen vom Gutachten. Bei Bagatellschaden ist ein Teilkaskoschaden Kostenvoranschlag ausreichend. Allerdings darf aus einem Kostenvoranschlag über 800 Euro hinterher keine Rechnung von 1.800 Euro werden. (alles schon mal erlebt)

JA - der Geschädigte kann auch direkt an die Versicherung herantreten. Das ist eine Sonderregelung, weil die Kfz-Police ja gesetzlich vorgeschrieben ist.


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