Muss ein befristeter Mietvertrag gekündigt werden?

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Ein befristeter Mietvertrag endet automatisch und muss niemals gekündigt werden.

Handelt es sich denn tatsächlich um einen befristeten Vertrag oder nur um einen Kündigungsverzicht?

Wie ist der genaue Wortlaut im Mietvertrag?

Kommt drauf an was im Vertrag steht! Wenn da z.B.steht, dass er sich automatisch um ein Jahr verlängert, dann müsst ihr kündigen.

Genau lesen was im Kündigungsparagraphen steht. 

Hallo, habe gerade den Beitrag editiert, dass keine Extraklauseln vereinbart wurden

Kommt drauf an was im Vertrag steht! Wenn da z.B.steht, dass er sich automatisch um ein Jahr verlängert, dann müsst ihr kündigen.

 

Das ist im Wohnungsmietrecht aber unzulässig.

Du weigerst Dich bisher hartnäckig, die Befristungsklausel hier rein zu schreiben oder ein Bild davon zu schicken. Das wäre aber für eine gute Antwort so wichtig.

Wenn da drin steht, das Mietverhältnis ist befristet bis zum 30.11.2017 und nichts weiter, dann ist es kein befristeter Mietvertrag. Allerdings ist schwer nachvollziehbar, dass der Vermieter meint, ihr müßtet "trotz der Befristung" eine Kündigungsfrist einhalten, denn offenbar glaubt er selbst noch an eine wirksame Befristung und dann kann man ihn damit auch festnageln. Der Vertrag muss nicht eigens noch gekündigt werden.

Häufig wird aber ein Mietvertrag mit beidseitigem Kündigungsverzicht als "befristeter Mietvertrag" sowohl von Vermieter, als auch vom Mieter angesehen. In diesem Fall ist eine Kündigung unumgänglich. Also was genau steht in Deinem Vertrag?

Entschuldigung für die Verspätung aber ich war noch unterwegs. Im Vertrag ist angekreuzt: Befristeter Mietvertrag vom 1.12.2016 und endet am 30.11.2017. Während dieses Zeitraumes kann der Vertrag von beiden Seiten nicht ordentlich gekündigt werden. Grund der Befristung: Beseitigung oder wesentliche Veränderung...die eine Fortsetzung erschwert. Als nähere Erläuterung: Instandsetzung, Sanierung. Der Mieter kann vom Vermieter frühestens 4 Monate vor Ablauf der Befristung verlangen, dass dieser ihm binnen eines Monats mitteilt, ob der Befristungsgrund noch besteht ( Haben wir nicht verlangt, da wir ja zum Enddatum ausziehen wollen). Bei nicht fristgerechter Antwort kann der Mieter eine Verlängerung des Mietverhältnisses um den Zeitraum der Verspätung verlangen, bei Wegfall des Befristungsgrundes (in diesem Fall hat sich der Grund geändert, da der Sohn nun einzieht) sogar auf unbestimmte Zeit. Tritt der Grund erst später ein, so kann der Mieter eine Verlängerung des Mietverhältnisses um den entsprechenden Zeitraum verlangen. Nach Ablauf des Mietverhältnisses erfolgt -entgegen Paragraph 545 BGB - keine stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses durch Weiternutzung des gemieteten Hauses. - dies war der genaue Text im Vertrag- von einem Kündigungsverzicht war noch nie eine Rede

@DerDege1

Es gibt eine Befristung und es gibt einen Grund. Damit ist klar, dass ihr nicht kündigen müsst, wenn von Euch aus das Mietverhältnis enden soll.

Ein befristeter Mietvertrag - sofern er eine wirksame Befristungsklausel enthält - muss nicht gekündigt werden.  Er läuft zum angegebenen Datum einfach aus. Enthält er keine wirksame Befristungsklausel, handelt es sich um einen unbefristeten Mietvertrag, welcher mit der 3-monatigen Frist gekündigt werden muss.

Zu unterscheiden davon ist allerdings ein gegenseitiger Kündigungsverzicht für eine bestimmte Dauer. Dieser kann nur durch Kündigung zum / ab dem angebenen Datum beendet werden.

Handelt es sich also um einen befristeten Mietvertrag oder um einen gegenseitigen Kündigungsverzicht? Bitte poste doch einmal die wortwörtiche Vereinbarung.  Dann kann man sagen, ob der Vermieter recht hat oder nicht.

Enthält er keine wirksame Befristungsklausel, handelt es sich um einen unbefristeten Mietvertrag, welcher mit der 3-monatigen Frist gekündigt werden muss.

 

Als Ergänzung/Korrektur:

Selbst wenn die Klausel unwirksam ist, kann sich der Mieter auf diese Befristung berufen und ausziehen.

Erst wenn diese Befristung zum Nachteil des Mieters geschlossen wurde (er nicht ausziehen will), kann er sich auf die Unwirksamkeit berufen.

Der Vermieter kann sich ja nicht einen Monate vor Ablauf hinstellen und sagen: "April, April, die Befristung ist unwirksam, also musst Du kündigen."

Nein, musst du nicht. Der Vertrag endet automatisch. Das ist der Sinn der Befristung. Wozu sollte man befristete Verträge schließen, wenn die Beendigung dieselbe wäre, wie beim unbefristeten Vertrag?

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