Muessen Minusstunden nach einem bestimmten Zeitraum gestrichen werden?

5 Antworten

Wenn du deine Arbeitskraft anbietest, der Arbeitgeber die vereinbarten Arbeitsstunden aber nicht in voller Höhe abnimmt, so befindet sich der Arbeitgeber im Annahmeverzug und muss dir trotzdem die im Arbeitsvertrag vereinbarten 40 Wochenarbeitsstunden bezahlen.

Siehe dazu den § 615 BGB :

Kommt der Dienstberechtigte (Arbeitgeber) mit der Annahme der Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete (Arbeitnehmer) für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein. Er muss sich jedoch den Wert desjenigen anrechnen lassen, was er infolge des Unterbleibens der Dienstleistung erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Dienste erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend in den Fällen, in denen der Arbeitgeber das Risiko des Arbeitsausfalls trägt.

Wirst du für 40 Stunden bezahlt? Dann ja, kann er die Minusstunden nacharbeiten lassen.

Werden nur 36 Stunden bezahlt, sind ja eigentlich keine minusstunden angefallen. Nachfordern kann er sie wohl dennoch, aber dann halt auch bezahlen.

Letztlich hilft da nur ein klärendes Gespräch, wieso du nicht auf deine Wochenstunden kommen kannst.

Richtig ist das so nicht.

Die Frage ist, ob es bei Dir eine Betriebsvereinbarung zum Thema Arbeitszeiten gibt, darin könnte alles geregelt sein. Sollte es keinerlei Vereinbarungen über Minusstunden geben, können im Prinzip nur Minusstunden mit deiner Zustimmung anfallen. Wenn du den Minusstunden nicht zustimmst, das heißt deine Arbeitskraft anbietest und er diese nicht annimmt, kannst du deinen Arbeitgeber in Annahmeverzug laut BGB versetzen. Das kann er dann wiederum nicht dir zur Last legen und er muß dir die volle Zeit bezahlen.

Gibt es ein Gleitzeitkonto mit Plus- und Minusstunden? Was steht im Arbeitsvertrag zu Überstunden, bzw. Minusstunden? Gibt es überhaupt eine Vereinbarung oder ist nur die Anzahl der Wochenstunden geregelt?

Sollte ein Gleitzeitkonto weder durch einen angewandten Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder eine Klausel bzw. Ergänzung im Arbeitsvertrag geregelt sein, darf ein solches Konto im Betrieb nicht durchgeführt werden.

Wenn Du Deinen AG auf die fehlenden Stunden in der Schichtplanung hingewiesen und gesagt hast, dass Du Deine vereinbarten 40 Stunden arbeiten willst, der AG Dich aber trotzdem für weniger Stunden einplant, befindet er sich nach § 615 BGB in Annahmeverzug. Da muss er Dich bezahlen, als hättest Du gearbeitet. Minusstunden können so nicht entstehen und Du musst diese Stunden auch nicht nacharbeiten.

Genauer und ausführlicher kannst Du das z.B. nachlesen bei:

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsvertrag_Allgemeine-Geschaeftsbedingungen_AGB_Arbeitsausfall.html

Wenn in einem gewissen Zeitraum Überstunden als Freizeitausgleich genommen werden müssen, so hat der AG auch dafür zu sorgen, dass das dem AN möglich ist. Andernfalls sollte er sie auszahlen.

Normalerweise verfällt da gar nichts ... es kommt allerdings auch daruaf an wie das bei Euch im Betreib geregelt ist .. schau mal in den Arbeitsvertrag, in den Tarifvertrag , wenn dort einer gilt oder frag beim Betriebsrat nach ...

Minusstunden müssen grundsätzlich nachgearbeitet werden - in Extremfällen können sie auch zu Lohnabzügen führen ...

aber es kommt eben genau daruaf abn was bei Euch geregelt ist

es könnte aber auch Annahmeverzug sein, wenn einen der Aerbeitgeber dauernd fürher nach Hause schickt ...

aber ohne die konkreten Regleungen im Betrieb zu kennen, akn man dazu nicht viel sagen ...

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