Muß der Verkäufer im Fahrzeugbrief stehen?

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Also: Der Verkäufer muss definitiv nicht im Fahrzeugbrief stehen.

Zwecks dem 3.000 km mehr ist der Kaufvertrag maßgebend. Wieviel gesamtkilometer steht denn im Kaufvertrag. Wenn der Verkäufer nicht über die vertraglich vereinbarte Kilometerfahrleistung kommt ist der Vertrag nach wie vor gültig. Bis zur Übergabe darf er mit dem Auto fahren. Allerdings ist diese Vorgehensweise sehr unproffesionell.

Zwecks Privatverkauf oder Händlerverkauf gilt folgendes. Wenn Ihr das Fahrzeug z.B. im Internet gesehen habt (mobile.de, autoscout24.de etc.) unter Händlerverkauf - also der Händler hat es beworben - dann gelten auch die Gewährleistungsbestimmungen. Wenn das Fahrzeug eindeutig als Privat angeboten wurde dann erhält ihr keine Garantie.

Ein Tipp: Kauvertrag ganz genau durchlesen...wenn irgendwo AGBs auftauchen dann ist es definitiv ein Geschäfsverkauf.

Gruß

Nein, aber im Kaufvertrag eines Kfz und mit diesem Vertrag meldet man ein Auto an. Meist steht der Vorbesitzer im Zulassungsschein angeführt - so ist es in Österreich. Bei Neuwagen hast du ja einen Kaufvertrag - Rechnung.

In den neuen Fahrzeugbriefen steht inzwischen gar kein Vorbesitzer mehr.

Wenn nicht klar und deutlich bei Verkauf gesagt wurde, dass der Wagen nicht mehr gefahren werden darf, dann ist der Verkäufer absolut im Recht. Ist natürlich nicht nett, wenn der mal eben so noch ein paar Tausend Kilometer drauf fährt, ist aber sein Recht, wenn nicht eindeutig etwas anderes gesagt wurde.

Es sei denn, es war vorher offensichtlich erkennbar, dass der Wagen nicht mehr vom Vorbesitzer gefahren wird (also z.B. Autonummer abgeschraubt). Dann könntet Ihr Chancen haben.

Wirkliche Gewissheit kann aber in dem Fall nur der Anwalt geben. Ich zweifel aber, dass Ihr da Erfolg habt.

Letztendlich hättet Ihr in dem Moment, wo Ihr den Wagen gekauft und die mehr gefahrenen Kilometer erkannt habt, ja vom Kauf zurücktreten. Das habt Ihr ja scheinbar nicht getan.

der wagen wurde offenbar mit roten nummerschildern gefahren

@Eistiara

Na, dann weiß ich es auch nicht. Fragt doch lieber einen Anwalt, bevor ich hier was falsches sage.

falsch !! der letzte halter steht drin

Auch in Deutschland läuft es so ab, dass man den Kaufvertrag mit Übergabe des Fahrzeugbries und des Fahrzeugs abschliesst. Wie der Vorbesitzer dann noch 3000km "Drauffahren" kann ist mit etwas rätselhaft. Den Kaufvertrag kann er jedenfalls als Beauftragter seiner Tochter unterschreiben.

Was heißt das "ein Gebrauchtwagenhändler verkauft ein Auto als privat"?

  1. Ein Gebrauchtwagenhändler verkauft ein Auto gewöhnlich als Händler. D. h. als letzter Vorbesitzer steht im Brief eine andere Person, aber der Händler ist authorisiert, das Auto zu verkaufen. Du darfst davon ausgehen, dass der Händler nun der rechtmäßige Eigentümer des Fahrzeuges ist. Der Händler ist in diesem Fall verpflichtet, eine Gewährleistung einzuräumen.

  2. Dieser Gewährleistung wollen Händler gern aus dem Weg gehen, indem sie das Auto "im Kundenauftrag" verkaufen. Dann steht auch der sog. Kunde als letzter Halter im Brief. Aber dann kaufst du das Auto nicht vom Händler, sondern vom "Kunden", also dem Vorbesitzer. Und dann muss der Vorbesitzer auch den Vertrag unterschreiben.

Wenn der Händler als Privatperson gem. 2. das Auto verkauft, gelten die gleichen Regeln, wie für andere Privatpersonen: Der rechtmäßige Eigentümer muss den Vertrag unterschreiben. In diesem Fall die Tochter.

Stell dir vor, der Händler verkauft das Auto gegen den Willen seiner Tochter, die sich z. B. gerade im Urlaub befindet. Dann könnte die Tochter das Auto von Dir zurückfordern, denn du hast es nicht rechtmäßig erworben. Du kannst eine Sache nur von dem rechtmäßigen Eigentümer erwerben. Wenn du das Auto einer anderen Person von einer wiederum anderen Person erwirbst, musst du annehmen, es sei gestohlen. Wenn's hart auf hart kommt und die Tochter sich irgendwann später entscheidet, ihr Auto zurückhaben zu wollen, kannst du Pech haben, dass du das Auto zurückgeben musst. Das Geld musst du dir dann selbst vom Händler zurückerstreiten. Damit hat die Tochter dann nichts zu tun.

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