Muß der Arbeitgeber einem Aufhebungsvertrag zustimmen?

4 Antworten

Natuerlich ist der Arbeitgeber nicht zur Zustimmung verpflichtet. Ein Aufhebungsvertrag kann also nur geschlossen werden, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer damit einverstanden sind. Manchmal hilft es bei den Verhandlungen, wenn der Arbeitnehmer etwas anzubieten hat, das dem Arbeitgeber die sache ein wenig schmackhafter machen kann (z.B. ueber dem gesetzlichen Mindestanspruechen liegende Urlaubsansprueche, Boni, Ueberstundenausgleich u.s.w.)

Ich will ja auch gar keine Abfindung oder etwas in der Art, sondern einfach nur so schnell wie möglich das Arbeitsverhältnis beenden.

@LoveDanny

Ne Abfindung koenntest du dir im beschriebenen Fall ja sowieso abschminken. Ich meinte mit meinem Hinweis vielmehr, dass du vielleicht ein wenig Verhandlungsmasse in die Hand nehmen koenntest, um dem Arbeitgeber den Aufhebungsvertrag zu versuessen. Das koennte u.a. auch der verzicht auf einen ueber dem gesetzlichen Mindestanspruch liegenden Urlaubsteil oder auf einen Ueberstundenausgleich sein. Natuerlich nur, wenn er sich sonst wirklich nicht auf einen Aufhebungsvertrag einlassen wuerde.

Er kann diesen natürlich auch ablehnen und auf die Kündigungsfrist bestehen.

Man könnte jedoch auch einfach nicht mehr zur Arbeit gehen und sich nicht beim Arbeitgeber melden, aber das wäre ein unfaire Tour.

Ja, das wäre unfair. Aber damit würde ich dem AG einen Grund geben, mir fristlos zu kündigen und dann hätte ich mein Ziel auch erreicht ;-) ...

Das ist aber nicht meine Art und werde es also nicht wirklich tun - nur so ein Gedankenspiel ...

Das waere nicht nur eine unfaire sondern auch eine nicht ganz risikofreie Tour. Kann der Arbeitgeber naemlich nachweisen, dass ihm dadurch ein Schaden entstanden ist, wird der Arbeitnehmer ersatzpflichtig. Allerdings ist ein solcher Schadensnachweis meist nur recht schwer zu erbringen.

Natuerlich wird dan auch das Zeugnis entsprechend ausfallen und moeglicherweise erfaehrt auch der neue Arbeitgeber davon (Arbeitgeber fragen schon mal beim vorherigen nach und wenn's die gleiche Branche ist, kennen sie sich auch oft untereinander). Ob der dann gewillt sein wird, einem Arbeitnehmer, der es mit seiner Vertragstreue nicht so genau nimmt, ueber die Probezeit hinaus zu beschaeftigen?

Wenn also kein Aufhebungsvertrag zustande kommt, geht's nur mit ner ordentlichen Kuendigung unter einhaltung der Kuendigungsfrist. Dann muss der neue Arbeitgeber eben etwa warten. Wenn er serioes ist und dich wirklich haben will, wird er das dann auch tun. Arbeitgeber, die einen nur ganz schnell oder ueberhaupt nicht wollen und dabei auch noch auf Nichteinhaltung der Kuendigungsfrist draengen, sind hingegen in aller Regel nicht gerade die serioesesten. Das merkt man aber leider meist erst, wenn es bereits zu spaet ist.

Nein, muss er natürlich nicht.

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